Rezension: Niamhs Erbe

Niamhs Erbe Teil 1: Schattenkuss

 

Autor: Natalie Salkin · Verlag: CreateSpace
Genre: Fantasy Romance · Erschienen: Apr. 2015
Seiten: 310 · Ausgabe: eBook

 

 

Inhalt: Eine uralte Prophezeiung, eine geheimnisvolle Insel und eine Liebe, die nicht sein darf. Die siebzehnjährige Lucy ist alles andere als begeistert, als plötzlich ein mysteriöser Junge an ihrer Schule auftaucht. Jaro ist ein Wächter. Ausgesandt von Prinz Rodo dem Herrscher von Avalon. Sein Auftrag: Die seit sechzehn Jahren verschollene Verlobte des Prinzen finden und zurückbringen. Wenn es sein muss auch gegen ihren Willen. Ein Routinejob für Jaro, doch plötzlich kommen Gefühle ins Spiel. Gibt er ihnen nach, bringt er nicht nur sein Leben in Gefahr.

Bewertung

Ich bin überrascht, das Buch ist besser als erwartet; zumindest nach dem ersten Viertel. Bis dahin focht ich erstmal einen innerlichen Kampf aus. Klappentext klang interessant, Protagonisten sprachen mich an – der Zauber fehlte jedoch. Irgendwann mittendrin machte die Geschichte auch noch einen „Sprung“ und ich hatte den Faden verloren. Irritiert las ich weiter. Und dann … ha ha, typisch, dachte ich mir. Anfang schwermütig und dann „peng“! 

Nun möchte ich gleich mehrere Punkte anführen und die Rezension damit ausführlicher schreiben. Zum einen wechselt sich leichte Spannung mit humor-witzigen Szenen ab. Die Autorin wahrt das Geheimnis um „Luce“ (jaaaaa, mal wieder eine Luce) und Jaro. Sie wirft ab und zu kleine Köder rein, so dass ich gar nicht anders konnte, als weiter und weiter zu lesen; schließlich siegt die Neugier. Auch um die Stadt „Avalon“ wird ein riesengroßes Geheimnis gemacht. Wo liegt sie? Welche Bewohner beherbergt sie? Ist sie verzaubert? Alles Fragen die der Spannung dienen und durchweg über das gesamte Buch aufrecht erhalten wird. Und zum anderen ist die Geschichte teilweise leicht zu lesen, teilweise flüssig und interessant. Sie erinnert mich etwas an die MondLichtSaga und eigenartigerweise auch der ähnliche Schreibstil. Mein Leseerlebnis war eine ständige Berg- und Talfahrt, zwischen unbedingt weiter lesen zu müssen, und eine zwingend längere Pause einzulegen. 

Unsere Protagonistin Luce ist ein ganz normales Mädchen, mit ganz normalen Alltagsproblemen, die sie meißt locker und entspannt hinnimmt. Mir gefällt die Figur Luce sehr, da sie sprichwörtlich einfach stinknormal ist. Na gut, sie ist manchmal etwas schwer von Begriff und ein klein wenig naiv und stur. Aber trotzdem schließt man sie schnell ins Herz. Jaro hingegen ist sehr undurchsichtig. Er ist Typ „Edward“, still, geheimnisvoll, hübsch, charmant und zieht, zu Luce’s kompletter Verwirrung, plötzlich bei ihr ein. Das ist vielleicht ein Spaß, dass sag ich euch. 

Zum Cover: Das Cover finde ich wunderbar gestaltet. Nicht zu überladen, nicht zu bunt. Nur die reine Andeutung des Profis durch die schwarze Schattierung lässt jede Fantasy des Aussehens der beiden Protagonisten freien Lauf. In meiner Fantasy ist es Luce und Jaro; sie schaut verliebt und verträumt zu ihm auf, der Mund leicht geöffnet; er distanziert und zurückhaltend. Er schaut durchdringend von oben auf sie herab, mit funkelnden Augen. Er ist sich seiner Anziehung auf Frauen bewusst, wirkt sehr selbstbewusst. Tolles Bild! 

Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte doch sehr gut gefallen, auch wenn der Schreibstil noch ausbaufähig ist. Es waren mir auch zu wenig Handlungen, die Charaktere hielten sich zu lang an einem Ort auf ohne das etwas Nennenswertes passierte. Nichtsdestoweniger ist die Geschichte sehr schön zu lesen und hat mir Freude gemacht. Die Bewertung viel mir nicht leicht, da es seine Ecken und Kanten hat, aber auch seine schöne Stellen und es einfach eine tolle Geschichte bzw. Idee ist. Ich freue mich auf das nächste Band von Niamhs Erbe. 

Story ★★★☆☆     Schreibstil ★★☆☆

Reihenfolge:

Niamhs Erbe Teil 1: Schattenkuss
Niamhs Erbe Teil 2: Avalon

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