Rezension: Sieben Schlüssel

Sieben Schlüssel – Das Erbe der Rebellen

 

 

 

Inhalt: Die Götter haben ihnen das Licht geschenkt – doch sie gaben ihnen auch die Schatten. Der machthungrige Lord Salazar hat seine Kreaturen ausgeschickt, um das Reich des Lichts zu zerstören, doch die Rebellen des Erior, die einst die Dunkelheit besiegten, sind längst in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Der ehemalige Kopfgeldjäger Ivar vereint die wenigen verbliebenen Rebellen, um sich Salazars dunklen Mächten zu stellen und seine Heimat vor einem grausamen Schicksal zu bewahren. Ein klassisches Fantasyabenteuer, das vor Spannung sprüht und mit abwechslungsreichen Charakteren aufwartet – blutig, bildgewaltig und unvorhersehbar!

Bewertung

Mit »Sieben Schlüssel« konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Zum einen lag es an der Geschichte selbst. Es gab zu viel Krieg, zu viele Morde, zu viel Grausamkeiten, die mir allesamt zu sehr auf mein Gemüt schlugen. Ich würde das Buch im groben als düster bezeichnen, obwohl es natürlich auch einige erfreuliche Szenen beinhaltet. Zum anderen lag es an den vielen Charakteren, die mal wichtige Rollen, mal unwichtigere Rollen besetzten, da kommt man leicht durcheinander. Zudem fand ich es hin und wieder etwas wirr, mir fehlte an manchen Stellen einfach der Zusammenhang. Obwohl die Story eigentlich interessant auf mich wirkte, schaffte sie es dennoch nicht, mich zu bannen. Die Figuren wurden sehr detailliert besprochen, sowie auch die Kriege und die fremden Wesensarten. Also das muss ich der Autorin lassen, da hat sie wirklich Geschick gezeigt. Sie sind vielseitig, imposant und natürlich, soweit wie es in einem Fantasybuch möglich ist. Ich will damit sagen, dass ihre Charaktere nicht überirdisch sind, wie in vielen anderen Romanen. Sie sind einfach ganz normal, nichts Großartiges. Und das wiederum verdient meine Anerkennung. Generell sticht es sehr aus der breiten Masse hervor. Wir begegnen keine bekannten Wesen, haben mehrere Protagonisten und einen spannenden Hintergrund. Hauptsächlich geht es um Ivar, der die Erben der Rebellen vereint, nachdem das Kind Henry entführt wird, was er beschützen wollte. Anschließend machen sie sich gemeinsam auf eine beschwerliche Reise, die unendliche Gefahren birgt und sie ständig in blutigen Schlachten verwickelt. Dazu noch ein bisschen Magie, Intrigen und Verwirrungen, und die Geschichte ist komplett. Für mich ein wenig zu nüchtern und zu blutig. Was ihr Stil jedoch wieder etwas wettmacht, ist, dass sie schöne Formulierungen benutzt, bleibt sachlich und realistisch. Sätze wurden gut aufgebaut, sprachlich gesehen ist es Top. Sie hat durchaus Spannung aufgebaut und auch eine Weile gehalten, nur bin ich leider hin und wieder rausgeflogen. Also mich konnte »Sieben Schlüssel« nicht wirklich mitreißen. Und doch hat sie es irgendwie geschafft, mich mit ihrem Debüt zu überzeugen. Potenzial ist genug vorhanden, sollte noch ausbaufähig sein. Es ist der Auftakt einer vielversprechenden Reihe, und meistens werden die Nachfolger besser. ;-)

Story 3/5   Schreibstil 4/5

Vielen Dank Rayon Lasair für das Rezensionsexemplar.

