Rezension: Der Thron von Melengar

Hörbuch

Der Thron von Melengar (Riyria 1)

In Zusammenarbeit mit audible.

 

Autor: Michael J. Sullivan
Sprecher: David Nathan
Verlag: Der Hörverlag
Spieldauer: 10 Stunden und 59 Minuten
Version: Ungekürzte Ausgabe
Erscheinungsdatum: 3. März 2014
Reihe: Riyria
Band: 1 von 6

 

Inhalt: Royce, ein gewiefter Dieb, und sein Partner Hadrian betreiben ein einträgliches Geschäft mit Aufträgen des korrupten Adels. Bis eines Tages ein Unbekannter die beiden anheuert, ein berühmtes Schwert zu stehlen. Was zunächst nach einem ganz gewöhnlichen Job aussieht, stellt sich jedoch als Falle heraus. Sie werden noch in derselben Nacht als Mörder des Königs verhaftet und in den Kerker geworfen. Als sie mit Hilfe der Prinzessin entkommen können, entdecken Royce und Hadrian eine Verschwörung, bei der es um noch viel mehr als nur um den Thron des relativ kleinen Königreichs Melengar geht.

Bewertung

Story: Es gibt nicht viele Geschichten, die mich von ihrer Tiefe und Komplexität her so sehr fortschwemmen, wie dieses Exemplar! Ich habe bestimmte Buchreihen, denen ich eine spezielle Kategorie zuweise, da sie bei mir ein gewisses Feeling hervorrufen. Darunter fällt zum Beispiel die „Licht Saga“ von Brent Weeks, oder „Der Prinz der Klingen“ von Torsten Fink. Diese musste ich mir regelrecht einteilen, um sie nicht zu schnell zu beenden, da sie so »rar« sind. Ihr kennt das bestimmt … Es ist eine nie endende Sucht, ständig ist man auf der Suche nach dem nächsten Buch, welches einen in den ganz bestimmten Rausch versetzt. Da diese fantastischen Reihen nun leider abgeschlossen waren, suchte und suchte ich nach ebenbürtigen Ersatz. Endlich griff ich nach »Der Thron von Melengar«, welches seit einer gefühlten Ewigkeit auf meiner UNBEDINGT-LESEN-LISTE stand. Und ich sag’s euch, es ist der absolute Hammer! Die beiden Protagonisten hatte ich bereits von der ersten Sekunde an ins Herz geschlossen. Ihre schlaue, witzige, humorvolle Art untereinander und auch anderen gegenüber, ist einfach unheimlich symphytisch. Irgendwie haben sie mich ein etwas an Sherlock (I LOVE SHERLOCK!!!) erinnert, einfach total gut charakterisiert! Das war ein Aspekt, weshalb diese Geschichte in meine spezielle Kategorie fiel, nebst den vielen weiteren Annehmlichkeiten, die sie mitbringt. Als da wären: Unvorstellbare Intrigen, tiefe Verstrickungen, brutale Macht, unfassbare Morde, kluge Diebstähle, Verrat auf höchster Ebene, Liebe, Zusammenhalt – um nur einige zu benennen.

Im Mittelpunkt stehen die zwei Freunde Hadrian und Royce. Zwei Diebe, die ihr Handwerk meisterhaft verstehen. Der eine ist ein überaus durchschnittlicher Schwertkämpfer, man könnte auch sagen, der Beste im gesamten imperialistischen Reich, eine sehr weiche Seite hat und für jede gute Tat zu haben ist. Und der andere, um es kurz zu machen, der Meister der Diebe. Er kennt viele viele Tricks und Kniffe, die zum Mitdenken animieren. In der ersten Sequenz geht es zum Beispiel um einen Raub, der so scheinbar erst mal überhaupt nicht durchzuführen war und aus Sicht des Opfers geschrieben wurde. Ich liebe es, meine Gehirnzellen anzustrengen, um mögliche Szenarien durchzuspielen und dann die erlösende Bestätigung zu erhalten. Der Autor ist beneidenswert, da er sich so geschickt auszudrücken vermag. Auch die überdurchschnittlich vielen Charaktere wurden sehr gut dargestellt und alles folgt einer geraden Linie. Die Geschichte ist durchweg extrem spannend aufgebaut. Besonders nervenaufreibend fand ich, als Hadrian und Royce eines Mordes beschuldigt wurden, den sie nicht begangen haben und gelinkt wurden. Doch dann eilt ihnen jemand zu Hilfe und alles hat irgendwie fatale Folgen für sie. Ab da stecken die so richtig in der Klemme. Aber gut, dass die Zwei nicht nur verdammt schlau sind, sondern auch noch intelligent. So mag ich das, so muss es sein! Ihre Abenteuer, geführt durch die Hand eines Meisters, wurden zu meinen Abenteuern. Der Meister hat eine unfassbar starke Gabe, denn er kann nur durch Wörter fantastische Bilder im Kopf entstehen lassen. Seine Art zu schreiben vermag Adrenalin durch die Venen zu jagen, einfach unglaublich. Er gleicht Brent Weeks so sehr in der Art, jedoch noch inhaltlich, dass ich seine Bücher einfach durchsuchten muss! Ich muss einfach mehr davon haben! Ich muss, ich muss, ich muss einfach! Ich freue mich auf die nächsten 5 Bände! Und das End von der Geschicht: Der »Flash« danach dauert noch ewig an. 

