Rezension: Glacies

Glacies

Gefangen im Eispalast

 

glacies

Autor: Sarah Stankewitz
Verlag: Books on Demand
Genre: Fantasy
Erschienen: Feb. 2016
Seiten: 416
Ausgabe: Gebunden

 

 

 

Inhalt: *Ein Roman zum Träumen, Lieben, Weinen und Lachen*. Ein Mädchen. Ein Thron. Zwei Prinzen. Eine alte Fehde zwischen den Königreichen Glacies und Perion sorgte dafür, dass die Götter in den bitteren Krieg eingreifen mussten. Seither ist in Glacies der ewige Winter eingekehrt, während Perion vom Feuer verschluckt wird. Als die Königin von Glacies sterbenskrank wird, muss eine neue Regierung an die Macht: Zur Wahl stehen die beiden Zwillingssöhne Alexander und Damian. Doch fehlt ihnen noch die Königin an ihrer Seite. Stella soll sich an einen der Prinzen binden und ihr Königreich retten. Aber was passiert, wenn sie sich ausgerechnet in den Prinzen verliebt, der den Thron zutiefst verabscheut?

Bewertung

Den Anfang macht ein sehr trauriger Abschied. Stella, 17 Jahre jung, wird von ihrer kranken Mutter, die sie mehr als nur braucht, einfach weggerissen und in eine Kutsche verfrachtet. Stella lebt in Glacies, einem Reich, welches vollkommen aus Eis und Schnee besteht. Per Zufallsprinzip wurde sie auserwählt, die potenzielle zukünftige Königin zu werden und lebt von nun an im Palast, umgeben von zwei hinreißenden Brüdern, Alexander und Damian. Beide kämpfen verzweifelt um ihre Gunst, denn schnell muss eine neue Königin her. Stella muss sich ab sofort dem schönen Leben im Palast und deren Bewohner stellen, wovon sie bisher ihr Leben lang Abstand genommen hatte, da es sie schlichtweg nicht interessierte. Aber auch den unschönen Dingen muss sie gegenübertreten, was eine extreme Gefühlswelle in ihr auslöst und fast zu überrollen droht. Und dann gibt es da noch das Feuerland, mit denen sie im Krieg liegen. Wird sie es schaffen, sich all dem zu stellen? Und wer gewinnt ihr Herz, Alex und Damian, da sie von beiden Prinzen umgarnt und verführt wird. Wie soll sie sich da nur Entscheiden? 

Der Schreibstil ist wundervoll und erinnert mich sehr an dem von Jennifer Wolf, die es schafft, Gefühle mit einer solchen unglaublichen Intensität darzustellen, dass einem das Herz zusammenkrampft und Tränen sich ihren Weg den Wangen hinab bahnen. Ich habe gelacht und geweint, war wütend und sauer, ein Sturm der Gefühle wütete in mir. Wie soll ich nur mit Worten beschreiben, was mir durch und durch ging? Wie die richtigen Wörter dazu finden, um es verständlich zu Papier zu bringen? All das und noch viel mehr hat »Sarah Stankewitz« mit Glacies geschafft. Sie hat eine zauberhafte Welt erschaffen, wo die eine aus Eis besteht und wo es ständig kalt ist und die andere aus Feuer, wo man fast vor Hitze umkommt. Dementsprechend unterschiedlich sind auch deren Bewohner, die sich mit der Zeit an das jeweilige Element angepasst haben. Diese Unebenheiten hat sie perfekt gelöst und gut hervorgehoben. Ihre Charaktere sind herzzerreißend. So wahnsinnig gefühlvoll, realistisch und charmant, ich würde sie am liebsten alle in meine Arme reißen! Stella ins Besondere. Sie trägt ihr Herz am rechten Fleck, ist jedem Gegenüber gut gesinnt, und was ich so richtig gut fand, sie ist keine Zicke oder übermäßig eingebildet, wie viele Charaktere in anderen Geschichten. Stella ist völlig normal, was sie total liebreizend macht. Sie ist so ausgeglichen und voller Tatendrang, dass es ansteckend ist.

