Rezension: Der Thron von Melengar

Hörbuch

Der Thron von Melengar (Riyria 1)

In Zusammenarbeit mit audible.

 

Autor: Michael J. Sullivan
Sprecher: David Nathan
Verlag: Der Hörverlag
Spieldauer: 10 Stunden und 59 Minuten
Version: Ungekürzte Ausgabe
Erscheinungsdatum: 3. März 2014
Reihe: Riyria
Band: 1 von 6

 

Inhalt: Royce, ein gewiefter Dieb, und sein Partner Hadrian betreiben ein einträgliches Geschäft mit Aufträgen des korrupten Adels. Bis eines Tages ein Unbekannter die beiden anheuert, ein berühmtes Schwert zu stehlen. Was zunächst nach einem ganz gewöhnlichen Job aussieht, stellt sich jedoch als Falle heraus. Sie werden noch in derselben Nacht als Mörder des Königs verhaftet und in den Kerker geworfen. Als sie mit Hilfe der Prinzessin entkommen können, entdecken Royce und Hadrian eine Verschwörung, bei der es um noch viel mehr als nur um den Thron des relativ kleinen Königreichs Melengar geht.

Bewertung

Story: Es gibt nicht viele Geschichten, die mich von ihrer Tiefe und Komplexität her so sehr fortschwemmen, wie dieses Exemplar! Ich habe bestimmte Buchreihen, denen ich eine spezielle Kategorie zuweise, da sie bei mir ein gewisses Feeling hervorrufen. Darunter fällt zum Beispiel die „Licht Saga“ von Brent Weeks, oder „Der Prinz der Klingen“ von Torsten Fink. Diese musste ich mir regelrecht einteilen, um sie nicht zu schnell zu beenden, da sie so »rar« sind. Ihr kennt das bestimmt … Es ist eine nie endende Sucht, ständig ist man auf der Suche nach dem nächsten Buch, welches einen in den ganz bestimmten Rausch versetzt. Da diese fantastischen Reihen nun leider abgeschlossen waren, suchte und suchte ich nach ebenbürtigen Ersatz. Endlich griff ich nach »Der Thron von Melengar«, welches seit einer gefühlten Ewigkeit auf meiner UNBEDINGT-LESEN-LISTE stand. Und ich sag’s euch, es ist der absolute Hammer! Die beiden Protagonisten hatte ich bereits von der ersten Sekunde an ins Herz geschlossen. Ihre schlaue, witzige, humorvolle Art untereinander und auch anderen gegenüber, ist einfach unheimlich symphytisch. Irgendwie haben sie mich ein etwas an Sherlock (I LOVE SHERLOCK!!!) erinnert, einfach total gut charakterisiert! Das war ein Aspekt, weshalb diese Geschichte in meine spezielle Kategorie fiel, nebst den vielen weiteren Annehmlichkeiten, die sie mitbringt. Als da wären: Unvorstellbare Intrigen, tiefe Verstrickungen, brutale Macht, unfassbare Morde, kluge Diebstähle, Verrat auf höchster Ebene, Liebe, Zusammenhalt – um nur einige zu benennen.

Im Mittelpunkt stehen die zwei Freunde Hadrian und Royce. Zwei Diebe, die ihr Handwerk meisterhaft verstehen. Der eine ist ein überaus durchschnittlicher Schwertkämpfer, man könnte auch sagen, der Beste im gesamten imperialistischen Reich, eine sehr weiche Seite hat und für jede gute Tat zu haben ist. Und der andere, um es kurz zu machen, der Meister der Diebe. Er kennt viele viele Tricks und Kniffe, die zum Mitdenken animieren. In der ersten Sequenz geht es zum Beispiel um einen Raub, der so scheinbar erst mal überhaupt nicht durchzuführen war und aus Sicht des Opfers geschrieben wurde. Ich liebe es, meine Gehirnzellen anzustrengen, um mögliche Szenarien durchzuspielen und dann die erlösende Bestätigung zu erhalten. Der Autor ist beneidenswert, da er sich so geschickt auszudrücken vermag. Auch die überdurchschnittlich vielen Charaktere wurden sehr gut dargestellt und alles folgt einer geraden Linie. Die Geschichte ist durchweg extrem spannend aufgebaut. Besonders nervenaufreibend fand ich, als Hadrian und Royce eines Mordes beschuldigt wurden, den sie nicht begangen haben und gelinkt wurden. Doch dann eilt ihnen jemand zu Hilfe und alles hat irgendwie fatale Folgen für sie. Ab da stecken die so richtig in der Klemme. Aber gut, dass die Zwei nicht nur verdammt schlau sind, sondern auch noch intelligent. So mag ich das, so muss es sein! Ihre Abenteuer, geführt durch die Hand eines Meisters, wurden zu meinen Abenteuern. Der Meister hat eine unfassbar starke Gabe, denn er kann nur durch Wörter fantastische Bilder im Kopf entstehen lassen. Seine Art zu schreiben vermag Adrenalin durch die Venen zu jagen, einfach unglaublich. Er gleicht Brent Weeks so sehr in der Art, jedoch noch inhaltlich, dass ich seine Bücher einfach durchsuchten muss! Ich muss einfach mehr davon haben! Ich muss, ich muss, ich muss einfach! Ich freue mich auf die nächsten 5 Bände! Und das End von der Geschicht: Der »Flash« danach dauert noch ewig an. 