Sprecher: Ihr könnt euch meine Reaktion nicht vorstellen, als ich das erste Mal des Sprechers Stimme lauschte. Ich wollte es einfach nicht wahrhaben, war zudem wie elektrisiert, um Nachforschungen anzustellen. Diese Stimme, zusammen mit dem Beginn der Abenteuer von Hadrian und Royce, ließ mein Herz ein paar Takte schneller schlagen. Ich war von der Begabung des Sprechers einfach vollkommen überwältigt. Gleich fünf Personen musste er imitieren, was so umwerfend war, dass mir schwindelig wurde! David Nathan ist ein grandioser Kenner seines Faches! So gut wurde ich schon lange nicht mehr unterhalten! Nicht nur, dass er die Synchronstimme von Paul Walker war, den ich als junges Mädchen angehimmelt hatte, sondern dazu die Charaktere lebt! Er versetzt sich richtig in ihnen hinein, lacht und seufzt an den richtigen Stellen, betont nahezu perfekt. David ist nicht nur der Erzähler, er ist auch die natürliche Stimme von Hadrian. Sollte es zu einer Verfilmung kommen, was ich mir sehr wünsche, dann kann nur David Hadrian sein!!! Die beiden assoziiere ich nun von jetzt an. David Nathan gleich Hadrian, Hadrian gleich David, so und nicht anders! 

Story 5/5   Schreibstil 5/5   Sprecher 5/5

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Verlag: Klett-Cotta
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 381

Reihenfolge »Riyria«

Riyria 1: Der Thron von Melengar
Riyria 2: Der Turm von Avempartha
Riyria 3: Der Aufstieg Nyphrons
Riyria 4: An Bord der Smaragdsturm
Riyria 5: Das Fest von Aquesta
Riyria 6: Die verborgene Stadt Percepliquis

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Rezension: Die Abnormen

Die Abnormen

„Die Abnormen“-Serie 1

 

Autor: Marcus Sakey
Verlag: AmazonCrossing
Genre: Spionage-Thriller
Erschienen: Apr. 2014
Seitenzahl: 508
Ausgabe: Taschenbuch
Reihe: Teil 1/3

 

 

Inhalt: In Wyoming kann ein kleines Mädchen in der Art, wie jemand seine Arme verschränkt, seine dunkelsten Geheimnisse lesen. In New York erkennt ein Mann Muster im Auf und Ab der Börse und rafft 300 Milliarden Dollar zusammen. Man nennt sie »Abnorme« oder »Geniale«, Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Seit 1980 kommt ein Prozent aller Neugeborenen »abnorm« zur Welt – und seitdem ist alles anders. Einer von ihnen ist der Agent Nick Cooper. Seine Gabe macht ihn zum erfolgreichen Terroristenjäger. Er wird auf den vielleicht gefährlichsten Mann der Welt angesetzt, einen Genialen mit dem Blut vieler Menschen an den Händen. Um an ihn heranzukommen, muss Cooper gegen all seine Grundsätze verstoßen … und andere seinesgleichen hintergehen. – Marcus Sakey, »ein moderner Meister der Spannung« (Chicago Sun-Times) und »einer unserer besten Erzähler« (Michael Connelly), hat einen packenden Thriller geschrieben, eine Geschichte aus einer Welt, die so ganz anders und unserer doch erschreckend ähnlich ist.