Es war mir eine große Freude Glacies zu lesen. Es hat mir richtig viel Spaß gemacht, nur so über die Seiten zu gleiten und dabei in eine wunderbar faszinierende Welt abzutauchen. Sarah Stankewitz hat mich total mit ihrem Buch überrumpelt, darauf war ich überhaupt nicht vorbereitet. Die Story beinhaltet nämlich so einige Überraschung und manchmal verschlug es mir den Atem. Im Allgemeinen ist sie äußerst gut gelungen, ich werde sie noch lange in Erinnerung behalten. Ich danke Sarah für dieses absolut gelungene Fantasy-Debüt vom ganzen Herzen. ♥

Story 5/5   Schreibstil 5/5

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Rezension: Das Geheimnis von Caeldum

Das Geheimnis von Caeldum:

Offenbarung

 

offenbarungAutor: Heike Oldenburg
Verlag: Books on Demand
Genre: Fantasy
Erschienen: Aug. 2016
Seiten: 208
Ausgabe: Taschenbuch

 

 

Inhalt: Die schwebende Himmelsstadt Caeldum sinkt unaufhaltsam und wird alle Lebenden in den Tod reißen, wenn kein Wunder geschieht. Während Rheon verzweifelt versucht, Arina zu retten, kämpfen die Bewohner der Stadt um das nackte Überleben. Kols Armee fällt unerbittlich über die Bewohner her und auch Garret, Jura und Alex suchen fieberhaft nach einem Ausweg. Währenddessen muss auch Calzifer einsehen, dass die Lage langsam brenzlig wird, denn der Riss in den Machtlinien ist viel gefährlicher als ihnen allen klar ist … Wird Caeldum endgültig fallen?

Bewertung

Dies ist nun der letzte Teil über der schwebenden Himmelsstadt Caeldum. Sie hatte mein Herz im Sturm erobert und es stimmt mich traurig, dass sie nun ihr Ende fand. So einzigartig und gewaltig, wie von ihr berichtet wurde, so fest und klar wird sie mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Heike Oldenburg ist zurecht eine wahre Künstlerin ihres Faches. Sie schreibt mit Herz und Seele, das kann man einfach bei ihren Büchern spüren. Sie hat nicht etwa das Rad neu erfunden, nein, das hat sie nicht … aber sie weiß sehr wohl, wie man geschickt und clever mit Worten umgeht und so den Leser an sich bindet. Es gibt wahrhaftig selten Autoren, die mich wirklich schwer beeindrucken. Dazu gehört eben nicht nur eine erlebnisreiche starke und gefühlvolle Welt voller hübscher und einzigartiger Charaktere, nein, dazugehört eben noch vieles vieles mehr. Heike hat all dies sehr schlau, muss man sagen, in ihren Büchern verpackt. Sie hat die richtige Reihenfolge eingehalten, offenbart an den richtigen Stellen und treibt die Spannung bis ins Unendliche, nur um einige Punkte zu nennen. Für mich stimmt hier einfach alles! Ein Buch muss mich einfach packen und aus ist. Ich muss alles um mich herum vergessen können und mich vollständig in der Geschichte befinden, erst dann bemesse ich einem Werk solch eine Ehre bei. »Caeldum« tat dies von Anfang an. Es ist einfach wundervoll und nahezu schmerzlich beeindruckend, dass mir fast die Tränen kommen. Ihre Figuren sind allesamt enorm charismatisch, weichen sehr voneinander ab und wurden schmerzhaft gut detailliert dargestellt. Die Heftigkeit an Gefühle, die über mich hinweg schwappte, machte die gesamte Reihe einfach zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Zur Geschichte. Caeldum sinkt und sinkt. Irgendwie hat man das Gefühl beim Lesen, dass sie doch noch irgendwie aufgehalten und an ihren ursprünglichen Platz zurückgebracht werden kann. Was nun tatsächlich mit ihr passiert, werden die Leser erfahren. Und was ist mit Arina und Rheon? In »Verhängnis« stürzt Arina am Ende tot von der Himmelsstadt. Das Band zwischen ihr und Rheon ist gerissen und trotzdem springt er ihr hinterher, um sie zu retten. Calizifer und Callus treiben weiter ihre Spielchen und am Ende kann nur einer als Sieger hervorgehen. Es gab wieder so viele überraschende Momente, die nicht vorhersehbar waren, die mich eins ums andere in den Wahnsinn trieben. Schade, dass diese Reihe nicht weiter geht. Obendrein es ist ein Jammer, dass dieser Teil noch weniger Seiten hatte als der Vorhergehende. Er war viel zu schnell zu Ende, trotz alldem ein fantastischer und großartiger Abschluss einer tollen Reise. Ich könnte zwar für den Rest meines Lebens nur noch »Caeldum« lesen, aber na ja, es gibt schon hin und wieder einige Werke, die mich ebenso Beindrucken, man muss sie nur finden …. Als Film wäre »Caeldum« sicherlich der absoluter Renner!