Sprecher: Ihr könnt euch meine Reaktion nicht vorstellen, als ich das erste Mal des Sprechers Stimme lauschte. Ich wollte es einfach nicht wahrhaben, war zudem wie elektrisiert, um Nachforschungen anzustellen. Diese Stimme, zusammen mit dem Beginn der Abenteuer von Hadrian und Royce, ließ mein Herz ein paar Takte schneller schlagen. Ich war von der Begabung des Sprechers einfach vollkommen überwältigt. Gleich fünf Personen musste er imitieren, was so umwerfend war, dass mir schwindelig wurde! David Nathan ist ein grandioser Kenner seines Faches! So gut wurde ich schon lange nicht mehr unterhalten! Nicht nur, dass er die Synchronstimme von Paul Walker war, den ich als junges Mädchen angehimmelt hatte, sondern dazu die Charaktere lebt! Er versetzt sich richtig in ihnen hinein, lacht und seufzt an den richtigen Stellen, betont nahezu perfekt. David ist nicht nur der Erzähler, er ist auch die natürliche Stimme von Hadrian. Sollte es zu einer Verfilmung kommen, was ich mir sehr wünsche, dann kann nur David Hadrian sein!!! Die beiden assoziiere ich nun von jetzt an. David Nathan gleich Hadrian, Hadrian gleich David, so und nicht anders! 

Story 5/5   Schreibstil 5/5   Sprecher 5/5

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Verlag: Klett-Cotta
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 381

Reihenfolge »Riyria«

Riyria 1: Der Thron von Melengar
Riyria 2: Der Turm von Avempartha
Riyria 3: Der Aufstieg Nyphrons
Riyria 4: An Bord der Smaragdsturm
Riyria 5: Das Fest von Aquesta
Riyria 6: Die verborgene Stadt Percepliquis

Rezension: Die Abnormen

Die Abnormen

„Die Abnormen“-Serie 1

 

Autor: Marcus Sakey
Verlag: AmazonCrossing
Genre: Spionage-Thriller
Erschienen: Apr. 2014
Seitenzahl: 508
Ausgabe: Taschenbuch
Reihe: Teil 1/3

 

 

Inhalt: In Wyoming kann ein kleines Mädchen in der Art, wie jemand seine Arme verschränkt, seine dunkelsten Geheimnisse lesen. In New York erkennt ein Mann Muster im Auf und Ab der Börse und rafft 300 Milliarden Dollar zusammen. Man nennt sie »Abnorme« oder »Geniale«, Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Seit 1980 kommt ein Prozent aller Neugeborenen »abnorm« zur Welt – und seitdem ist alles anders. Einer von ihnen ist der Agent Nick Cooper. Seine Gabe macht ihn zum erfolgreichen Terroristenjäger. Er wird auf den vielleicht gefährlichsten Mann der Welt angesetzt, einen Genialen mit dem Blut vieler Menschen an den Händen. Um an ihn heranzukommen, muss Cooper gegen all seine Grundsätze verstoßen … und andere seinesgleichen hintergehen. – Marcus Sakey, »ein moderner Meister der Spannung« (Chicago Sun-Times) und »einer unserer besten Erzähler« (Michael Connelly), hat einen packenden Thriller geschrieben, eine Geschichte aus einer Welt, die so ganz anders und unserer doch erschreckend ähnlich ist.