Bewertung

Cooper, ein Genialer, arbeitet für die AEB, sie nennen es den „Ausgleichsdienst“. Er hat die hoch entwickelte Fähigkeit, extrem schnell zu analysieren und Strukturen zu erkennen, die den meisten Menschen verborgen bleiben. Hierbei musste ich sofort an die fiktive Figur Sherlock denken, der ebenso ein Genialer wie Cooper ist. Er rechnet Möglich- und Wahrscheinlichkeiten in Sekundenbruchteile aus, und hinterlässt damit nicht selten verdutzte und irritierte Gesichter. Cooper ist auch so ein Mensch, nur in seiner Welt ist das nichts einzigartiges, jeder hat irgendeine eine besondere Begabung, die meistens auch ziemlich weit entwickelt und einfach angeboren ist. Er macht Jagd auf Terroristen, die ihre Macht und Fähigkeiten eben gegen das Volk anwenden, und nicht im Sinne der Bevölkerung handeln bzw. für den Staat arbeiten. Er ist mit seinem Team einem ganz besonderen Feind auf der Spur. Sie versuchen Attentate zu verhindern, brechen nie Regeln und alles in großer Actionmanier – Ich bin Feuer und Flamme!

Da ich ebenfalls großer Spionage und Agenten-Fan bin, kam mir das Werk »Die Abnormen« von Marcus Sakey sehr gelegen. Zudem noch der direkte Vergleich zu Sherlock, dessen Fanbreite ja bekanntlich nie wirklich zufriedengestellt werden kann. Ich las mit unfassbarer Begeisterung, tauchte tief mit Cooper in die Welt der Abnormen ein und verfolgte mit wachsender Euphorie seinen Werdegang. Seine Strategien sind unheimlich gut ausgeklügelt, er ist weit aus mehr als nur hyper intelligent. Der Autor hat mit seiner Idee eine sehr gute Story konzipiert, die einige interessante Themen aufweist. Es gibt aufregende Verfolgungsjagden, die mein Herz schneller schlagen ließen. Das so gut in Worte zu verpacken, um so einen Erfolg zu erzielen, ist schon eine wahre Kunst. Und dann noch das Unvermeidliche, was auf Cooper zu kommt. Es wurde so spannend geschrieben, dass es mich genau ein Fingernagel gekostet hat. Ich kann nur sagen, wow!!! Die Geschichte ist total faszinierend und er hat einen Schreibtisch, der einen echt umhaut. Kein Wunder, dass sein Buch beim großen A Platz 1 bei Dystopien und Spionage als eBook einnimmt. Und eine Verfilmung ist auch schon geplant. Ich denke, mehr muss ich dazu nicht sagen. Es gibt keine größere Anerkennung für ein Werk, als das es verfilmt wird. Ich kann nur sagen, dass ich mehr will und mich wahnsinnig auf den Film freue! ❤

Anmerkung: Sein erstes Band hat mittlerweile über 500 Rezensionen und er ist ein Weltbekannter erfolgreicher Autor. Sein Roman aus dem Jahr 2012 wurde soeben verfilmt und »Die Abnormen« werden derzeit für den Film adaptiert. (Quelle: Amazon)

Story 5/5   Schreibstil 5/5

 

Reihenfolge »Die Abnormen«

Die Abnormen 1: Die Abnormen
Die Abnormen 2: Eine bessere Welt
Die Abnormen 3: Mit Feuer geschrieben

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Rezension: Schattenpriester

Schattenpriester – Das Opfer der Göttin

 

Autor: Angela Aiden
Verlag: Lyx.digital
Genre: Fantasy
Erschienen: Okt. 2016
Seiten: 450
Ausgabe: eBook

 

 

Inhalt: Als Priester eines unsterblichen Schattenvolkes ist es Levions Pflicht, zu Ehren seiner Göttin Frauen die Unschuld zu rauben. Als ihm dafür jedoch die schöne Mira zugeführt wird, die sich nicht in ihr Schicksal fügen will, kommt seine Ergebenheit gegenüber der Göttin ins Wanken. Die Leidenschaft, die zwischen ihm und Mira aufflammt, zeigt ihm, wonach er sich ein Leben lang gesehnt hat. Doch gerade jetzt ist sein unbeirrbarer Glaube nötig, denn es erheben sich dunkle Mächte und drohen, die Welt in ihren Grundfesten zu erschüttern. Wird es ihm gelingen, die Frau, die er liebt, vor diesen zu beschützen?

Bewertung

Mein erster Gedanke, als ich das Cover sah und den Klappentext las, war, dass sich da wohl jemand an »Die Herren der Unterwelt« orientiert, nach der ich natürlich völlig verrückt und süchtig bin. Daher war dieses Buch ein MUSS für mich und ich war überrascht, wie nahe es dem doch kam.