Story 5/5   Schreibstil 5/5

Reihenfolge:
Band 1 – Das Geheimnis von Caeldum: Seelenpakt
Band 2 – Das Geheimnis von Caeldum: Verhängnis
Band 3 – Das Geheimnis von Caeldum: Offenbarung

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Rezension: Niamhs Erbe

Niamhs Erbe: Avalon

Band 2

 

Autor: Natalie Salkin · Verlag: CreateSpace
Genre: Fantasy Romance · Erschienen: Apr. 2015
Seiten: … · Ausgabe: eBook

 

 

Inhalt: (Teil 1 und 2 gibt es jetzt als komplettes Buch) Die siebzehnjährige Lucy hat ihr Leben bereits verplant. Sie möchte sich den smarten Ryan angeln und später Kunst studieren. Doch dann taucht der mysteriöse Jaro auf. Er will sie mitnehmen. In ein geheimnisvolles Land, in dem Magie zum Leben gehört, wie die Luft zum Atmen. Denn Lucy ist die verschollene Verlobte des Herrschers von Avalon. Doch Lucy will ihr Leben nicht aufgeben. Jaro ist hin und hergerissen. Zwischen seinen Gefühlen für Lucy und der Pflicht. Schließlich entführt er das junge Mädchen und bringt dadurch unwissentlich ihr Leben in Gefahr. Welch bittersüßer Schmerz verwirrte einst mein Herz. Doch dann brach es entzwei, die Liebe ward aus und vorbei. Denn es war nicht Liebe, die dich in meine Arme trieb. Einzig meine Macht wolltest du stehlen wie ein Dieb. So spüre meinen Hass und meine Wut, verbrenne in der siedend heißen Glut. Das tiefe Wasser, dein Verderben sei, aus dem du niemals mehr wirst kommen frei.

Bewertung

Die Fortsetzung von Niahms Erbe hat mich letzten Endes nun doch vollständig mitgerissen. Teil 1 liegt etwas mehr als 1 Jahr zurück und meine Begeisterung dafür hielt sich in Grenzen. Nun aber kann ich sagen, dass mich »Avalon« völlig überrascht hat und viel viel ansprechender als der erste Teil ist. Die Idee der Geschichte wurde fabelhaft weiter gesponnen, und die Krönung ist ja, dass der Stil der Autorin sich deutlich gesteigert hat! Die Ecken und Kanten, die ich beim ersten Band so störend fand, sind verschwunden. Es passieren einfach mal viel mehr Dinge, es gibt mehr Handlungen, was die Spannung unglaublich nach oben schraubt. „Avalon“ hat mich am Ende einfach mit einer tollen Geschichte beglückt, die immer noch durch meinen Kopf schwebt und einfach mit einem guten Gefühl zurücklässt.

Luce lebt nun auf der geheimnisvollen Insel Avalon in einem Schloss. Sie wird jedoch mehr wie eine Gefangene behandelt, statt wie Prinzessin. Tausend neue Gedanken und Eindrücke stürmen fast täglich auf sie ein, woran sie uns sehr intensiv teilhaben lässt. Sie deckt mehr und mehr Geheimnisse auf, lernt ihren Prinzen Rodo immer mehr kennen und merkt eigentlich schnell, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmen kann. Aber nur was? Luce ist meistens sehr humorvoll. Sie ist witzig, hat irrationale lustige Ideen und ist auch sonst nicht auf den Kopf gefallen. Sie erkennt ebenfalls den ernst der Lage, dennoch schlüpft ihr hin und wieder ein Satz Sarkasmus aus dem Mund, was sie absolut und vollkommen liebenswert macht. Sie stolpert dort durch die riesige Burg, widerspricht jedem und allem, sie ist voller Energie und Tatendrang, und am Ende muss sie sich doch ihrem Schicksal stellen … Stück für Stück wird uns das Ausmaß der prekären Situation offenbart, in fein ordentlichen Häppchen. Auch Jaro hat mittlerweile Quartier auf Avalon bezogen. Sein Freund Rodo kommt ihn Tag für Tag merkwürdiger vor, was ihm im Endeffekt an seinem Auftrag zweifeln lässt. Jaro ist schon ein feiner Junge, ich mag ihn.

