Rezension: Better Life

Better Life – Ausgelöscht

 

Autor: Lillith Korn
Verlag: Drachenmond-Verlag
Genre: Dystopie
Erschienen: Dez. 2015
Seitenzahl: 224
Ausgabe: Taschenbuch
Reihe: Teil 1/2

 

 

Inhalt: Zoe entwickelt ein Programm, mit dessen Hilfe Erinnerungen gelöscht und ganze Persönlichkeiten neu programmiert werden können. Es soll dazu dienen, traumatisierten Menschen das Leben zu erleichtern. Doch Better Life nutzt Zoes neues Programm für eigene Zwecke. Erst als sie Paul begegnet, wird ihr das gesamte Ausmaß der Katastrophe klar. Doch da ist es schon zu spät … Gibt es noch eine Möglichkeit diesen Alptraum zu stoppen?

Bewertung

Allein der Klappentext versetzte mich bereits innerlich in Aufruhr. Es ist dieses Gefühl, wo es kaum auszuhalten ist, endlich dieses Buch lesen und ergründen zu können, um herauszufinden, was hinter dem aussagekräftigen Text steckt. Die Freude darauf ist einfach unermesslich und doch schiebt man es eine Weile vor sich her, nur um sich dessen Anziehung sicher zu sein. Und dann kommt der große Moment. Du öffnest das Buch, liest die ersten Seiten, und ziehst die Stirn kraus. Hallo? Eine ewige Vorfreude und dann so was? Die ersten Zeilen drücken die Sucht massiv herab. Ein gewisser Marvin kommt ganz unspektakulär in ein Gebäude, ist unendlich aufgeregt und verfolgt strebsam sein Ziel. Er denkt, er hätte endlich alles hinter sich gebracht, aber dann kommt doch alles ganz anders, als geplant. Dann wird viel um die Protagonistin Zoe herum erzählt, an welchem Projekt sie beteiligt war, wie es dazu kam und ihre momentane Situation. Alles recht blass und sehr unflexibel geschrieben. Es passiert kaum was Dramatisches. Doch dann wendet sich das Buch plötzlich. Es kommt Bewegung rein und die Ereignisse überschlagen sich. Da ist nun Paul, der sich an Zoe ran hängt. Natalie, Zoe’s beste Freundin, Tristan, Amy und eine Aktivistengruppe, die die Machenschaften von der Firma Better Life aufzudecken versuchen. 

Dennoch bin ich von dem Buch nicht ganz überzeugt. Die Idee ist absolut spektakulär, keine Frage, aber an der Umsetzung mangelt es jedoch. Es liest sich leicht und verständlich, zu leicht, wie ich finde. Die Sätze sind teils mangelhaft, teils sehr gut formuliert. Weder hat es mich so richtig mitgerissen, noch fiel es mir leicht, es beiseitezulegen. Es war ein rauf und runter. Am Ende hab ich es doch an einem Stück gelesen, da die Neugier einfach überragte. Aber das lag dann mehr am Inhalt der Geschichte, als am Stil der Autorin. Auch die Charaktere wurden sehr gut geschaffen. Ich mag Paul wirklich sehr. Zoe ist toll, intelligent wie Paul, willensstark, nett und aufrichtig. Die Charakterisierung der Figuren ist wunderbar gelungen. Und auch Dr. Grewe konnte ich mir mit seiner arroganten Art leibhaftig vorstellen. Also daran mangelt es nicht, Ideen und Vorstellungen der Autorin kommen konkret rüber.

Ich kann mir dieses Buch sehr gut als Film vorstellen. So in etwa Richtung Jason Bourne. Es ist ein interessanter Start einer zweiteiligen Dystopie, die mir wirklich richtig gut gefallen hat. Eine bessere Wort-/Satzkombination hätte das Buch in meinen Augen perfekt gemacht. Ich freue mich zumindest auf weitere Bücher aus der Hand der Autorin.

Story 5/5   Schreibstil 3/5

Reihenfolge »Better Life«

Better Life 1: Ausgelöscht
Better Life 2: Zerstört

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