Bewertung

Cooper, ein Genialer, arbeitet für die AEB, sie nennen es den „Ausgleichsdienst“. Er hat die hoch entwickelte Fähigkeit, extrem schnell zu analysieren und Strukturen zu erkennen, die den meisten Menschen verborgen bleiben. Hierbei musste ich sofort an die fiktive Figur Sherlock denken, der ebenso ein Genialer wie Cooper ist. Er rechnet Möglich- und Wahrscheinlichkeiten in Sekundenbruchteile aus, und hinterlässt damit nicht selten verdutzte und irritierte Gesichter. Cooper ist auch so ein Mensch, nur in seiner Welt ist das nichts einzigartiges, jeder hat irgendeine eine besondere Begabung, die meistens auch ziemlich weit entwickelt und einfach angeboren ist. Er macht Jagd auf Terroristen, die ihre Macht und Fähigkeiten eben gegen das Volk anwenden, und nicht im Sinne der Bevölkerung handeln bzw. für den Staat arbeiten. Er ist mit seinem Team einem ganz besonderen Feind auf der Spur. Sie versuchen Attentate zu verhindern, brechen nie Regeln und alles in großer Actionmanier – Ich bin Feuer und Flamme!

Da ich ebenfalls großer Spionage und Agenten-Fan bin, kam mir das Werk »Die Abnormen« von Marcus Sakey sehr gelegen. Zudem noch der direkte Vergleich zu Sherlock, dessen Fanbreite ja bekanntlich nie wirklich zufriedengestellt werden kann. Ich las mit unfassbarer Begeisterung, tauchte tief mit Cooper in die Welt der Abnormen ein und verfolgte mit wachsender Euphorie seinen Werdegang. Seine Strategien sind unheimlich gut ausgeklügelt, er ist weit aus mehr als nur hyper intelligent. Der Autor hat mit seiner Idee eine sehr gute Story konzipiert, die einige interessante Themen aufweist. Es gibt aufregende Verfolgungsjagden, die mein Herz schneller schlagen ließen. Das so gut in Worte zu verpacken, um so einen Erfolg zu erzielen, ist schon eine wahre Kunst. Und dann noch das Unvermeidliche, was auf Cooper zu kommt. Es wurde so spannend geschrieben, dass es mich genau ein Fingernagel gekostet hat. Ich kann nur sagen, wow!!! Die Geschichte ist total faszinierend und er hat einen Schreibtisch, der einen echt umhaut. Kein Wunder, dass sein Buch beim großen A Platz 1 bei Dystopien und Spionage als eBook einnimmt. Und eine Verfilmung ist auch schon geplant. Ich denke, mehr muss ich dazu nicht sagen. Es gibt keine größere Anerkennung für ein Werk, als das es verfilmt wird. Ich kann nur sagen, dass ich mehr will und mich wahnsinnig auf den Film freue! ❤

Anmerkung: Sein erstes Band hat mittlerweile über 500 Rezensionen und er ist ein Weltbekannter erfolgreicher Autor. Sein Roman aus dem Jahr 2012 wurde soeben verfilmt und »Die Abnormen« werden derzeit für den Film adaptiert. (Quelle: Amazon)

Story 5/5   Schreibstil 5/5

 

Reihenfolge »Die Abnormen«

Die Abnormen 1: Die Abnormen
Die Abnormen 2: Eine bessere Welt
Die Abnormen 3: Mit Feuer geschrieben

Rezension: Sei mein Stern

Amanda Frost: Sternen-Trilogie 2

Sei mein Stern

 

Autor: Amanda Frost
Verlag: Eigenverlag
Genre: Liebesroman
Erschienen: Jan. 2014
Seiten: 354
Ausgabe: Taschenbuch
 

 

 

Inhalt: Ein fantastischer Liebesroman gewürzt mit einem guten Schuss Erotik und einer Prise Humor! Inzwischen hat es auch Rafaels jüngeren Bruder auf die Erde verschlagen: Simon, ein Computergenie mit begnadeter Intelligenz und einem Hang zur Alltagsuntauglichkeit. Nicht die ideale Kombination, um eine geeignete Frau aufzureißen, auch wenn man so höllisch attraktiv ist wie der spleenige Informatiker. So widmet er sich nach einigen missglückten Affären doch lieber dem Hacken von Computern. Bis er den fatalen Fehler begeht, sich mit der mächtigen deutschen Geheimdienstorganisation BSC anzulegen. Denn diese hetzt ihm postwendend ihre beste Undercoveragentin auf den Hals: Jana, eine 32-jährige skrupellose Power-Frau, die Simon in ein erbarmungsloses Katz-und-Maus-Spiel verwickelt. Bis beiden letztendlich die Kontrolle über die Geschehnisse entgleitet.