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Rezension: Das Geheimnis von Caeldum

Das Geheimnis von Caeldum:

Verhängnis

 

Autor: Heike Oldenburg
Verlag: Books on Demand
Genre: Fantasy
Erschienen: Nov. 2015
Seiten: 284
Ausgabe: Taschenbuch

 

 

Inhalt: Die Ereignisse in Caeldum überschlagen sich. Hilflos muss Arina mit ansehen, wie Rheon in Ketten gelegt wird. Doch auch ihr Schicksal ist ungewiss, denn Alex Intrige hat sie in eine gefährliche Situation gebracht, aus der es kein Entkommen zu geben scheint. Dabei ist dies bei weitem nicht ihr einziges Problem, denn ganz Caeldum schwebt in höchster Gefahr. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, bei dem sich zeigen wird, wie stark das Seelenband zwischen der Hexe und ihrer Quelle wirklich ist.

Bewertung

Was war ich glücklich und mein Herz erleichtert, dass ich direkt im Anschluss und ohne Unterbrechung mit Teil 2 fortsetzen konnte. Nachdem mich bereits der erste Teil völlig aus den Schuhen gerissen hat, blieb mir nichts anderes übrig, als den nächsten Teil zu kaufen und anschließend zu verschlingen. Es ist bewundernswert, dass »Verhängnis« in gleichbleibender Intensität und Spannung weiter geführt wurde, wie »Seelenpakt«, als gäbe es keinen Zeitraum dazwischen, einfach fließend weiter. Ihre Worte, und ihre Art zu schreiben verzauberte mich aufs Neue und war blitzschnell in ihre Welt abgetaucht. Es macht einfach riesen Spaß, ihre Worte zu lesen, ihre Gedanken zu folgen und mich einfach treiben zu lassen. Leider war die Geschichte viel zu schnell vorbei, was daran lag, dass sie mit 284 Seiten einfach mindestens 300 zu wenig hatte. Ich denke, ich bekomme einfach nicht genug von der schwebenden Himmelsstadt Caeldum. ❤

Wir befinden uns zum Anfang gleich mittendrin, an der Stelle wo Teil 1 sein Ende fand. Ein Cliffhanger, wenn man’s so sagen will. Arina und Rheon wurden gefangen genommen, während der Großmeister weiterhin seine Pläne schmiedete. Nur leider war sein größter Fehler, Arinas Macht zu unterschätzen. Sie wächst über sich hinaus und ist zu unglaublichen Taten fähig. Unterstützung findet sie in ihrem Dämon Rheon, der nun viel aufgeschlossener und vertrauter ist als je zuvor. Er steht hundertprozentig zu ihr, selbst als die böse Dämonen-Prinzessin ihn zurückruft, verlässt er Arina nicht. Sie dringt in Dimensionen vor, wo sie hätte nicht sein dürfen. Das ruft die Konkurrenz auf den Plan und die lassen nichts unversucht, um sie zu töten. Und auch der gefangene Hexenmeister in ihrem Kessel spielt hier eine größere Rolle. Lasst euch überraschen.

Ich liebe es einfach, wie sie schreibt. Auch hier gibt es einige überraschende Momente, womit niemand gerechnet hätte. Das finde ich immer gut, da es anders und hier im Speziellen einfach magisch ist. Die Einzigartigkeit ihrer Fähigkeit, Dinge zu Papier zu bringen, bleibt wie auch schon im ersten Band weiter bestehen. Sie besticht mit tollkühnen Szenen und einer herausragenden Wortgewandtheit, die einfach hinreißend ist. Ich liebe Arina und Rheon, sie sind so ein schönes Paar … auch wenn es nur dem Zweck dient, oberflächlich gesehen. Doch jedem aufmerksamen Leser wird klar, dass es da mehr gibt zwischen ihnen. Also ich bin vollkommen und vollständig, mit allen Sinnen Caeldum verfallen.

Story 5/5   Schreibstil 5/5

Reihenfolge:
Band 1 – Das Geheimnis von Caeldum: Seelenpakt
Band 2 – Das Geheimnis von Caeldum: Verhängnis
Band 3 – Das Geheimnis von Caeldum: Offenbarung

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Rezension: Cold Fire

Cold Fire

Wächter der Illusion

 

Ein Roman, welches die Sinne vibrieren lässt. Fantastische visuelle Täuschungen vernebeln unsere Gedanken.