Mit diesem Teil hat Natalie Salkin uns bewiesen, dass sie das Zeug zu einer fantastischen Autorin hat. Dieses Buch hat mich von Anfang bis zum Ende in den Bann gezogen und hat mir keine freie Minute mehr gegönnt, ich war in meinem Kopf nur noch mit Avalon beschäftigt! Der Ausgang der Geschichte war echt mega dramatisch, werde euch aber davon nicht berichten, müsst schon selbst lesen ;-) Es macht mich traurig, dass ich nun nichts mehr über Luce und Jaro lesen kann, da diese Reihe beendet ist. Ein Abschied, der schmerzt.

Story 4/5     Schreibstil 5/5

 

Ursprüngliche Reihenfolge:

Niamhs Erbe Teil 1: Schattenkuss
Niamhs Erbe Teil 2: Avalon

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Rezension: Plötzlich Banshee

 

Plötzlich Banshee

 

Plötzlich Banshee

Autor: Nina MacKay
Verlag: Piper ebooks
Genre: Liebesroman
Erschienen: Aug. 2016
Seiten: 400
Ausgabe: eBook

 

 

Inhalt: Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?

Bewertung

Wow, Ninas Schreibstil ist mal wieder von Anfang an der absolute Hammer! Er ist außergewöhnlich flott, rasant, phänomenal in Satz und Glied … ich bin völlig geflasht! Bereits mit »Queen on Heels« hat sie mein Leseherz im Sturm erobert. Klar, dass ich da auch ihr nächstes Buch lesen musste. Schon allein der Klappentext gab mir zu verstehen, hier ein weiteres brillantes Meisterwerk von ihr vorzuliegen zu haben. Dieses kaum aufgeschlagen, springt einem schon der erste Knaller ins Gesicht. Alana, bezaubernde 20 Jahre jung, hat die bemerkenswerte Fähigkeit, die verbleibende Lebensdauer anderer Menschen auf die Sekunde genau in eine Art digitaler Anzeige über deren Köpfen zu sehen. Und damit ist sie allein. Sie hat den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als Menschen vor dem Tod zu retten. Bevor es so weit ist, erhält sie eine körperliche Warnung und dann prescht sie los. In ihrer grenzenlos charmanten, liebenswürdigen, tollpatschigen Persönlichkeit rettet sie mehreren Menschen das Leben. Dann rutscht sie irgendwie in eine Mordermittlung und steckt plötzlich mittendrin. Der heiße und umwerfende Detective Dylan Shane, der in diesen Mordfällen ermittelt, lernt Alana näher kennen und möchte sie so schnell auch nicht wieder hergeben. Aber was sagt ihr Mitbewohner und Seelenverwandter Clay dazu? Ein verrückter Strudel aus Liebe, Freundschaft und Hoffnung, führt uns durchs Buch. Die absolut überzeugenden Charaktere sind tiefgründig, authentisch und wahnsinnig symphytisch. Alana mag ich sehr, sie kann man nur ins Herz schließen. Sie ist verdammt tollpatschig, geht aber so humorvoll damit um, dass einen die Tränen in die Augen schießen – natürlich vor Lachen. Der kriminalistische Hintergrund hält die Spannung weit oben und ist sehr gelungen. Ein bisschen Fantasy steckt ebenfalls mit drin, auch das wurde gut miteinander verflochten. Bis zum Ende habe ich mitgefiebert, konnte es kaum aus der Hand legen und musste oft scharf die Luft einziehen. Also Nina, du kommst ja auf Ideen … ;-) Eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe. ♥ 

Story 5/5   Schreibstil 5/5

Nina, ganz herzlichen Dank für Dein Rezensionsexemplar.

