Rezension: Die Dreizehnte Fee

Die Dreizehnte Fee – Erwachen

Band 1

 

Autor: Julia Adrian · Verlag: neobooks Self-Publishing
Genre: Fantasy · Erschienen: Okt. 2015
Seiten: 213 · Ausgabe: ebook

 

Inhalt: Ich bin nicht Schneewittchen. Ich bin die böse Königin. Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung. »Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?«, frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest. Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.

Bewertung

Meine Enttäuschung über dieses Buch ist grenzenlos. Gleich zu Beginn fiel mir die sachliche und knappe Schreibweise auf. Ich empfand es als störend, immerzu nur unvollständige Sätze zu lesen. Ungefähr so: (Beispiel) – Sie stand auf. Nieste. Bückte sich. Pfeil sauste vorbei. – Davon bekam ich echt Kopfschmerzen! Es hat mich geradezu wahnsinnig gemacht, solch unschöne Sätze meinem Hirn zuzuführen. Es ist ja nicht so, als gäbe es keine, eigentlich interessante, Story. Aber die wurde so schlichtweg emotionslos und sinnfrei aufs Papier gebracht, als lese man einen Zeitungsartikel, und nicht einen Roman. Weiter störte, dass die Protagonistin fortwährend nur flüsternd Worte von sich gab. Wozu? Dazu kam es nicht nur zu unnötigen Wortwiederholungen, sondern es störte zusätzlich den nun schon mehrfach angekratzten Lesefluss. Die angewendete Wortwahl reißt einem auch nicht vom Hocker, von daher bleibt zumindest dieser Punkt neutral. Zieht sich leider komplett durchs gesamte Buch, bis zum Ende.

Die Charaktere wirken fahl und monoton, wurden unzureichend dargestellt und beziehungstechnisch lagen sie unterhalb des Gefrierpunktes. Ich bin mit keinem von ihnen warm geworden. Auf die Umgebung wurde wenig Wert gelegt, was den geschichtlichen Inhalt noch verwirrender erscheinen lässt. Die zwei Hauptprotagonisten, die »Dreizehnte Fee» und der Hexenjäger ziehen gemeinsam durchs Land, um die bösen Schwester-Hexen zur Strecke zu bringen. Jedoch klang es eher, wie von Raum zu Raum gehen, die Eindrücke fehlten fast vollständig. Das Verhältnis zwischen den beiden ist schwer zu definieren; sie sind sehr wortkarg. Obwohl sie gleich zum Anfang übereinander herfallen (Fragezeichen über Fragezeichen), und sie psychisch labil zu sein scheint, da sie sich ständig fragt, wer sie ist, erschließt sich mir jedoch nicht die Beziehung der beiden zueinander.

So ein schwieriges Buch ist mir noch nie untergekommen. Mag sein, dass der Stil so wie er ist, gewollt war, aber definitiv nicht meins. Ich kann mir auch die vielen durchweg positiven Bewertungen bei Amazon nicht erklären, es ist schlicht nicht nachzuvollziehbar! Für mich hat es nur bis zur »Beschäftigung« gereicht. Teil 2 werde ich mir daher nicht antun.

Story 2/5   Schreibstil 2/5

Reihenfolge „Die Dreizehnte Fee“
Band 1: Die Dreizehnte Fee – Erwachen
Band 2: Die Dreizehnte Fee – Entzaubert

Rezension: Panic

Panic – Wer Angst hat, ist raus

 

 

Autor: Lauren Oliver · Verlag: CARLSEN

Genre: Jugenddrama · Erschienen: Nov. 2014

Seiten: 368 · Ausgabe: Hardcover 

 

 

Inhalt: Heather hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist. Dodge war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man auch seine Gegner kennen.

Bewertung

Mmhm, recht merkwürdiger Einstieg, mit „Panic“. Lauren Oliver’s bisherige Bücher sind traumhaft, ich liebe ihre Dystopie Reihe Amor-Trilogie und ihr Werk „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen Sie“, einfach perfekt. Für mich daher keine Frage, auch ihr neu erschienenes Buch zu lesen, ich hatte mich tierisch darauf gefreut. Aber auch nach dem ersten Viertel stellte ich mir immer noch die Frage, ob das wirklich aus ihrer Hand stammte. Und seit wann schreibt die Autorin so unverständlich? Ich hatte Mühe, der Geschichte zu folgen. Auch die Charaktere, die oberflächlich erscheinen, und deren Handlungen mehr Fragen aufwirft, als das Buch Seiten hat, sind so flach, dass man es kaum aushält. Ich mag so etwas nicht.

Die Story handelt, um es kurz zu machen, um Mutproben. Um geheime, gefährliche, tödliche Herausforderungen. Wie jedes Jahr nehmen mehrere Jugendliche daran teil, denn gewinnen bedeutet alles. Ein stattliches Sümmchen winkt dem Gewinner und für die meisten die einzige Chance, aus diesem Kaff zu flüchten oder etwas aus ihrem Leben zu machen. Heather und ihre beste Freundin Nat sind solche Teilnehmer. Heather ist sehr stark, physisch als auch psychisch. Obwohl viel aus ihrer Sicht geschrieben wurde, konnte ich jedoch nicht mit ihr warm werden. Mit keiner Figur konnte ich das. Es fehlt an Tiefe, trotz Schicksalsschlägen. Abhandlungen werden langweilig runter geschrieben und Nervenkitzel kommt zwar auf, aber verfliegt leider wieder viel zu schnell.

Die Idee finde ich an sich ansprechend. Allerdings miserable Umsetzung. Ich bin so was von enttäuscht, aber so was von! Selbst der Schreibstil ist eine absolute Enttäuschung. Ich gebe einen Punkt auf die Geschichte, da sie doch irgendwie interessant wirkt. Ein Punkt, dass eben doch irgendwie manchmal Spannung entsteht. Deshalb auch die zwei Punkte beim Stil, schließlich müssen für die Spannung die richtigen Wörter her. Dieses Buch muss man nicht gelesen haben, es ist wenig unterhaltsam. 

Story 2/5     Schreibstil 2/5