 

Autor: Katrin Gindele · Verlag: Der Kleine Buch Verlag
Genre: Fantasy · Erschienen: Mrz. 2015
Seiten: 328 · Ausgabe: Taschenbuch
Reihe: Cold Fire · Band: 1 von 3

 

Inhalt: Lara Anderson, 18 Jahre alt, lebt in einer amerikanischen Kleinstadt. Sie begegnet Logan, dem Anführer der Secutor. Secutor sind nichtmenschliche Wesen, die Erinnerungen beeinflussen können. Logan beginnt sich für Lara zu interessieren, als er bemerkt, dass sie seinen Manipulationen widersteht. Ein Secutor kann sich normalerweise nicht verlieben, dennoch erobert Lara Logans Herz im Sturm. Als ein Feind Logans von Lara und ihrer Liebe erfährt, will er Lara benutzen, um Logan endgültig zu besiegen. Um seine Geliebte zu beschützen, setzt Logan alles aufs Spiel.

Bewertung

Ich hatte großes Glück, die Autorin von »Cold Fire« persönlich auf der Leipziger Buchmesse kennenzulernen. Sie hat uns (wir waren mehrere Blogger) tiefe Einblicke in ihr Buch gegeben, hat uns mit Freude etwas über die Charaktere und Zusammenhänge verraten, hat sich tapfer all unseren manchmal etwas komischen Fragen gestellt und war am Ende froh, es hinter sich gebracht zu haben. Aber nur, da sie mega aufgeregt war, wie sie mir im Nachhinein noch mitteilte. Aber sie hat das ganz souverän gemacht, uns war das überhaupt nicht aufgefallen. Katrin, du warst toll!!! ❤ Ich fand das Meeting, welches vom Verlag angesetzt worden war, superschön und habe mir gleich anschließend ihr Buch gekauft.

Nun kurz zum Inhalt. Lara, ein junges Mädchen, lässt sich nicht von den Tricks eines gewissen Logan beirren. Sie scheint die Einzige, die absolut keine Erinnerung an ihn hat, obwohl ihn alle zu kennen scheinen und er ebenfalls auf Klassenfotos zu sehen ist. Aber warum? Wie kann so etwas möglich sein? Sie sucht den Kontakt zu Logan, und er zu ihr. Er weiht sie in sein Geheimnis ein und damit beginnen auch die Probleme. Lara ist in Gefahr, denn jemand aus den eignen Reihen trachtet nach ihrem Leben. Kann Logan dies abwenden? Und wen kann sie noch trauen? Ihr Leben wird komplett auf den Kopf gestellt.

Anfangs hatte ich mit leichten Hürden zu tun, um ins Buch hineinzufinden. Passiert mir ja öfter, halb so wild. Einige Seiten später fand ich mich schon mittendrin und las mit einer mordsmäßigen Euphorie weiter. Die Satzstellungen, die ausgefeilten Ideen, die gute Darstellungsweise und die Romanze, machten Cold Fire in meinen Augen zu einem besonders schönen Leseerlebnis. Ihr Stil wirkt schnell fesselnd, man findet nur schwer wieder hinaus, da es dem Leser unbeschreiblich bindet. Okay, an manchen Stellen klang es sehr twilightmäßig. Einige Stellen decken sich, wie die Szene im Wald, wo Bella fragt: »Was bist du?«, das brachte mich zum Schmunzeln, obwohl Twilight ja schon ein echter Oldie ist. Ich fand, eigentlich hat es sogar ziemlich Ähnlichkeit mit der Biss-Reihe. Der Ablauf zum Beispiel. Das Verlieben, die fehlende Angst vor der Andersartigkeit, die tobende Eifersucht, der übertriebene Beschützerinstinkt, die unmenschlichen Fähigkeiten, die Familie, die gar keine richtige Familie ist, die ständigen verwirrenden Gedanken … Aber es ist okay, ich mag es. Na ja, fast bin ich versucht zu behaupten, Cold Fire wäre die moderne Form davon, aber nur fast. Denn Gott sein Dank steckt hier ein enorm ausgeklügeltes System dahinter, was sich unübersehbar von allen abhebt, was ich kenne. Wie schon der Titel sagt: »Wächter der Illusionen«. Katrin Gindele muss sich sehr mit diesem Thema auseinandergesetzt haben, sonst wäre die präzise Darstellung dessen nicht möglich gewesen. Sie hat ein erstklassiges Debüt erschaffen, Respekt! Ich freue mich wie verrückt auf die Fortsetzung, bin schon längst süchtig nach »Logan und Lara«.