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Rezension: Sieben Schlüssel

Sieben Schlüssel – Das Erbe der Rebellen

 

 

 

Inhalt: Die Götter haben ihnen das Licht geschenkt – doch sie gaben ihnen auch die Schatten. Der machthungrige Lord Salazar hat seine Kreaturen ausgeschickt, um das Reich des Lichts zu zerstören, doch die Rebellen des Erior, die einst die Dunkelheit besiegten, sind längst in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Der ehemalige Kopfgeldjäger Ivar vereint die wenigen verbliebenen Rebellen, um sich Salazars dunklen Mächten zu stellen und seine Heimat vor einem grausamen Schicksal zu bewahren. Ein klassisches Fantasyabenteuer, das vor Spannung sprüht und mit abwechslungsreichen Charakteren aufwartet – blutig, bildgewaltig und unvorhersehbar!

Bewertung

Mit »Sieben Schlüssel« konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Zum einen lag es an der Geschichte selbst. Es gab zu viel Krieg, zu viele Morde, zu viel Grausamkeiten, die mir allesamt zu sehr auf mein Gemüt schlugen. Ich würde das Buch im groben als düster bezeichnen, obwohl es natürlich auch einige erfreuliche Szenen beinhaltet. Zum anderen lag es an den vielen Charakteren, die mal wichtige Rollen, mal unwichtigere Rollen besetzten, da kommt man leicht durcheinander. Zudem fand ich es hin und wieder etwas wirr, mir fehlte an manchen Stellen einfach der Zusammenhang. Obwohl die Story eigentlich interessant auf mich wirkte, schaffte sie es dennoch nicht, mich zu bannen. Die Figuren wurden sehr detailliert besprochen, sowie auch die Kriege und die fremden Wesensarten. Also das muss ich der Autorin lassen, da hat sie wirklich Geschick gezeigt. Sie sind vielseitig, imposant und natürlich, soweit wie es in einem Fantasybuch möglich ist. Ich will damit sagen, dass ihre Charaktere nicht überirdisch sind, wie in vielen anderen Romanen. Sie sind einfach ganz normal, nichts Großartiges. Und das wiederum verdient meine Anerkennung. Generell sticht es sehr aus der breiten Masse hervor. Wir begegnen keine bekannten Wesen, haben mehrere Protagonisten und einen spannenden Hintergrund. Hauptsächlich geht es um Ivar, der die Erben der Rebellen vereint, nachdem das Kind Henry entführt wird, was er beschützen wollte. Anschließend machen sie sich gemeinsam auf eine beschwerliche Reise, die unendliche Gefahren birgt und sie ständig in blutigen Schlachten verwickelt. Dazu noch ein bisschen Magie, Intrigen und Verwirrungen, und die Geschichte ist komplett. Für mich ein wenig zu nüchtern und zu blutig. Was ihr Stil jedoch wieder etwas wettmacht, ist, dass sie schöne Formulierungen benutzt, bleibt sachlich und realistisch. Sätze wurden gut aufgebaut, sprachlich gesehen ist es Top. Sie hat durchaus Spannung aufgebaut und auch eine Weile gehalten, nur bin ich leider hin und wieder rausgeflogen. Also mich konnte »Sieben Schlüssel« nicht wirklich mitreißen. Und doch hat sie es irgendwie geschafft, mich mit ihrem Debüt zu überzeugen. Potenzial ist genug vorhanden, sollte noch ausbaufähig sein. Es ist der Auftakt einer vielversprechenden Reihe, und meistens werden die Nachfolger besser. ;-)

Story 3/5   Schreibstil 4/5

Vielen Dank Rayon Lasair für das Rezensionsexemplar.

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Rezension: Das Geheimnis von Caeldum

Das Geheimnis von Caeldum:

Verhängnis

 

Autor: Heike Oldenburg
Verlag: Books on Demand
Genre: Fantasy
Erschienen: Nov. 2015
Seiten: 284
Ausgabe: Taschenbuch

 

 

Inhalt: Die Ereignisse in Caeldum überschlagen sich. Hilflos muss Arina mit ansehen, wie Rheon in Ketten gelegt wird. Doch auch ihr Schicksal ist ungewiss, denn Alex Intrige hat sie in eine gefährliche Situation gebracht, aus der es kein Entkommen zu geben scheint. Dabei ist dies bei weitem nicht ihr einziges Problem, denn ganz Caeldum schwebt in höchster Gefahr. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, bei dem sich zeigen wird, wie stark das Seelenband zwischen der Hexe und ihrer Quelle wirklich ist.