Bewertung

Weiter geht es bei den aufregenden Außerirdischen mit Simon, Rafaels Bruder. Er spielt liebend gern mit der Technik seines Bruders, der nun ein Hotelbesitzer ist. Leider scheut er auch nicht vor Hackerangriffen zurück und bringt somit die verführerische Jana auf dem Plan, eine sexy Geheimagentin. Sie hat, dazu als Profi, erst mal große Probleme damit, Simon überhaupt in die Kategorie Hacker zu stecken, denn der will da so gar nicht ins Schema passen. Es beginnt ein lustiges Hin und Her, beide stets gespannt wie ein Bogen und immer in Bereitschaft, schon witzig. Sie besitzen Humor, Witz, Intelligenz, sehen unglaublich gut aus und ziehen sich unheimlich an. Das perfekte Paar, wie füreinander bestimmt. Nur, sie wissen es selbst noch nicht. Schafft es Simon, sie auf seinen Planeten zu bringen und sie zu heiraten, wie es der Plan vorsieht? Denn auch er ist zum ersten Mal auf der Erde und vieles ist ihm fremd.Aber die bezaubernde Jana hat es ihm gewaltig angetan. Hier hat die Autorin mal um die Ecke gedacht. Im ersten Teil ging es noch um Raf und eine Assistent eines Stars, und im nächsten Teil haben wir schon eine raffinierte Geheimagentin. Amanda Amanda, so viel Geschick hatte ich dir gar nicht zugetraut ;-). Ihr hättet mal meine Augen sehen sollen, voller Glanz gepaart mit einem irrsinnigen Leuchten. Denn neben Fantasy und ab und an Lovestories, fahre ich voll auf Agentenromane ab! Sie hat mich getroffen, mitten ins Herz! Simon und Jana sind beide einfach himmlisch süß. Amanda hat mit ihnen zwei ganz wundervoll sympathische Charaktere geschaffen, die man am liebsten gleich in eine große Umarmung ziehen möchte. Teil 1 war schon ein Kracher, dieser setzt dem noch eins drauf! Sie geht so unheimlich gut mit Worten und Gefühlen um, dass einem schwer ums Herz wird. Bei ihren Büchern ist man zu jederzeit mittendrin und verliert sich völlig zwischen den Zeilen. Ich liebe ihre Bücher! Ich würde sie sogar als pädagogisch wertvoll bezeichnen, denn der ein oder andere kann hieraus noch einiges lernen. Denn hinter vielen, manchmal auch nur angedeuteten Dingen, steckt ein wahrer Sinn dahinter. Zumindest hab ich so empfunden. Und genau das macht diese Reihe wiederum zu etwas Besonderem, zusätzlich zu den vielen anderen tollen Merkmalen, ich bin völlig überwältigt. ♥

Story 5/5     Schreibstil 5/5

 

Herzlichen Dank Amanda Frost für das Rezensionsexemplar.

 

Reihenfolge Sternen-Trilogie

Band 1: Gib mir meinen Stern zurück
Band 2: Sei mein Stern
Band 3: So fern wie ein Stern

Rezension: Die Wüstenprinzessin

Die Wüstenprinzessin

Auf der Flucht

 

 

Wahrhaft märchenhaft! Wie ein Märchen aus tausendundeiner Nacht!

Autor: Melike Yasar · Verlag: Selfpublishing
Genre: Märchen, Sagen & Legenden · Erschienen: Sep. 2016
Seiten: 324 · Ausgabe: Taschenbuch · Reihe: Band 1

 

Inhalt: Die ungestüme Prinzessin Yasmina ist im heiratsfähigen Alter und lehnt all ihre Verehrer ab, um den Mann ihres Herzens selbst bestimmen zu können. Auch Prinz Karim ist unter den abgewiesenen Kandidaten, Doch gibt dieser nicht auf und schmiedet einen Plan, um das Herz der Prinzessin für sich zu gewinnen. Er entführt sie aus ihrem Gemach, die Hoffnung in sich tragend, dass sie sich mit der Zeit in ihn verliebt. Sein Plan verläuft allerdings ganz anders als erwartet… Wird er ihre Zuneigung dennoch gewinnen können?