Story 5/5    Schreibstil 5/5

 

Reihenfolge der „Fire – Trilogie“

Band 1: Cold Fire – Wächter der Illusion
Band 2: Frozen Fire – Wächter der Illusion
Band 3: ???

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Rezension: Sphären der Macht

Die Licht-Saga 3
SPHÄREN DER MACHT

 

 

Autor: Brent Weeks
Verlag: Blanvalet
Genre: Fantasy
Erschienen: Aug. 2015
Seiten: 608
Ausgabe: Paperback

 

 

Inhalt: Als die Götter erwachen und die Satrapien zerfallen, bricht überall das Chaos aus. Die Chromeria versucht, den einzigen Mann aufzuspüren, der die Katastrophe noch aufhalten kann. Doch Gavin Guile hat seine Kräfte als Prisma verloren und kann keine Magie mehr wirken. Z wischen den Adelshäusern, religiösen Fraktionen, Rebellen und einem aufsteigenden Orden von Assassinen namens Das Gebrochene Auge tobt ein geheimer Krieg. Und Gavins Sohn Kip Guile muss sich ohne den Schutz seines Vaters allein auf die Schärfe seines Verstandes und seinen Einfallsreichtum verlassen, wenn er überleben will.

Bewertung

Gavin Guile bleibt weiterhin verschwunden. Während Kip (ein absoluter Wahnsinnscharakter) weiterhin nur nach Hause will, denken alle anderen, er sei mittlerweile ebenfalls verstorben. Grund genug für Andross um die Macht an sich zu reißen, wo ihm ja niemand mehr in die Quere kommen kann. Gavin kämpft weiterhin ums blanke Überleben, was ohne zu wandeln, sich als äußerst schwierig erweist. Und so zieht es sich ohne besondere Vorkommnisse eine Weile durchs Buch. Jeder kämpft für sich, mit unterschiedlichen Zielen.

Gut finde ich, dass nun langsam immer mehr zum Vorschein kommt. Hintergründe werden offenbart und unglaubliche Dinge kommen ans Tageslicht. Band 3 wird nahtlos da weiter geführt, wo Band 2 endete. Das Buch ist wie alle anderen fabelhaft. Die Charaktere machen tolle Veränderungen durch, es gibt sehr interessante Handlungen und man kann sich hin und wieder vorstellen, wo das alles endet. Bedauernswert ist, dass zu viele Passagen zu lang gezogen worden sind. Bei manchen Textstellen hätte ich mir mehr Erzählung gewünscht, weil es einfach unglaublich spannend war und einfach mehr darüber erfahren hätte. Nun ja, dafür wird sehr viel auf einzelne Charaktere eingegangen, was auch seinen Reiz hatte. Das, was Kip widerfahren war, seinen Part, fand ich am allerbesten. Er muss so viel durchmachen, so viel lernen, so viel Verschwörungen aufdecken … er ist eine tolle Figur. Team Kip eben! ;-)