Bewertung

Was war ich glücklich und mein Herz erleichtert, dass ich direkt im Anschluss und ohne Unterbrechung mit Teil 2 fortsetzen konnte. Nachdem mich bereits der erste Teil völlig aus den Schuhen gerissen hat, blieb mir nichts anderes übrig, als den nächsten Teil zu kaufen und anschließend zu verschlingen. Es ist bewundernswert, dass »Verhängnis« in gleichbleibender Intensität und Spannung weiter geführt wurde, wie »Seelenpakt«, als gäbe es keinen Zeitraum dazwischen, einfach fließend weiter. Ihre Worte, und ihre Art zu schreiben verzauberte mich aufs Neue und war blitzschnell in ihre Welt abgetaucht. Es macht einfach riesen Spaß, ihre Worte zu lesen, ihre Gedanken zu folgen und mich einfach treiben zu lassen. Leider war die Geschichte viel zu schnell vorbei, was daran lag, dass sie mit 284 Seiten einfach mindestens 300 zu wenig hatte. Ich denke, ich bekomme einfach nicht genug von der schwebenden Himmelsstadt Caeldum. ❤

Wir befinden uns zum Anfang gleich mittendrin, an der Stelle wo Teil 1 sein Ende fand. Ein Cliffhanger, wenn man’s so sagen will. Arina und Rheon wurden gefangen genommen, während der Großmeister weiterhin seine Pläne schmiedete. Nur leider war sein größter Fehler, Arinas Macht zu unterschätzen. Sie wächst über sich hinaus und ist zu unglaublichen Taten fähig. Unterstützung findet sie in ihrem Dämon Rheon, der nun viel aufgeschlossener und vertrauter ist als je zuvor. Er steht hundertprozentig zu ihr, selbst als die böse Dämonen-Prinzessin ihn zurückruft, verlässt er Arina nicht. Sie dringt in Dimensionen vor, wo sie hätte nicht sein dürfen. Das ruft die Konkurrenz auf den Plan und die lassen nichts unversucht, um sie zu töten. Und auch der gefangene Hexenmeister in ihrem Kessel spielt hier eine größere Rolle. Lasst euch überraschen.

Ich liebe es einfach, wie sie schreibt. Auch hier gibt es einige überraschende Momente, womit niemand gerechnet hätte. Das finde ich immer gut, da es anders und hier im Speziellen einfach magisch ist. Die Einzigartigkeit ihrer Fähigkeit, Dinge zu Papier zu bringen, bleibt wie auch schon im ersten Band weiter bestehen. Sie besticht mit tollkühnen Szenen und einer herausragenden Wortgewandtheit, die einfach hinreißend ist. Ich liebe Arina und Rheon, sie sind so ein schönes Paar … auch wenn es nur dem Zweck dient, oberflächlich gesehen. Doch jedem aufmerksamen Leser wird klar, dass es da mehr gibt zwischen ihnen. Also ich bin vollkommen und vollständig, mit allen Sinnen Caeldum verfallen.

Story 5/5   Schreibstil 5/5

Reihenfolge:
Band 1 – Das Geheimnis von Caeldum: Seelenpakt
Band 2 – Das Geheimnis von Caeldum: Verhängnis
Band 3 – Das Geheimnis von Caeldum: Offenbarung

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Rezension: Cold Fire

Cold Fire

Wächter der Illusion

 

Ein Roman, welches die Sinne vibrieren lässt. Fantastische visuelle Täuschungen vernebeln unsere Gedanken.

 

Autor: Katrin Gindele · Verlag: Der Kleine Buch Verlag
Genre: Fantasy · Erschienen: Mrz. 2015
Seiten: 328 · Ausgabe: Taschenbuch
Reihe: Cold Fire · Band: 1 von 3

 

Inhalt: Lara Anderson, 18 Jahre alt, lebt in einer amerikanischen Kleinstadt. Sie begegnet Logan, dem Anführer der Secutor. Secutor sind nichtmenschliche Wesen, die Erinnerungen beeinflussen können. Logan beginnt sich für Lara zu interessieren, als er bemerkt, dass sie seinen Manipulationen widersteht. Ein Secutor kann sich normalerweise nicht verlieben, dennoch erobert Lara Logans Herz im Sturm. Als ein Feind Logans von Lara und ihrer Liebe erfährt, will er Lara benutzen, um Logan endgültig zu besiegen. Um seine Geliebte zu beschützen, setzt Logan alles aufs Spiel.

