Rezension: Ich und Jefferson McGee

Ich und Jefferson McGee

 

Autor: Bridget Harker · Verlag: Eigenverlag
Genre: Liebesroman · Erschienen: Sep. 2015
Seiten: 328 · Ausgabe: ebook

 

Inhalt: Gemeinsam mit ihrem Vater betreibt Florence Sullivan einen kleinen Antiquitätenladen in San Francisco. In letzter Zeit gehen die Geschäfte allerdings zunehmend schlecht und die Konkurrenz schläft nicht. Vor allem der redegewandte Jefferson McGee lässt sich nicht abschütteln. Flo arbeitet verbissen daran, den Laden aufrechtzuerhalten. Dabei kommt ihr McGee näher, als ihr lieb ist. Doch Regel Nummer eins bei gewissen Angelegenheiten lautet: Es kommt oft anders als erwartet.       

Bewertung

Bridget Harker legt mit ihrem Liebesroman „Ich und Jefferson McGee“ ihr erstes Buch vor. Augenblicklich fällt dem Leser die Liebe zum Detail auf, sie liegt viel Wert auf gute Verständlichkeit. Das Thema Antiquitäten wurde hinreichend recherchiert und wir erhalten somit Einblick in das Leben eines Antiquitätenhändlers. Ich finde, dass das Buch es sehr realitätsnah geschrieben wurde. Es wird zwar auch genügend begründet und tief in die Materie eingedrungen, aber gerade das macht die „Echtheit“ aus. Durch den leichten, ruhigen Schreibstil wurde ich sanft von einer Begebenheit zur anderen getragen. Leider konnte ich mich nicht darin verlieren, was vielleicht auch an dem Thema (Antiquitäten) lag, welches eine zu große Rolle spielt, mich aber weniger interessiert.

Mit der Figur McGee bin ich so überhaupt nicht warm geworden, finde ihn allerdings durchaus charmant. Er teilt mit der Protagonistin Flo die Liebe zum „Ramsch“ und man könnte meinen, er wäre ein Draufgänger. Umso überraschter ist Florence, als sich der vermeintliche Casanova für sie zu interessieren zu scheint. Witziger Schlagabtausch und herzerwärmende, romantische Momente erwarten den Leser. Besonders Flo ist das sehr einfallsreich und kommentiert sich auf lustige Art oft selbst. Florence ist eine angenehme Person und opfert viel für ihre Familie. Besonders haben mich ihre Schicksalsschläge getroffen. Aber gerade in diesen Situationen reagiert sie völlig unzurechnungsfähig und merkt reichlich spät, was gut für sie ist.

„Ich und Jefferson McGee“ ist kein besonders herausragender Liebesroman, dennoch auf seine Art und Weise schön geschrieben. Stellenweise kam sogar Spannung auf. Irgendwie tu ich mich mit der Bewertung bei diesem Buch etwas schwer. Es ist nicht der Knaller, aber auch irgendwie süß. Bridget Harker`s Debüt ist eher etwas für ruhige Abendstunden bei einer heißen Schokolade auf dem Sofa. Bei dieser Jahreszeit genau richtig. Wer mehr Abenteuer sucht, dem sei dieses Buch nicht empfohlen. Ich mag es!

Story 4/5   Schreibstil 3/5

Vielen Dank Bridget Harker für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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