Es ist nicht so ultimativ aufregend, spannend und dramatisch wie die vorhergehenden Teile, es fehlt irgendwie der Kick, den ich sonst beim Lesen der Bücher verspürte, die es für mich zu etwas Besonderes machten. Vielleicht liegt es daran, dass dieser Teil nur die Hälfte vom ganzen ist, da Teil 3 und 4 im Original ein Buch bilden. Klar, wenn man ein Buch auseinanderreißt, kommen getrennte Meinungen, obwohl sich im gesamten ganz anders verhält. Dennoch hat Brent Weeks weiterhin einen unglaublich fantastischen Erzählstil, der einem trotz »Kürze« trotzdem bannen kann! Ich mag, nein, ich liebe seine Bücher nun mal und werde sie auch weiterhin kaufen und lesen, auch wenn der Verlag uns gegenüber sehr unfair ist. Dafür kann der Autor nun mal nichts. »Prisma« ist einfach eine super Reihe und Brent Weeks ein begnadeter Autor!

Story 4/5     Schreibstil 5/5

 

Reihenfolge der „Licht-Saga“
» Schwarzes Prisma Band 1
» Die blendende Klinge Band 2
» Sphären der Macht Band 3
» Schattenblender Band 4

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Rezension: Voll erwischt

Voll erwischt

Ein romantischer Jugendroman mit mystischen Elementen

 

Autor: Ellen Sommer
Verlag: CreateSpace
Genre: Jugendroman
Erschienen: Okt. 2015
Seiten: 256
Ausgabe: Taschenbuch
Reihe: Voll erwischt
Band: 1 von 2 (bisher bekannt)

 

Inhalt: „Glaubst du, dass es tatsächlich jemanden gibt, der unser Schicksal bestimmt?“, fragte ich sie neugierig. „Manche können das – da bin ich mir ganz sicher!“ Die 17-jährige Lille zieht aus Bayern zu ihrer Großmutter nach Wuppertal. In der neuen Schule findet sie schnell Anschluss an eine lebenslustige Handballer-Clique. Bald schon funkt es gewaltig zwischen ihr und dem Mädchenschwarm Chris. Chris hatte in der Vergangenheit einen schweren Motorradunfall, über den er ungern redet. Lille, die Geheimnisse nicht ausstehen kann, fühlt sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Was Lille nicht einmal ahnt: Ihre Oma stammt von den Moiren ab und kann das Schicksal einzelner Familienmitglieder verändern. Ihre Oma, die sein Geheimnis kennt und ihre Enkelin vor einer Tragödie retten will, setzt alle Hebel in Bewegung, dass aus der Lovestory zwischen Chris und Lille nichts wird. Das nimmt Lille natürlich nicht so einfach hin.

Der Auftakt zu einem turbulenten Herbst. „Voll erwischt“ ist ein romantisch- witziger Liebesroman mit mystischen Elementen für Jugendliche ab 14 Jahren und junggebliebene Erwachsene.

Bewertung

Lille ist 17 und die Neue auf der Schule. Sie fühlt sich verschreckt, da sie von allen angestarrt wird, was ihr sehr unangenehm ist. Sie ist ein ganz normales Mädchen, mit normalen Problemen, eben typisch für dieses Alter. Sie lernt Sara und Chris kennen, der ihr sehr gut zu gefallen scheint. Auch er hat mit relativ normalen Alltagsproblemen zu kämpfen und wohnt dazu noch bei seiner alkoholabhängigen Tante, was sein Leben nicht gerade erleichtert. Dennoch schaffen sie es, sich irgendwie näherzukommen, worauf Lille besonders Stolz ist, da Chris ein Mädchenschwarm ist. Alles ist so schön, so rosarot und unbeschwert, wenn Lilles Oma nicht gegen diese Beziehung wäre. Aber was genau steckt dahinter? Und warum plagen Lille fast jede Nacht die gleichen Albträume?

