Rezension: Glacies

Glacies

Gefangen im Eispalast

 

Autor: Sarah Stankewitz
Verlag: Books on Demand
Genre: Fantasy
Erschienen: Feb. 2016
Seiten: 416
Ausgabe: Gebunden
Reihe: Nein

 

 

Inhalt: *Ein Roman zum Träumen, Lieben, Weinen und Lachen*. Ein Mädchen. Ein Thron. Zwei Prinzen. Eine alte Fehde zwischen den Königreichen Glacies und Perion sorgte dafür, dass die Götter in den bitteren Krieg eingreifen mussten. Seither ist in Glacies der ewige Winter eingekehrt, während Perion vom Feuer verschluckt wird. Als die Königin von Glacies sterbenskrank wird, muss eine neue Regierung an die Macht: Zur Wahl stehen die beiden Zwillingssöhne Alexander und Damian. Doch fehlt ihnen noch die Königin an ihrer Seite. Stella soll sich an einen der Prinzen binden und ihr Königreich retten. Aber was passiert, wenn sie sich ausgerechnet in den Prinzen verliebt, der den Thron zutiefst verabscheut?

Bewertung

Den Anfang macht ein sehr trauriger Abschied. Stella, 17 Jahre jung, wird von ihrer kranken Mutter, die sie mehr als nur braucht, einfach weggerissen und in eine Kutsche verfrachtet. Stella lebt in Glacies, einem Reich, welches vollkommen aus Eis und Schnee besteht. Per Zufallsprinzip wurde sie auserwählt, die potenzielle zukünftige Königin zu werden und lebt von nun an im Palast, umgeben von zwei hinreißenden Brüdern, Alexander und Damian. Beide kämpfen verzweifelt um ihre Gunst, denn schnell muss eine neue Königin her. Stella muss sich ab sofort dem schönen Leben im Palast und deren Bewohner stellen, wovon sie bisher ihr Leben lang Abstand genommen hatte, da es sie schlichtweg nicht interessierte. Aber auch den unschönen Dingen muss sie gegenübertreten, was eine extreme Gefühlswelle in ihr auslöst und fast zu überrollen droht. Und dann gibt es da noch das Feuerland, mit denen sie im Krieg liegen. Wird sie es schaffen, sich all dem zu stellen? Und wer gewinnt ihr Herz, Alex und Damian, da sie von beiden Prinzen umgarnt und verführt wird. Wie soll sie sich da nur Entscheiden? 

Der Schreibstil ist wundervoll und erinnert mich sehr an dem von Jennifer Wolf, die es schafft, Gefühle mit einer solchen unglaublichen Intensität darzustellen, dass einem das Herz zusammenkrampft und Tränen sich ihren Weg den Wangen hinab bahnen. Ich habe gelacht und geweint, war wütend und sauer, ein Sturm der Gefühle wütete in mir. Wie soll ich nur mit Worten beschreiben, was mir durch und durch ging? Wie die richtigen Wörter dazu finden, um es verständlich zu Papier zu bringen? All das und noch viel mehr hat »Sarah Stankewitz« mit Glacies geschafft. Sie hat eine zauberhafte Welt erschaffen, wo die eine aus Eis besteht und wo es ständig kalt ist und die andere aus Feuer, wo man fast vor Hitze umkommt. Dementsprechend unterschiedlich sind auch deren Bewohner, die sich mit der Zeit an das jeweilige Element angepasst haben. Diese Unebenheiten hat sie perfekt gelöst und gut hervorgehoben. Ihre Charaktere sind herzzerreißend. So wahnsinnig gefühlvoll, realistisch und charmant, ich würde sie am liebsten alle in meine Arme reißen! Stella ins Besondere. Sie trägt ihr Herz am rechten Fleck, ist jedem Gegenüber gut gesinnt, und was ich so richtig gut fand, sie ist keine Zicke oder übermäßig eingebildet, wie viele Charaktere in anderen Geschichten. Stella ist völlig normal, was sie total liebreizend macht. Sie ist so ausgeglichen und voller Tatendrang, dass es ansteckend ist.

Es war mir eine große Freude Glacies zu lesen. Es hat mir richtig viel Spaß gemacht, nur so über die Seiten zu gleiten und dabei in eine wunderbar faszinierende Welt abzutauchen. Sarah Stankewitz hat mich total mit ihrem Buch überrumpelt, darauf war ich überhaupt nicht vorbereitet. Die Story beinhaltet nämlich so einige Überraschung und manchmal verschlug es mir den Atem. Im Allgemeinen ist sie äußerst gut gelungen, ich werde sie noch lange in Erinnerung behalten. Ich danke Sarah für dieses absolut gelungene Fantasy-Debüt vom ganzen Herzen. ♥

Story 5/5   Schreibstil 5/5

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