Bewertung

Kaum angefangen fühlte ich mich schon wie in der schillernd bunten Welt von Aladin! Ein wahres Märchen unter vielen Romanen und ein wahrer Goldschatz! Und das nicht zum ersten Mal bei einem Buch von Mehliqa. Irgendwie kam es mir vor, als stände ich bei Prinz Dastan und Prinzessin Tamina persönlich am Hof. Nicht etwa der Geschichte willen, die rein gar nichts mit Prince of Persia gemein hat, sondern wegen der bezaubernden Erzählart der Autorin und ihre bildhaft dargestellten, wundervollen Orte. Eine Verfilmung »Der Wüstenprinzessin« könnte meinen Lieblingsfilm wahrhaft Konkurrenz machen. Nur der Inhalt ist ein Anderer. In Schönheit steht Prinzessin Yasmina der bekannten Prinzessin Tamina in nichts nach. Sie ist so bildhübsch, dass einem schwindelig davon wird. Nun ist der Sultan auf der Suche nach einem passenden Prinzen für seine dickköpfige Tochter und greift zu unfairen Mitteln, nachdem sie bisher ausnahmslos alle Verehrer abgewiesen hat. Unser charmanter Prinz Karim (unser Pendant zu Prinz Dastan) lässt sich aber nicht so schnell entmutigen, als auch er eine Abfuhr erhält. Mithilfe eines äußerst raffinierten Plans, und einigen nicht mit einkalkulierten Zwischenfällen, bringt er Yasmina dazu, ihre Entscheidung zu überdenken. Aufregende, lustige und auch lebensgefährliche Abenteuer stehen ihnen bevor. Am Ende müssen sie sich der schwierigsten Aufgabe ihres Lebens stellen.

Wieso nur hat man bei Melike immer das Gefühl, ihre Bücher lesen sich wie ein Märchen aus tausendundeiner Nacht? Ich will es euch erklären. Ihre Bücher lesen sich wie Märchen, nach einem ganz bestimmten Satzbau gestaltet. Ihr liegt es einfach im Blut, so wortreich und ausschmückend zu schreiben, damit solche verträumte Geschichten entstehen. Mit ihren Büchern katapultiert sie den Leser mitten ins Reich der Märchen, Sagen & Legenden. Alles ist so gewaltig bildreich dargestellt, dass man das Gefühl hat, man sehe es mit den eigenen Augen, rieche mit der eigenen Nase oder höre mit den eigenen Ohren … Hey aber sorry, dann tauchst du plötzlich wieder auf und fragst dich verwundert, was eben passiert war. Du schaust vor dir auf die Zeilen und versuchst zu verstehen, wie sie dich in eine andere Welt davon tragen konnten, während du ganz entspannt mit einem Buch in der Hand auf dem Sofa saßt. Melikes Geschichten haben die Macht, genau so etwas mit euch anzustellen. Also passt auf euch auf, sonst verliert ihr euch noch darin und findet nicht mehr den Weg zurück. 

Yasmina sowie Prinz Karim sind mir ungemein ans Herz gewachsen. Ich finde sie sehr authentisch und liebevoll. Zwischen ihnen besteht so ein besonderes Band, welches für mich greifbar und spürbar war. Manch eine ihrer Reaktionen ging mir sehr unter die Haut, so tiefgründig, dass es mir das Herz zerriss und ich stumm mit lit. Melikas Figuren schweben förmlich durch die Seiten, sind ständig präsent und nisten sich fest ins Gehirn, man kriegt sie da nur schwer wieder heraus. Ihr Stil ist klar, verständlich, strukturiert aber auch humorvoll, das Liebe ich sehr bei ihr. Sie hält immer Überraschungen für den Leser bereit und sorgt für Abwechslung. Ihre Bücher bleiben weiterhin einzigartig für mich und freue mich jedes Mal wie verrückt auf eine neue Welt aus ihrer Feder. ♥

Story 5/5   Schreibstil 5/5

 

Ich danke Melike für das wundervolle Rezensionsexemplar! 