»Voll erwischt« ist ein niedlicher Jugendroman. Im Vordergrund stehen der schulische Ablauf, Freunde und die ersten Erfahrungen. Lilles Erlebnisse erinnern sehr an die eigene unbeschwerte Jugend, mit all seinen Drehungen und Wendungen. Wie gern erinnert man sich selbst an die eigene Schulzeit zurück und schwebt plötzlich in schönen wie in unangenehmen Erinnerungen, für die man heute nur noch ein müdes Lächeln übrig hat. Aus dieser Sicht gesehen, danke ich Ellen sehr, dass ich es lesen durfte und sie mir »Voll erwischt« als Rezensionsexemplar überlassen hat. Die andere Sache ist, dass es zudem ein ziemlich fesselndes Geheimnis birgt, welches sich wie ein roter Faden durchs Buch zieht. Es scheint hin und wieder Mal durch, wird jedoch nicht aufgelöst. Was ich jedoch stark im Nachfolger erwarte. Der Stil ist dem eines Jugendlichen angeglichen, sowohl sprachlich, als auch inhaltlich. Ich finde Ellens Stil sehr passend, leicht, lustig und unkompliziert, zumindest für mich als Erwachsene. Dabei werden auch die weniger guten Seiten des Lebens beleuchtet, was ich ebenfalls sehr gut finde. Denn das Leben ist nun mal kein Zuckerschlecken, das sollte jeder wissen. Jugendliche werden sicherlich ebenfalls ihren Spaß darin finden und ich kann es ebenso als Einstiegsbuch empfehlen, wenn man seine Kinder zum Lesen animieren möchte. Ich werde es zumindest frühzeitig meinem Sohn in die Hand drücken. Und auf jeden Fall möchte ich wissen, wie es weiter geht! Danke Ellen!

PS: Bitte bedenkt, dass ich hier ein Jugendroman bewerte! Da gehe ich mit einer anderer Sichweise heran.

Story 4/5    Schreibstil 4/5

 

Reihenfolge:
Voll erwischt 1 – Voll erwischt
Voll erwischt 2 – Ich träum von dir …

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Rezension: Open Minds

Open Minds – Gefährliche Gedanken

Mindjack #1

 

Autor: Susan Kaye Quinn
Verlag: CreateSpace
Genre: Dystopie
Erschienen: Mrz. 2014
Seitenzahl Print: 324
Ausgabe: Taschenbuch
Reihe: Mindjack Trilogy
Band: 1 von 3

 

 

Inhalt: Wenn jeder Gedanken liest, kann ein Geheimnis eine gefährliche Sache sein. Die sechzehnjährige Kira Moore ist eine Null, jemand der weder Gedanken lesen, noch von anderen gelesen werden kann. Nullen sind Außenseiter denen man nicht vertrauen kann, weswegen sie auch keine Chancen bei Raf hat, einem normalen Gedankenleser und ihr bester Freund, in den sie heimlich verliebt ist. Als sie aus Versehen die Kontrolle über Rafs Verstand übernimmt und ihn dadurch beinahe umbringt, versucht Kira ihre unheimliche, neue Fähigkeit vor ihrer Familie und dem zunehmend misstrauischer werdenden Raf zu verbergen. Aber sie verstrickt sich in ihren Lügen und wird immer tiefer in eine geheime Unterwelt voller Gedankenkontrollierer gezogen. Den Verstand all derer zu kontrollieren, die ihr am Herzen liegen, ist dabei nur eine von vielen gefährlichen Entscheidungen, die noch vor ihr liegen.

Bewertung

„Open Minds“ hielt mich noch lange nach Beendigung beschäftigt. Die Story spukt noch tagelang im Kopf herum und irgendwie kann man das alles nicht so richtig fassen. Versteht mich nicht falsch, klar, ist eine Dystopie, Fantasy. Aber die Story ist so gewaltig, auf so vielen zigfachen Ebenen, dass man da einfach nicht mehr so leicht von loskommt. Die Idee, mit dem Gedankenlesen und dem gedanklich beeinflussen, ist nicht mal so weit hergeholt. Jeder kennt die Situation; man denkt an jemanden und im selben Augenblick klingelt das Telefon. Daher liegt es Nahe, dass man sich eben seine Gedanken dazu macht, ob nicht doch mehr hinter so einem »Zufall« steckt.