In »Schattenpriester« handelt es sich um Levion, ein Kriegerpriester der Pflichten zu erfüllen hat und für Recht und Ordnung sorgt. Mit dabei immer sein geliebtes Katana, eine Waffe, mit der umzugehen weiß. Er ist nicht gerade gesprächig, aber durch die tiefen Einblicke der Autorin erfahren wir einiges aus seiner Gedankenwelt. Manchmal kann er einem Angst machen, da er so ungeheuer stark, hart und gut aussehend ist. Er ist kräftig, gut trainiert und aufs Wesentliche konzentriert. Er hat besondere Kräfte, mit deren Hilfe er sein Amt gerecht ausführen kann. Dann haben wir Mira, eine freche, zurückhaltende, junge Jungfrau. Jungfrau muss sie sein, denn nur so kann Levion seine Pflicht erfüllen. Mira wurde gegen ihren Willen und durch Manipulation Levion als Opfergabe dargebracht. Sie hört nur Schlimmes über den Krieger, der so barbarisch und gewalttätig sein soll, dass sie sich damit fast in den Wahnsinn treibt. Als es denn endlich so weit ist, kommt alles ganz anders, als sie sich ausgemalt hatte. Und das war echt spannend!

Vieles hatte ich so nicht erwartet, hat mich überrumpelt, mich schneller atmen lassen. Die Beziehung der beiden ist anfangs fraglich, launisch und auch witzig. Levion tastet sich langsam an die total verängstigte Mira ran, teilweise klappt das nur durch Schockerlebnisse. Sie fängt nach und nach an, ihm zu vertrauen, und auch Levion öffnet sich ihr. Dann stehen sie plötzlich ungeahnten Problemen gegenüber. Gemeinsam treten sie dagegen an und bilden eine Einheit. Ihre Stärke ist faszinierend, sie lernen, sich auf den anderen zu verlassen. Das hat die Autorin sehr geschickt hinbekommen. Im Allgemeinen hat sie einen sehr schönen und lebendigen Erzählstil, der zum Abtauchen einlädt. Ich war in einer anderen Welt gefangen, die mich leitete und beeindruckte. Es gab nur eine Sache, dich mich dabei völlig verstörte. Warum musste es in »dieser anderen Welt« Handys geben??? Das passte überhaupt nicht rein. Ich war irgendwie in einer ganz anderen Zeit, weit weg von der heutigen Zivilisation. Das störte den Fluss massiv! Auch wenn Angela Aiden sehr gut mit Worten umzugehen weiß, Spannung erzeugen kann, die Idee gut ausbaut und die Charaktere detailliert und tief dargestellt hat, so reicht es dennoch nicht an die volle Punktzahl heran. Manche Textstellen fand ich zu schnell abgearbeitet, wo ich mir einfach mehr Handlung gewünscht hätte. Auf der anderen Seite gab es zu viele Verstrickungen. Auch von der gefühlvollen Seite her hat mir etwas gefehlt. Natürlich geht es hierbei auch um Gefühle und Erotik, aber es war eben nicht ausreichend, viel zu, ich sag es mal vorsichtig, »oberflächlich« abgehandelt.

Es ist das Debüt einer jungen Autorin und dafür ist ihr erster Roman sehr gut gelungen. Sie kann zumindest schreiben und den Leser mitreißen, was schon eine Kunst für sich ist. Bin gespannt, wie sie sich weiter entwickeln wird. 

Story 4/5   Schreibstil 4/5

 

Herzlichen Dank Angela Aiden und dem Lyx Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Rezension: Forbidden Touch

Forbidden Touch – Band 1

Sieben Sekunden

 

Eine neue aufregende Dystopie am Fantasyhimmel!

 

Autor: Kerstin Ruhkieck · Verlag: CARLSEN Impress

Genre: Dystopie · Erschienen: Apr. 2016

Seiten: 406 · Ausgabe: eBook

Reihe: Forbidden Touch · Band: 1 von 3

 

Inhalt: Es braucht für einen Menschen nur eine Berührung von sieben Sekunden, um sich zu verlieben. Aber Liebe ist eine der vielen Gefahren, die unkontrollierte Nähe mit sich bringen könnte. Um die Menschen davor zu schützen, wird in der neuen Welt von AurA Eupa jegliche Berührung strengstens überwacht. Die Bevölkerung ist eingeteilt in die drei Ligen der Schönheit, der Kontakt zwischen ihnen verboten. Doch als die junge Novalee aus der durchschnittlichen Liga 2 in die Siedlung der Unverheirateten zieht und auf Graey trifft, ist sie sich der staatlichen Ordnung nicht mehr sicher. Graey ist nicht durchschnittlich, sondern höchst attraktiv. Und sieben Sekunden können unendlich kurz sein.

