Rezension: Das Amulett der Elben

Das Amulett der Elben

Autor: Silvia Krautz
Verlag: iFuB
Genre: Fantasy
Reihe: Nein
Erschienen: Jun. 2015
Seiten: 224
Ausgabe: Taschenbuch

 

Inhalt: Als Kind muss die magisch begabte Nalika mit ansehen, wie ihre Eltern von den Elben getötet werden. Vom Wunsch nach Rache getrieben, findet sie Zuflucht bei dem Magier Rimar, der sie ausbildet und zu ihrem engsten Vertrauten wird. Um die Elben zu vernichten, soll ihnen Nalika das mächtige Amulett des Hüters stehlen. Doch der Plan misslingt und das junge Mädchen wird mit einem schrecklichen Fluch belegt. Bald erkennt Nalika, dass sie selbst nur eine Figur in einem Kampf zwischen Rimar und den Elben ist und ihr ganzes Leben auf einer Lüge beruht.

Bewertung

Im Kleinkindalter wird Nalika gewaltsam ihrer Familie entrissen. Der Magier Rimar eilt ihr zu Hilfe und nimmt sie zu sich. Er bildet sie aus und kümmert sich um sie, mehr oder weniger. Von Rache und Hass geplagt, wächst sie bei ihm und seinem Lehrling auf. Doch schon bald entwickeln sich die Dinge ganz anders für Rimar, als gedacht. In Nalika sieht er sehr bald und sehr schnell eine Feindin. Sie ist besser als er, intelligenter als er, und mächtiger als er. Noch ahnt Nalika nicht, aus welchem Grund sie Rimar tatsächlich ausgebildet hat. Sie ist Rimars Waffe gegen die verhassten Elben! Sein hinterhältiger Plan wäre fast aufgegangen, wenn Nalika nicht Einsicht gezeigt hätte. So erfährt sie nun doch noch die Wahrheit um den Tod ihrer Eltern und den wahren Absichten des Magiers. Allerdings wird ihr noch ein weiteres Geheimnis offenbart, dessen Tragweite bis hin zu ihrer Geburt reicht und was echt eine Überraschung war.

Ich liebe Elben! Momentan bekomme ich einfach nicht genug von ihnen! (Dreimal verfluchter Hobbit mit seiner Zwergenbrut!) Und alles was damit zu tun hat! Sie sind eben ein umfangreiches Thema. Und normalerweise werden sie auch als „gut“ dargestellt. Hier werden sie zu Beginn an gleich an dem Tod von Nalikas Eltern beschuldigt. Das schnürte mir erstmal den Magen zu und nahm mir die Luft zum Atmen. Elben? Böse? Passt doch nicht, dachte ich so bei mir. Und somit wurde ich mit meinem ganzen Sein ins Buch gezogen. Adrenalin wurde durch meinen Adern gepumpt, meine Pupillen weitetet sich … Und schon war ich wieder im Wahn – im Lesewahn! Es ist immer wieder faszinierend, wie schnell ich auf bestimmte Themen reagiere und umgehend in Feuer und Flamme stehe. Silvia Krautz hat es möglich gemacht. Dabei ist mir ihr Buch schon vor einiger Zeit ins Auge gefallen, es hat mich interessiert. Doch irgendwie kam es nie zu einem Erwerb. Gott sei Dank hat der Verlag In Farbe und Bunt noch einmal auf sich aufmerksam gemacht und mir ein Exemplar angeboten! Hätte ich damals schon gewusst, was für eine wundervolle Geschichte hinter steckt, hätte ich gar nicht so lange gewartet. Es ist nicht einfach, bei so vielen Büchern die Spreu vom Weizen zu trennen. „Das Amulett der Elben“ liest sich so unglaublich gut, dass ich mich im Nachhinein gewaltig darüber ärgere, es nicht schon viel viel früher gelesen zu haben! Mpf! Daher an dieser Stelle tausend Dank an den lieben In Farbe und Bunt Verlag!!!!

Nun zum Stil. „Das Amulett der Elben“ liest sich leicht und herrlich schwungvoll. Silvia Krautz verzaubert uns von Anfang an genau mit den richtigen Worten, so dass wir umgehend ins Buch gerissen werden. Ihr Stil ist packend und wundervoll ausgeschmückt und ihre Beschreibungen lassen das Herz vor Freude springen. Nalikas Leben hat sie sehr umfangreich und gewissenhaft dargestellt. Ich fand es ergreifend, mit anzusehen, wie Nalika in einer Welt voller Magie heranreift und dazu über sich hinaus wächst und am Ende sich der wahren Gefahr stellt. Sie ist schon ein tolles Mädchen. Die verschiedenen Entwicklungen die sie durchmacht geben ihr Kraft und Mut. Ich bin schon sehr beeindruckt, wie gut die Autorin dabei mit Worten jongliert, um es so gut zu verpacken. Absolut kolossal! Und wie sie die Stadt der Elben zum Leben erweckt, mit dem heiligen Wald und den lebenden Bäumen, einfach toll. Auch die Darstellung vom Gebrauch der Magie ließ mich jedes Mal die Luft anhalten. Ich könnte ewig von ihr weiter schwärmen! … Ihre Charaktere wurden gewissenhaft entworfen, ob Gut oder Böse. Es gibt so viele Unterschiede in ihnen, dass einem fast schwindelig davonn wird. Sehr positiv auffallend fand ich ebenfalls das Leichte zurechtfinden. Ich mag nicht, wenn die Geschichten mit zu vielen Charakteren vollgestopft werden und man in der Mitte des Buches keinen Plan mehr hat, wer eigentlich wer ist. Alles wunderbar ordentlich und aufgeräumt bei „Das Amulett der Elben“. Dass sich daraus ein hoffnungslos genialer Schreibstil entwickelt hat, versteht sich von selbst. Auch mit Überraschungen geizt sie nicht. Da bekam ich an manchen Stellen echt große Augen. Hach ja … *schwärm* … Ihr Stil hat es mir richtig angetan, ich liebe ihn! So sehr, dass ich direkt im Anschluss das Buch gleich noch einmal lesen wollte! ♥

Story 5/5   Schreibstil 5/5

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