Rezension: Du und ich und dieser Sommer

Du und ich und dieser Sommer

 

Autor: Yvonne Westphal
Verlag: Forever
Genre: Liebesroman
Erschienen: Sep. 2016
Seitenzahl Print: 349
Ausgabe: eBook
Reihe: Nein

 

 

Inhalt: Eigentlich hatte Nicole überhaupt nicht vor, sich zu verlieben, aber ihr Herz hat einen eigenen Plan. Blöd nur, dass ihr Schwarm ausgerechnet der größte Aufreißer der Schule sein muss, der auch noch unverschämt gut aussieht. Milias mit seinen dunklen Haaren, braunen Augen und der sommergebräunten Haut. Nicole ist überglücklich, als Milias tatsächlich mit ihr zusammen sein will. Doch sie ahnt nicht, dass sich das Leben der beiden für immer verändern wird. In diesem Sommer werden ihre junge Liebe und ihre Freundschaften auf eine harte Probe gestellt.

Bewertung

Kennt noch jemand die Serie O.C. California? Wie hab ich diese Serie geliebt! »Du und ich und dieser Sommer« kommt dem gefährlich nahe. Ein Haufen Jugendliche, Freunde, Partys, spleenige Eltern, Drogen, die erste Liebe, Freundschaften … um nur grob die wesentlichen Eckdaten hervorzuheben und somit auch von diesem Buch. Die Hauptrollen stellen Nicole und Milias und deren beste Freunde Raph und Lucy dar. Es kommen noch einige Charaktere dazu, aber keine Angst, alles gut strukturiert und übersichtlich. Nicole lernt im Freibad Milias kennen, den unglaublich umwerfenden Italiener. Er steht seinem Ruf im Nichts nach, ist sehr beliebt bei dem weiblichen Geschlecht und hat ständig eine neue Freundin. Zumindest schaut das so für Nicole aus. Dennoch fühlt sie sich unglaublich intensiv von ihm angezogen und bekommt ihn gar nicht mehr aus ihrem Kopf. Und Milias? Hingegen seiner Natur nimmt er die »Kleine« genauer unter die Lupe und bemerkt schnell, dass zwischen ihnen mehr als nur ein Flirt flimmert. Gemeinsam rasen sie von einem Chaos ins andere, ohne Luft zu holen. Enttäuschung, Misstrauen, Kränkung und große Gefühle bleibt dabei nicht aus. Unermessliche Herausforderungen stellen sich ihnen in den Weg. Werden sie am Ende ihr Ziel erreichen?

Zu Beginn fand ich die Umgangsformen leicht derb. Aber dann wurde mir klar, dass sie eigentlich absolut perfekt passen. Sie wurden jeweils auf die maßgebende Person zugeschnitten, sodass der Charakterzug stimmig dazu passt. Ihr könnt euch ja vorstellen, wie frech und lustig sich das auf die Geschichte auswirkt. Die beiden Protagonisten, jeweils abwechselnd aus deren Sicht geschrieben, leben ein leichtes, glückliches, unbeschwertes Leben. Die erste große Liebe, der erste richtige Liebeskummer, das erste Mal, sind nur einige kleine Anhaltspunkte, um die sich das Buch dreht. Ich konnte mich zu 100 Prozent in die Figuren hineinversetzen, ihr Handeln und Tun nachvollziehen, und irgendwie war ich plötzlich auch wieder jung. Vor meinem inneren Auge spielten sich meine jugendlichen Erfahrungen noch einmal ab … und zauberte mir ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht. »Du und ich und dieser Sommer« war für mich ein Stück weit, wie eine Reise in die Vergangenheit. Leider vergisst man mit dem Alter vieles und dieser Roman, der von einer befreundeten Autorin stammt, brachte mich wieder zu meinen Erinnerungen zurück … kleine, winzige Tränen der Freude kullerten langsam meinem Gesicht hinab … mein Gemüt noch so ergriffen von diesem Buch. Die Gefühle der Charaktere wurden unglaublich intensiv zum Ausdruck gebracht, dass man meinen könnte, sie persönlich hätte es so erlebt und eben jetzt erst in ein Art Tagebuch niedergeschrieben. Alles sitzt an der richtigen Stelle, die Figuren sind detailreich und tiefgründig, was mich verblüfft hat, bei dieser Menge an Personen im Buch. Ich mag sie alle! Jeden Einzelnen! Ihr merkt schon, diese Rezension artet wieder in einen eigenen Roman aus, ich könnt‘ noch ewig von diesem Buch schwärmen … Es liest sich einfach traumhaft, glatt und flüssig. Ich war viel zu schnell durch, wie es so oft mit guten Büchern ist. Yvonne Westphal hat sich viele aufregende Dinge einfallen lassen, die einem das Herz höher schlagen lassen, fiese Intrigen inklusive. Ich habe zwei Lieblingsstellen im Buch, die ich persönlich extrem gefühlvoll fand, zum dahin schmelzen … Yvonne scheint irgendwie eine Ader dafür zu haben, Gefühle ins richtige Licht zu setzten. Sie hat mit ihrem Debüt einen eindrucksvollen Roman geschaffen, der mir die Sinne vernebelt. Mit nur einem Buch ist sie noch eine ganz kleine Autorin, schreibt aber schon wie eine ganz Große! Ich freue mich auf weitere Bücher von ihr! ♥ 