In der Zukunft kommunizieren die Menschen nur noch per Gedankenübertragung. Im Heranwachsenden Alter entwickelt sich die Fähigkeit, Gedanken zu lesen und selbst von anderen gelesen zu werden. Aber bei Kira ist das nicht der Fall. Sie hat zusehends Probleme, sich damit zurechtzufinden und auseinanderzusetzen. Sie ist von Anfang an eine Kämpfernatur und nimmt nicht alles hin, was ihr präsentiert wird. Sie verändert sich, ihre Gabe ist anders, als die der anderen. Sie kann deren Gedanken manipulieren! Und so gerät sie in ein Netz aus Lügen und Intrigen, für Kira bricht damit eine Welt zusammen. Sie wendet sich ihrem bisherigen Leben ab, um hinter das Geheimnis zu kommen. Und, weil sie eine Abnorme ist. Aber wen kann sie trauen? Wer ist Feind, wer ist in dieser Welt noch Freund? Die Hetzjagd beginnt!

Eine absolut gelungene Umsetzung einer ungewöhnlichen Idee! Kira ist ein klasse Charakter. Sie wurde wunderbar kräftig dargestellt, hat Tiefe und wurde enorm gut herausgearbeitet. Sie ist bei allem, was sie tut sehr authentisch und man schließt sie schnell ins Herz. Ihre Gedanken sind nachvollziehbar, trotz der schweren Materie. Ebenso fein detailliert sind auch die anderen Figuren. Die Welt um sie herum wirkt lebendig, ich fühlte mich hautnah dabei. Supergut rübergebracht, gut formuliert und keine Stolperstellen eingebaut. Es ist spannend, flüssig, verständlich. Und so tiefgründig, dass sich einem die Zehnägel nach außen biegen. Ich musste stellenweise die Luft anhalten, da einfach alles zu unglaublich klang und erst mal verdaut werden musste. Es wurden brillante Wendungen eingearbeitet, die niemand erwarten würde. Mir haben einige Textstellen sogar einen Schauer über den Rücken gejagt. Ein echt unglaubliches Buch! Ich war extrem im Buch gefangen und fieberte dem Abschluss entgegen, damit endlich alles ein Ende hatte. Meine armen Nerven, ich war nur auf Adrenalin … Tolles Buch, tolle Autorin, Wahnsinns Story! ❤

Story 5/5   Schreibstil 5/5

 

Reihenfolge Mindjack:

Mindjack #1: Open Minds – Gefährliche Gedanken
Mindjack #2: Closed Hearts – Gefährliche Hoffnung
Mindjack #3: Free Souls – Gefährliche Träume

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Rezension: EchtzeiT

EchtzeiT – Wer die Wahrheit quält

 


    Autor: Sam FeuerbachThariot
    Verlag: CreateSpace
    Genre: Thriller
    Erschienen: Feb. 2016
    Seiten: 468
    Ausgabe: Taschenbuch
    Reihe: EchtzeiT
    Band: 2 von 3 (bisher bekannt)

 

Inhalt: Düsseldorf im August. Ein Giftanschlag auf unser Trinkwasser. Menschen sterben und die Behörden setzen alle Hebel in Bewegung, dort zu suchen, wo nichts zu finden ist. Noch 152 Stunden. Der Hacker weiß nicht, wie ihm geschieht. Sein Vormund will ihn entmündigen lassen, seine Großmutter liegt vergiftet im Krankenhaus und seinen neuen Job hat er nicht zufällig bekommen. Noch 137 Stunden. Die Putzfrau flieht vor ihrer Vergangenheit, jedoch nicht schnell genug. Die Ereignisse zwingen sie zum dümmsten Fehler, den man in ihrer Branche begehen kann. Sie muss vertrauen. Noch 98 Stunden. Der Kommissar wird in die EU-Umweltbehörde weggelobt. Der langweiligste Job der Welt. Sein erster Fall beginnt mit Kröten und Pferden; er nimmt eine Wasserprobe in einer Talsperre. Noch 79 Stunden.