Bewertung

In Novalees Welt ist alles anders. Erschaffen wurde diese von nur einer Person und in seinem Imperium hat nur er das Sagen. Er bestimmt dein Leben, deinen Job, dein Umfeld, einfach alles. Novalee selbst lebt in einem Apartmenthaus in der Siedlung der Unverheirateten, denn so will es das perfekte System. Dort trifft sie auf Menschen, die das System infrage stellen und sie damit direkt konfrontiert und somit in Gefahr bringen. Novalee sträubt sich mit allen Mitteln gegen das Unvermeidliche. Für sie ist das System perfekt, es kann keine Fehler haben. Auch wenn es heißt, dafür aus der liebenden Familie gerissen zu werden. Denn so läuft das System. Nach der »Sichtung« wird jeder seine zukünftige Liga zugeordnet und erhält einen Job. Novalee lernt die flippige Leilani und den smarten Greay aus ihrem Haus kennen. Sie stecken voller Geheimnisse und Verbotenem, und doch kann sich Novalee ihnen nicht entziehen. Ihr Weltbild gerät Stück für Stück ins Schwanken. Dann trifft sie eine folgenschwere Entscheidung.

WAHNSINN!!!! „Forbidden Touch“ erinnert in der Haupthandlung, umso mehr man in die Geschichte eintaucht, ein wenig an Lena und Alex aus der Amor-Trilogie. Eine meiner absoluten Lieblingsreihen! Eine verbotene Liebe, eine geheime Party, auf der alles erlaubt ist, das abschließende Massaker … Tod, Verwüstung, Grauen, Zweifel, Angst. Am Ende die Flucht ins feindliche Lager …. Und ich muss sagen, es ist der Autorin fabelhaft gelungen! Ob sie nun mit Absicht mit ihrem Werk an die Amor-Trilogie anknüpfen wollte oder nicht, es ist und bleibt dennoch eine für sich absolut überwältigende Erzählung! Es gibt so viele Parallelen, die einfach automatisch in meinem Gehirn aufblitzen, und doch ist diese Geschichte ganz anders und einzigartig. Erzählt wird aus 2 verschiedenen Sichtweisen. Einmal von Novalee und einmal von ihrem Cousin Crish. Diese beiden haben erst mal bis auf die Verwandtschaft nichts gemeinsam. Sie gehen getrennte Wege, der eine hier, der andere dort. Aber ihre Geschichten beginnen, sich miteinander zu verknüpfen, die Fäden laufen zusammen. Und das fand ich richtig spannend! Beide Seiten sind absolut traumhaft, wobei mir die Geschichte von Crish und Asher sehr unter die Haut gegangen ist, absolut süß die Zwei. Der Leser mag sich vielleicht schon denken können, um was es da geht, aber diese beiden müssen in ihrem jugendlichen Leichtsinn erst noch dahinter kommen. Die Charaktere sind 100 % überzeugend, ich liebe sie alle! Ja gut okay, auch wenn Xander (Ich liebe diesen Namen!) total durchgeknallt war, so wurde er aber trotzdem super dargestellt, und das ist einfach so liebenswert. Bis zum Schluss hab ich mit den Charakteren mitgefiebert, sie wurden so unglaublich stark und detailliert dargestellt, dass es einfach überwältigend ist! Hinzu kommt der aussagekräftige Schreibstil der Autorin, der mich wie ein Sog mitgerissen und mir die Seiten praktisch direkt ins Gehirn gespült hat. Die Story ist vor meinen Augen lebendig geworden, ich bin immer noch völlig fasziniert, wie gut dies mit den richtigen Worten möglich ist. Und obwohl ich die Geschichte sehr komplex finde, denn es gibt einige äußerst interessante Darstellungen, ist sie sehr gut zu verstehen und nachzuvollziehen. Ich bin immer noch völlig hin und weg! Auch hier könnte ich wieder ewig weiter kommentieren und euch einige Sachen mehr mit auf dem Weg geben, aber selbst eine Rezensentin und muss ein Ende finden. Kerstin Ruhkieck hat mich mit Tempo 300 überzeugt und ich kann es kaum erwarten, die nächsten Teile zu inhalieren! Top Geschichte, Top geschrieben, Top Autorin!

