Rezension: Noah

 Jacquelyn Frank

Schattenwandler 5

Noah

 

Inhalt: Noah, der König der Dämonen, sucht schon seit Langem nach seiner Seelengefährtin – der Frau, die in jeder Hinsicht zu ihm passt. Monatelang sieht er sie in seinen Träumen vor sich und kommt ihr doch nicht näher. Als er sie in der Kriegerin Kestra endlich gefunden zu haben glaubt, wird diese jedoch ermordet. In seinem Schmerz bricht Noah mit den Gesetzen von Zeit und Raum, um in die Vergangenheit zu reisen und das Leben seiner Geliebten zu retten. Doch dieses Vorhaben birgt ungeahnte Gefahren.

Bewertung

„Noah“  war der eigentliche Grund, weshalb ich mit der Schattenwandler-Reihe begann. Doch ausgerechnet dieses Band enttäuschte mich, da ich mich nur schwer in Noah hinein versetzten konnte. Normalerweise habe ich schnell eine gewisse Vorstellung einer Figur, vom Aussehen her, von der Sprache, Mimik, und doch war die Figur Noah immer etwas verschwommen. Ich bekam ihn irgendwie nicht richtig zu „greifen“, er schlüpfte mir immer wieder durch meine Vorstellungen. Dazu ist seine Rolle unberechenbar und bricht seinen eigenen Codex, und das gleich mehrfach. Er tobt quer durch sein Volk und bringt viel Leid und Kummer unter diejenigen, die ihn Lieben. Für mich schwer nachvollziehbar. Zugleich zeigt es mir aber auch die unbändige Kraft während Beltane auf.

Mir gefällt die Darstellung der Szenen, wo sich zwei aufeinander geprägte Wesen und Seelenverwandte das erste Mal neu Entdecken. Diese Gefühle, Emotionen und Ängste des jeweils anderen zu spüren, ist schon mächtig interessant. Aber auch die weitere Entwicklung die daraus resultiert, ist höchst unterhaltsam und für mich eins der wichtigsten Aspekte dieser Reihe. Als extrem störend fand ich wieder diese vielen Sex- und Verführungsszenen, tut nämlich kaum etwas zur Sache. Seitenlang sag ich euch. Also wer das mag, dem ich kann ich diese Reihe nur ans Herz legen. Auf jeden Fall gut beschrieben und sehr detailliert. Ich mag mehr solche Momente, wo es um die Schattenwandler an sich geht. Ob es sich dabei um ihre Kräfte, Partnerschaft oder um Krieg handelt, ist mir dabei völlig schnurz. Ich weiß nur, dass ich darüber zu wenig Information bekomme und daher auch diese Reihe immer weiter lese. „Adam“  ist wohl der letzte Teil dieser Reihe.

Die Story ist nicht besonders tiefsinnig oder gar anspruchsvoll. Es passiert einfach zu wenig. Mittelmäßige Spannung und mittelmäßige Ausdrucksweise lassen erahnen, was ich davon halte. Sicher mag es die eine oder andere Stelle im Buch geben, die auch ich super genial finde, jedoch hätte ich mir mehr von diesen Szenen gewünscht. Auch die sonst so gut dargestellt erschaffene Welt lässt diesmal zu wünschen übrig. Noah ist für mich bisher der schwächste Teil.

Story 3/5   Schreibstil 3/5

Schattenwandler – Übersicht:

Schattenwandler Band 1: Jacob
Schattenwandler Band 2: Gideon
Schattenwandler Band 3: Elijah
Schattenwandler Band 4: Damien
Schattenwandler Band 5: Noah
Schattenwandler Band 6: Adam

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