Bewertung

Ich hatte großes Glück, die Autorin von »Cold Fire« persönlich auf der Leipziger Buchmesse kennenzulernen. Sie hat uns (wir waren mehrere Blogger) tiefe Einblicke in ihr Buch gegeben, hat uns mit Freude etwas über die Charaktere und Zusammenhänge verraten, hat sich tapfer all unseren manchmal etwas komischen Fragen gestellt und war am Ende froh, es hinter sich gebracht zu haben. Aber nur, da sie mega aufgeregt war, wie sie mir im Nachhinein noch mitteilte. Aber sie hat das ganz souverän gemacht, uns war das überhaupt nicht aufgefallen. Katrin, du warst toll!!! ❤ Ich fand das Meeting, welches vom Verlag angesetzt worden war, superschön und habe mir gleich anschließend ihr Buch gekauft.

Nun kurz zum Inhalt. Lara, ein junges Mädchen, lässt sich nicht von den Tricks eines gewissen Logan beirren. Sie scheint die Einzige, die absolut keine Erinnerung an ihn hat, obwohl ihn alle zu kennen scheinen und er ebenfalls auf Klassenfotos zu sehen ist. Aber warum? Wie kann so etwas möglich sein? Sie sucht den Kontakt zu Logan, und er zu ihr. Er weiht sie in sein Geheimnis ein und damit beginnen auch die Probleme. Lara ist in Gefahr, denn jemand aus den eignen Reihen trachtet nach ihrem Leben. Kann Logan dies abwenden? Und wen kann sie noch trauen? Ihr Leben wird komplett auf den Kopf gestellt.

Anfangs hatte ich mit leichten Hürden zu tun, um ins Buch hineinzufinden. Passiert mir ja öfter, halb so wild. Einige Seiten später fand ich mich schon mittendrin und las mit einer mordsmäßigen Euphorie weiter. Die Satzstellungen, die ausgefeilten Ideen, die gute Darstellungsweise und die Romanze, machten Cold Fire in meinen Augen zu einem besonders schönen Leseerlebnis. Ihr Stil wirkt schnell fesselnd, man findet nur schwer wieder hinaus, da es dem Leser unbeschreiblich bindet. Okay, an manchen Stellen klang es sehr twilightmäßig. Einige Stellen decken sich, wie die Szene im Wald, wo Bella fragt: »Was bist du?«, das brachte mich zum Schmunzeln, obwohl Twilight ja schon ein echter Oldie ist. Ich fand, eigentlich hat es sogar ziemlich Ähnlichkeit mit der Biss-Reihe. Der Ablauf zum Beispiel. Das Verlieben, die fehlende Angst vor der Andersartigkeit, die tobende Eifersucht, der übertriebene Beschützerinstinkt, die unmenschlichen Fähigkeiten, die Familie, die gar keine richtige Familie ist, die ständigen verwirrenden Gedanken … Aber es ist okay, ich mag es. Na ja, fast bin ich versucht zu behaupten, Cold Fire wäre die moderne Form davon, aber nur fast. Denn Gott sein Dank steckt hier ein enorm ausgeklügeltes System dahinter, was sich unübersehbar von allen abhebt, was ich kenne. Wie schon der Titel sagt: »Wächter der Illusionen«. Katrin Gindele muss sich sehr mit diesem Thema auseinandergesetzt haben, sonst wäre die präzise Darstellung dessen nicht möglich gewesen. Sie hat ein erstklassiges Debüt erschaffen, Respekt! Ich freue mich wie verrückt auf die Fortsetzung, bin schon längst süchtig nach »Logan und Lara«.

Story 5/5    Schreibstil 5/5

 

Reihenfolge der „Fire – Trilogie“

Band 1: Cold Fire – Wächter der Illusion
Band 2: Frozen Fire – Wächter der Illusion
Band 3: ???

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