Story 5/5     Schreibstil 5/5

 

Reihenfolge der Forbidden Touch -Trilogie:

Forbidden Touch 1: Sieben Sekunden

Forbidden Touch 2: Acht Momente

Forbidden Touch 3: Neun Seelen

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Rezension: Sei mein Stern

Amanda Frost: Sternen-Trilogie 2

Sei mein Stern

 

Autor: Amanda Frost
Verlag: Eigenverlag
Genre: Liebesroman
Erschienen: Jan. 2014
Seiten: 354
Ausgabe: Taschenbuch
 

 

 

Inhalt: Ein fantastischer Liebesroman gewürzt mit einem guten Schuss Erotik und einer Prise Humor! Inzwischen hat es auch Rafaels jüngeren Bruder auf die Erde verschlagen: Simon, ein Computergenie mit begnadeter Intelligenz und einem Hang zur Alltagsuntauglichkeit. Nicht die ideale Kombination, um eine geeignete Frau aufzureißen, auch wenn man so höllisch attraktiv ist wie der spleenige Informatiker. So widmet er sich nach einigen missglückten Affären doch lieber dem Hacken von Computern. Bis er den fatalen Fehler begeht, sich mit der mächtigen deutschen Geheimdienstorganisation BSC anzulegen. Denn diese hetzt ihm postwendend ihre beste Undercoveragentin auf den Hals: Jana, eine 32-jährige skrupellose Power-Frau, die Simon in ein erbarmungsloses Katz-und-Maus-Spiel verwickelt. Bis beiden letztendlich die Kontrolle über die Geschehnisse entgleitet.

Bewertung

Weiter geht es bei den aufregenden Außerirdischen mit Simon, Rafaels Bruder. Er spielt liebend gern mit der Technik seines Bruders, der nun ein Hotelbesitzer ist. Leider scheut er auch nicht vor Hackerangriffen zurück und bringt somit die verführerische Jana auf dem Plan, eine sexy Geheimagentin. Sie hat, dazu als Profi, erst mal große Probleme damit, Simon überhaupt in die Kategorie Hacker zu stecken, denn der will da so gar nicht ins Schema passen. Es beginnt ein lustiges Hin und Her, beide stets gespannt wie ein Bogen und immer in Bereitschaft, schon witzig. Sie besitzen Humor, Witz, Intelligenz, sehen unglaublich gut aus und ziehen sich unheimlich an. Das perfekte Paar, wie füreinander bestimmt. Nur, sie wissen es selbst noch nicht. Schafft es Simon, sie auf seinen Planeten zu bringen und sie zu heiraten, wie es der Plan vorsieht? Denn auch er ist zum ersten Mal auf der Erde und vieles ist ihm fremd.Aber die bezaubernde Jana hat es ihm gewaltig angetan. Hier hat die Autorin mal um die Ecke gedacht. Im ersten Teil ging es noch um Raf und eine Assistent eines Stars, und im nächsten Teil haben wir schon eine raffinierte Geheimagentin. Amanda Amanda, so viel Geschick hatte ich dir gar nicht zugetraut ;-). Ihr hättet mal meine Augen sehen sollen, voller Glanz gepaart mit einem irrsinnigen Leuchten. Denn neben Fantasy und ab und an Lovestories, fahre ich voll auf Agentenromane ab! Sie hat mich getroffen, mitten ins Herz! Simon und Jana sind beide einfach himmlisch süß. Amanda hat mit ihnen zwei ganz wundervoll sympathische Charaktere geschaffen, die man am liebsten gleich in eine große Umarmung ziehen möchte. Teil 1 war schon ein Kracher, dieser setzt dem noch eins drauf! Sie geht so unheimlich gut mit Worten und Gefühlen um, dass einem schwer ums Herz wird. Bei ihren Büchern ist man zu jederzeit mittendrin und verliert sich völlig zwischen den Zeilen. Ich liebe ihre Bücher! Ich würde sie sogar als pädagogisch wertvoll bezeichnen, denn der ein oder andere kann hieraus noch einiges lernen. Denn hinter vielen, manchmal auch nur angedeuteten Dingen, steckt ein wahrer Sinn dahinter. Zumindest hab ich so empfunden. Und genau das macht diese Reihe wiederum zu etwas Besonderem, zusätzlich zu den vielen anderen tollen Merkmalen, ich bin völlig überwältigt. ♥

Story 5/5     Schreibstil 5/5

 

Herzlichen Dank Amanda Frost für das Rezensionsexemplar.