Story 5/5   Schreibstil 5/5

 

Ganz großen Dank Yvonne, dass ich Dein „Baby“ lesen durfte und mir als Rezensionsexemplar überlassen hast. 

Rezension: Das Geheimnis von Caeldum

Das Geheimnis von Caeldum:

Offenbarung

 

Autor: Heike Oldenburg
Verlag: Books on Demand
Genre: Fantasy
Erschienen: Aug. 2016
Seiten: 208
Ausgabe: Taschenbuch

 

 

Inhalt: Die schwebende Himmelsstadt Caeldum sinkt unaufhaltsam und wird alle Lebenden in den Tod reißen, wenn kein Wunder geschieht. Während Rheon verzweifelt versucht, Arina zu retten, kämpfen die Bewohner der Stadt um das nackte Überleben. Kols Armee fällt unerbittlich über die Bewohner her und auch Garret, Jura und Alex suchen fieberhaft nach einem Ausweg. Währenddessen muss auch Calzifer einsehen, dass die Lage langsam brenzlig wird, denn der Riss in den Machtlinien ist viel gefährlicher als ihnen allen klar ist … Wird Caeldum endgültig fallen?

Bewertung

Dies ist nun der letzte Teil über der schwebenden Himmelsstadt Caeldum. Sie hatte mein Herz im Sturm erobert und es stimmt mich traurig, dass sie nun ihr Ende fand. So einzigartig und gewaltig, wie von ihr berichtet wurde, so fest und klar wird sie mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Heike Oldenburg ist zurecht eine wahre Künstlerin ihres Faches. Sie schreibt mit Herz und Seele, das kann man einfach bei ihren Büchern spüren. Sie hat nicht etwa das Rad neu erfunden, nein, das hat sie nicht … aber sie weiß sehr wohl, wie man geschickt und clever mit Worten umgeht und so den Leser an sich bindet. Es gibt wahrhaftig selten Autoren, die mich wirklich schwer beeindrucken. Dazu gehört eben nicht nur eine erlebnisreiche starke und gefühlvolle Welt voller hübscher und einzigartiger Charaktere, nein, dazugehört eben noch vieles vieles mehr. Heike hat all dies sehr schlau, muss man sagen, in ihren Büchern verpackt. Sie hat die richtige Reihenfolge eingehalten, offenbart an den richtigen Stellen und treibt die Spannung bis ins Unendliche, nur um einige Punkte zu nennen. Für mich stimmt hier einfach alles! Ein Buch muss mich einfach packen und aus ist. Ich muss alles um mich herum vergessen können und mich vollständig in der Geschichte befinden, erst dann bemesse ich einem Werk solch eine Ehre bei. »Caeldum« tat dies von Anfang an. Es ist einfach wundervoll und nahezu schmerzlich beeindruckend, dass mir fast die Tränen kommen. Ihre Figuren sind allesamt enorm charismatisch, weichen sehr voneinander ab und wurden schmerzhaft gut detailliert dargestellt. Die Heftigkeit an Gefühle, die über mich hinweg schwappte, machte die gesamte Reihe einfach zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Zur Geschichte. Caeldum sinkt und sinkt. Irgendwie hat man das Gefühl beim Lesen, dass sie doch noch irgendwie aufgehalten und an ihren ursprünglichen Platz zurückgebracht werden kann. Was nun tatsächlich mit ihr passiert, werden die Leser erfahren. Und was ist mit Arina und Rheon? In »Verhängnis« stürzt Arina am Ende tot von der Himmelsstadt. Das Band zwischen ihr und Rheon ist gerissen und trotzdem springt er ihr hinterher, um sie zu retten. Calizifer und Callus treiben weiter ihre Spielchen und am Ende kann nur einer als Sieger hervorgehen. Es gab wieder so viele überraschende Momente, die nicht vorhersehbar waren, die mich eins ums andere in den Wahnsinn trieben. Schade, dass diese Reihe nicht weiter geht. Obendrein es ist ein Jammer, dass dieser Teil noch weniger Seiten hatte als der Vorhergehende. Er war viel zu schnell zu Ende, trotz alldem ein fantastischer und großartiger Abschluss einer tollen Reise. Ich könnte zwar für den Rest meines Lebens nur noch »Caeldum« lesen, aber na ja, es gibt schon hin und wieder einige Werke, die mich ebenso Beindrucken, man muss sie nur finden …. Als Film wäre »Caeldum« sicherlich der absoluter Renner!

