Rezension: Requiem

Amor-Trilogie Band 3

Requiem

 

 

Autor: Lauren Oliver · Verlag: CARLSEN

Genre: Dystopie · Erschienen: Jan. 2014

Seiten: 400 · Ausgabe: Hardcover

 

 

Inhalt: Lena und Julian sind endlich zurück in der Wildnis. Hier sind sie vorerst in Sicherheit und alles könnte gut sein. Doch etwas zwischen den beiden hat sich verändert, und Lena spürt, dass sie eigentlich zu Alex gehört. Aber auch Alex ist nicht mehr der, den sie immer geliebt hat, und wirkt seltsam abweisend. Hana dagegen, Lenas Freundin von früher, führt ein ruhiges und geordnetes Leben ohne Liebe mit dem für sie ausgewählten Partner. Und während die Rebellen alles für den entscheidenden Angriff auf Portland vorbereiten, muss sich Lena ihrer Vergangenheit stellen.

Bewertung

Huch. Nicht ganz das, was ich erwarte hatte. Während des Lesens gingen mir ständig ein und dieselben Fragen durch den Kopf. Wo ist die liebevolle, herzliche und starke Persönlichkeit Lena hin? Wo der süße Alex wie wir ihn kennen? Wo der smarte Julian? Die Antworten sind ganz simpel, sie liegen genau auf der Hand, auch wenn uns die Geschichte so nicht gefällt. Das Herzschmerz-Liebespaar Lena und Alex sind seit ihrer Trennung nicht mehr die gewesen, die sie waren. Lena ist stärker, härter und selbstsicherer geworden. Alex hingegen wurde gefangen genommen und musste höchstwahrscheinlich sehr furchtbare Dinge über sich ergehen lassen, die er sein Leben lang nie wieder vergessen wird. Das einzige, an das er denken kann und dessen er gewillt ist weiter zu leben, ist: Lena. Dann gelingt ihm die Flucht und kann es kaum erwarten sie wiederzusehen. Seiner großen Liebe so nah, in den Armen eines Anderen; eine Welt zerbricht in ihm. Jedoch, was unsere naive und blinde Lena nicht weiß, stellt er sein Glück hinter ihrem. So jedenfalls interpretiere ich die Geschichte. Und natürlich gibt es ein Happyend. Alex und Lena finden wieder zueinander, auch wenn es am Ende des Buches nur angedeutet wird. Insgesamt gab es zwar wenig Spannung, aber dennoch interessante Aspekte. Manchmal auch furchtbar eklige Stellen, aber manchmal auch sehr herzzerreißende Momente.
Hanas Geschichte fand ich teilweise ansprechender. Trotz ihrer „Heilung“ spürt sie, dass sie nicht vollständig geheilt wurde. Hanas Zwiespalt ist greifbar, breitet sich wie Gift in ihr aus. Sie hinterfragt Dinge und geht ihnen auf den Grund, auch wenn sie dabei hölzern und abgedroschen rüber kommt. Fast könnte man meinen, sie wäre eine Gefangene in ihrem eigenen Körper. Aber ihr Mut und ihre Kühnheit hat mich eben doch fasziniert. Ich mag ihre Geschichte.
„Requiem“ ist flüssig geschrieben, aber leider nicht mehr so aufregend und munter, wie die anderen Teile; was ich sehr vermisst habe. Leider bin ich auch nicht so richtig warm geworden mit der Story, sie schien mir zu oberflächlich und leer, stumpf und abgehackt. Ich liebe »Delirium« und »Pandemonium«, beide Teile sehr nervenaufreibend; Requiem fällt da leider deutlich aus der Reihe. Fans der Amor-Reihe erhalten eine klare Leseempfehlung. Wem diese Reihe bisher nicht gefallen hat … na ja, man weiß nie, oder?

Story ★★★☆☆   Schreibstil ★★★☆☆

Reiheninfo der Amor-Trilogie:
1. Delirium
2. Pandemonium
3. Requiem

Kurzgeschichten der Amor-Trilogie:
1. Hana
2. Raven
3. Annabel

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