 

Reihenfolge Sternen-Trilogie

Band 1: Gib mir meinen Stern zurück
Band 2: Sei mein Stern
Band 3: So fern wie ein Stern

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Rezension: Abendsonne

Geschichten der Jahreszeiten – 2. Buch
Abendsonne. Die Auserwählte der Jahreszeiten

 

 

Autor: Jennifer Wolf
Verlag: Carlsen
Genre: Fantasy
Erschienen: Jul. 2015
Seiten: 288
Ausgabe: Taschenbuch

 

 

Inhalt: Als eine gewöhnliche Tochter der letzten bewohnbaren Stadt auf Erden gehört Daliah eigentlich aufs Feld. Dort pflückt sie von klein auf Lavendelblüten und unterstützt ihre Familie. Doch dann wird sie von Göttin Gaia dazu auserkoren, ihre vier Söhne kennenzulernen. Für einen von ihnen muss sie sich entscheiden und sich hundert Jahre an ihn binden. Auf wen wird ihre Wahl fallen? Den verspielten Frühling, den selbstsicheren Sommer, den tiefgründigen Herbst oder den verschlossenen Winter?

Bewertung

Lange nach Maya Morgentau handelt diese Geschichte. Wieder kommt die Göttin auf Erden, um eine Frau für ihre Söhne zu ermitteln. Aber kurz nach ihrer Ankunft flieht die Auserwählte schon, und zwar zurück. (Klingelt da was bei euch? Der Ablauf wiederholt sich!) Natürlich reist ihr auch einer der Brüder hinterher und nun plötzlich auf der Erde, muss er sich dem Leben anpassen und zudem arbeiten wie jeder andere Mensch auch. Die Wendung, die diese Geschichte nimmt, gefällt mir überhaupt nicht. Die Autorin reißt die sympathischen Brüder, die Band 1 für mich ausmachten, willkürlich auseinander. Und wieder lässt sie die Auserwählte jahrelang warten und schert sich nicht um ihr Leid. Also das passt irgendwie nicht so recht zu einer Göttin. Schon im ersten Band fand ich das eine Jahr Wartezeit extrem lang, aber nun sind es gleich mehrere Jahre. Und was sie Dahlia Abendsonne damit antut, ist einfach grausam und erschreckend. Wahrscheinlich bin ich nicht die Erste, die das so sieht, denn der Rezensionsfluss ist gegenüber dem zweiten Buch drastisch gesunken. Was ebenfalls daran liegen könnte, und sehr auffällig ist, sind Textstellen, die für mich unstimmig sind … nicht so richtig nachvollziehbar. Auf der Gefühlsebene liegt dieser Teil ebenfalls weit hinter dem Ersten zurück. Ich gebe zu, dass auch hier Tränen geflossen sind, aber leider wegen Gaias Grausamkeit. Dieses Buch hat mich enttäuscht, glänzt kaum mit neuen Ideen und ist im Allgemeinen etwas zu kaltherzig, Gefühle kratzen hier nur an der Oberfläche. Wer hier etwas richtig Tiefsinniges sucht, ist mit diesem Buch falsch beraten. Ich hatte auch den Eindruck, dass alles irgendwie schnell gehen musste und die Autorin nicht wirklich tiefer in die Materie eindringen konnte. Störend war zudem, dass sich viele Abläufe wiederholten. Das Buch ist weit weniger hervorragend wie der erste Teil, aber immerhin gut formuliert. Das mag auch schon etwas bedeuten. Ich denke, für mich hat sich diese Reihe mit diesem Teil erledigt.

Story 2/5   Schreibstil 3/5  

 

Reihenfolge „Geschichten der Jahreszeiten“
Buch 1: Morgentau. Die Auserwählte der Jahreszeiten
Buch 2: Abendsonne. Die Wiedererwählte der Jahreszeiten
Buch 3: Nachtblüte. Die Erbin der Jahreszeiten
Buch 4: Tagwind. Der Bewahrer der Jahreszeiten

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Rezension: Die Wüstenprinzessin

Die Wüstenprinzessin

Auf der Flucht

 

 

Wahrhaft märchenhaft! Wie ein Märchen aus tausendundeiner Nacht!