Story 5/5   Schreibstil 5/5

Reihenfolge:
Band 1 – Das Geheimnis von Caeldum: Seelenpakt
Band 2 – Das Geheimnis von Caeldum: Verhängnis
Band 3 – Das Geheimnis von Caeldum: Offenbarung

Rezension: Plötzlich Banshee

 

Plötzlich Banshee

 

Autor: Nina MacKay
Verlag: Piper ebooks
Genre: Liebesroman
Erschienen: Aug. 2016
Seiten: 400
Ausgabe: eBook

 

 

Inhalt: Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?

Bewertung

Wow, Ninas Schreibstil ist mal wieder von Anfang an der absolute Hammer! Er ist außergewöhnlich flott, rasant, phänomenal in Satz und Glied … ich bin völlig geflasht! Bereits mit »Queen on Heels« hat sie mein Leseherz im Sturm erobert. Klar, dass ich da auch ihr nächstes Buch lesen musste. Schon allein der Klappentext gab mir zu verstehen, hier ein weiteres brillantes Meisterwerk von ihr vorzuliegen zu haben. Dieses kaum aufgeschlagen, springt einem schon der erste Knaller ins Gesicht. Alana, bezaubernde 20 Jahre jung, hat die bemerkenswerte Fähigkeit, die verbleibende Lebensdauer anderer Menschen auf die Sekunde genau in eine Art digitaler Anzeige über deren Köpfen zu sehen. Und damit ist sie allein. Sie hat den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als Menschen vor dem Tod zu retten. Bevor es so weit ist, erhält sie eine körperliche Warnung und dann prescht sie los. In ihrer grenzenlos charmanten, liebenswürdigen, tollpatschigen Persönlichkeit rettet sie mehreren Menschen das Leben. Dann rutscht sie irgendwie in eine Mordermittlung und steckt plötzlich mittendrin. Der heiße und umwerfende Detective Dylan Shane, der in diesen Mordfällen ermittelt, lernt Alana näher kennen und möchte sie so schnell auch nicht wieder hergeben. Aber was sagt ihr Mitbewohner und Seelenverwandter Clay dazu? Ein verrückter Strudel aus Liebe, Freundschaft und Hoffnung, führt uns durchs Buch. Die absolut überzeugenden Charaktere sind tiefgründig, authentisch und wahnsinnig symphytisch. Alana mag ich sehr, sie kann man nur ins Herz schließen. Sie ist verdammt tollpatschig, geht aber so humorvoll damit um, dass einen die Tränen in die Augen schießen – natürlich vor Lachen. Der kriminalistische Hintergrund hält die Spannung weit oben und ist sehr gelungen. Ein bisschen Fantasy steckt ebenfalls mit drin, auch das wurde gut miteinander verflochten. Bis zum Ende habe ich mitgefiebert, konnte es kaum aus der Hand legen und musste oft scharf die Luft einziehen. Also Nina, du kommst ja auf Ideen … ;-) Eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe. ♥ 

Story 5/5   Schreibstil 5/5

Nina, ganz herzlichen Dank für Dein Rezensionsexemplar.