Bewertung

Maximal genial, was nicht anders zu erwarten war. Ein weiteres Mal hat das exorbitante Duo Sam Feuerbach und Thariot mit EchtzeiT 2 ein (Agenten-) Thriller der Spitzenklasse abgeliefert. Maximaler Erfolg, würde ich sagen. Wieder mit Timmm (immer noch kein Tippfehler), Hagen und Claire in der Hauptrolle. Wer EchtzeiT 1 kennt, fühlt sich gleich wie zu Hause. Neueinsteiger werden kaum merken, dass es da ein vorangegangen Teil gibt. Mit minimal Aufwand wird das komplette Geschehen auf neutralen Boden dargestellt, natürlich mit maximaler Reichweite. Wer jetzt denkt, dass ich mich heute regelrecht ganz schön oft wiederhole, der kennt Sams und Thariot‘s Wortspiele noch nicht. Und ich liebe es einfach! Ich könnt mich stundenlang darüber amüsieren, oder manchmal eben auch bestimmte Passagen mehrmals lesen. Diese Wortakrobatik ist einfach sagenhaft!

Worum geht‘s? Immer mehr Menschen werden mit schweren Vergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert. Darunter auch Timmms Oma und die zwei Söhne von Claire. Hagen wurde derweil versetzt und darf sich dem Krötenbestand der nahen Region zuwenden. Er merkt schnell, dass etwas nicht stimmt. Nach einigen Proben und interessanten Gesprächen wird klar, dass das Trinkwasser verseucht wurde. Timm, ein 17 jähriger junger Mann, einfach göttlich genial auf seinem Fachgebiet, wird plötzlich vom BND angeworben. Er soll Undercover beim WND arbeiten und mit seinen speziellen Kenntnissen verhindern, dass ein bestimmtes Video im Internet hochgeladen wird. Dazu erschafft er einfach mal so ein neues Supertool, was unglaublich tief in das Netz des WWWs eindringt. Was ist der Junge schlau! Er hat mich mächtig beeindruckt. Und seine neue Kollegin wohl auch … . Unmögliche Zufälle bringen das Trio wieder zusammen. Ob es ihnen auch diesmal wieder gelingt, die Welt vor Schlimmeren zu bewahren?

Trotz Ernsthaftigkeit der Lage, in der sie alle stecken, wird mit Witz und Humor nicht gegeizt. Es ist ebenso flott und sagenhaft genial, wie der erste Teil. Die Geschichte ist temporeich, waghalsig und spannend bis zum Limit! Wer denkt, zwischendurch mal eine Pipipause einlegen zu können, ist hier auf dem falschen Dampfer! Echtzeit kann man nur in einem Rutsch hintereinander weg lesen, wie unter Zwang, es geht einfach nicht anders! Die Seiten verfliegen viel zu schnell, und bevor man sich versieht, ist man auch schon am Ende angelangt. Absolut brillant in Worte gefasst, maximale Hochspannung, perfekt in Satz und Wort. Hier taucht man wirklich in andere Sphären ein. Ein Thriller der Spitzenklasse! EchtzeiT würde ich nur zu gern als Film sehen, das wär der Hammer! Euer nächstes großes Projekt, Sam und Thariot ;-) ♥ 

Story 5/5   Schreibstil 5/5

 

Reihenfolge „EchtzeiT“
Band 1: EchtzeiT – Leid kennt keinen Sonntag
Band 2: EchtzeiT – Wer die Wahrheit quält
Band 3: EchtzeiT – Gier frisst jede Tugend

Herzlichen Dank an Sam und Thariot für das Rezensionsexemplar.

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