Autor: Melike Yasar · Verlag: Selfpublishing
Genre: Märchen, Sagen & Legenden · Erschienen: Sep. 2016
Seiten: 324 · Ausgabe: Taschenbuch · Reihe: Band 1

 

Inhalt: Die ungestüme Prinzessin Yasmina ist im heiratsfähigen Alter und lehnt all ihre Verehrer ab, um den Mann ihres Herzens selbst bestimmen zu können. Auch Prinz Karim ist unter den abgewiesenen Kandidaten, Doch gibt dieser nicht auf und schmiedet einen Plan, um das Herz der Prinzessin für sich zu gewinnen. Er entführt sie aus ihrem Gemach, die Hoffnung in sich tragend, dass sie sich mit der Zeit in ihn verliebt. Sein Plan verläuft allerdings ganz anders als erwartet… Wird er ihre Zuneigung dennoch gewinnen können?

Bewertung

Kaum angefangen fühlte ich mich schon wie in der schillernd bunten Welt von Aladin! Ein wahres Märchen unter vielen Romanen und ein wahrer Goldschatz! Und das nicht zum ersten Mal bei einem Buch von Mehliqa. Irgendwie kam es mir vor, als stände ich bei Prinz Dastan und Prinzessin Tamina persönlich am Hof. Nicht etwa der Geschichte willen, die rein gar nichts mit Prince of Persia gemein hat, sondern wegen der bezaubernden Erzählart der Autorin und ihre bildhaft dargestellten, wundervollen Orte. Eine Verfilmung »Der Wüstenprinzessin« könnte meinen Lieblingsfilm wahrhaft Konkurrenz machen. Nur der Inhalt ist ein Anderer. In Schönheit steht Prinzessin Yasmina der bekannten Prinzessin Tamina in nichts nach. Sie ist so bildhübsch, dass einem schwindelig davon wird. Nun ist der Sultan auf der Suche nach einem passenden Prinzen für seine dickköpfige Tochter und greift zu unfairen Mitteln, nachdem sie bisher ausnahmslos alle Verehrer abgewiesen hat. Unser charmanter Prinz Karim (unser Pendant zu Prinz Dastan) lässt sich aber nicht so schnell entmutigen, als auch er eine Abfuhr erhält. Mithilfe eines äußerst raffinierten Plans, und einigen nicht mit einkalkulierten Zwischenfällen, bringt er Yasmina dazu, ihre Entscheidung zu überdenken. Aufregende, lustige und auch lebensgefährliche Abenteuer stehen ihnen bevor. Am Ende müssen sie sich der schwierigsten Aufgabe ihres Lebens stellen.

Wieso nur hat man bei Melike immer das Gefühl, ihre Bücher lesen sich wie ein Märchen aus tausendundeiner Nacht? Ich will es euch erklären. Ihre Bücher lesen sich wie Märchen, nach einem ganz bestimmten Satzbau gestaltet. Ihr liegt es einfach im Blut, so wortreich und ausschmückend zu schreiben, damit solche verträumte Geschichten entstehen. Mit ihren Büchern katapultiert sie den Leser mitten ins Reich der Märchen, Sagen & Legenden. Alles ist so gewaltig bildreich dargestellt, dass man das Gefühl hat, man sehe es mit den eigenen Augen, rieche mit der eigenen Nase oder höre mit den eigenen Ohren … Hey aber sorry, dann tauchst du plötzlich wieder auf und fragst dich verwundert, was eben passiert war. Du schaust vor dir auf die Zeilen und versuchst zu verstehen, wie sie dich in eine andere Welt davon tragen konnten, während du ganz entspannt mit einem Buch in der Hand auf dem Sofa saßt. Melikes Geschichten haben die Macht, genau so etwas mit euch anzustellen. Also passt auf euch auf, sonst verliert ihr euch noch darin und findet nicht mehr den Weg zurück. 

Yasmina sowie Prinz Karim sind mir ungemein ans Herz gewachsen. Ich finde sie sehr authentisch und liebevoll. Zwischen ihnen besteht so ein besonderes Band, welches für mich greifbar und spürbar war. Manch eine ihrer Reaktionen ging mir sehr unter die Haut, so tiefgründig, dass es mir das Herz zerriss und ich stumm mit lit. Melikas Figuren schweben förmlich durch die Seiten, sind ständig präsent und nisten sich fest ins Gehirn, man kriegt sie da nur schwer wieder heraus. Ihr Stil ist klar, verständlich, strukturiert aber auch humorvoll, das Liebe ich sehr bei ihr. Sie hält immer Überraschungen für den Leser bereit und sorgt für Abwechslung. Ihre Bücher bleiben weiterhin einzigartig für mich und freue mich jedes Mal wie verrückt auf eine neue Welt aus ihrer Feder. ♥

Story 5/5   Schreibstil 5/5

 

Ich danke Melike für das wundervolle Rezensionsexemplar! 

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