Rezension: Sieben Schlüssel

Sieben Schlüssel – Das Erbe der Rebellen

 

 

 

Inhalt: Die Götter haben ihnen das Licht geschenkt – doch sie gaben ihnen auch die Schatten. Der machthungrige Lord Salazar hat seine Kreaturen ausgeschickt, um das Reich des Lichts zu zerstören, doch die Rebellen des Erior, die einst die Dunkelheit besiegten, sind längst in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Der ehemalige Kopfgeldjäger Ivar vereint die wenigen verbliebenen Rebellen, um sich Salazars dunklen Mächten zu stellen und seine Heimat vor einem grausamen Schicksal zu bewahren. Ein klassisches Fantasyabenteuer, das vor Spannung sprüht und mit abwechslungsreichen Charakteren aufwartet – blutig, bildgewaltig und unvorhersehbar!

Bewertung

Mit »Sieben Schlüssel« konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Zum einen lag es an der Geschichte selbst. Es gab zu viel Krieg, zu viele Morde, zu viel Grausamkeiten, die mir allesamt zu sehr auf mein Gemüt schlugen. Ich würde das Buch im groben als düster bezeichnen, obwohl es natürlich auch einige erfreuliche Szenen beinhaltet. Zum anderen lag es an den vielen Charakteren, die mal wichtige Rollen, mal unwichtigere Rollen besetzten, da kommt man leicht durcheinander. Zudem fand ich es hin und wieder etwas wirr, mir fehlte an manchen Stellen einfach der Zusammenhang. Obwohl die Story eigentlich interessant auf mich wirkte, schaffte sie es dennoch nicht, mich zu bannen. Die Figuren wurden sehr detailliert besprochen, sowie auch die Kriege und die fremden Wesensarten. Also das muss ich der Autorin lassen, da hat sie wirklich Geschick gezeigt. Sie sind vielseitig, imposant und natürlich, soweit wie es in einem Fantasybuch möglich ist. Ich will damit sagen, dass ihre Charaktere nicht überirdisch sind, wie in vielen anderen Romanen. Sie sind einfach ganz normal, nichts Großartiges. Und das wiederum verdient meine Anerkennung. Generell sticht es sehr aus der breiten Masse hervor. Wir begegnen keine bekannten Wesen, haben mehrere Protagonisten und einen spannenden Hintergrund. Hauptsächlich geht es um Ivar, der die Erben der Rebellen vereint, nachdem das Kind Henry entführt wird, was er beschützen wollte. Anschließend machen sie sich gemeinsam auf eine beschwerliche Reise, die unendliche Gefahren birgt und sie ständig in blutigen Schlachten verwickelt. Dazu noch ein bisschen Magie, Intrigen und Verwirrungen, und die Geschichte ist komplett. Für mich ein wenig zu nüchtern und zu blutig. Was ihr Stil jedoch wieder etwas wettmacht, ist, dass sie schöne Formulierungen benutzt, bleibt sachlich und realistisch. Sätze wurden gut aufgebaut, sprachlich gesehen ist es Top. Sie hat durchaus Spannung aufgebaut und auch eine Weile gehalten, nur bin ich leider hin und wieder rausgeflogen. Also mich konnte »Sieben Schlüssel« nicht wirklich mitreißen. Und doch hat sie es irgendwie geschafft, mich mit ihrem Debüt zu überzeugen. Potenzial ist genug vorhanden, sollte noch ausbaufähig sein. Es ist der Auftakt einer vielversprechenden Reihe, und meistens werden die Nachfolger besser. ;-)

Story 3/5   Schreibstil 4/5

Vielen Dank Rayon Lasair für das Rezensionsexemplar.

Rezension: Acht Sinne

Acht Sinne: Band 1 der Gefühle

 

Autor: Rose Snow
Verlag: CreateSpace
Genre: Fantasy
Erschienen: Aug. 2015
Seitenzahl Print: 334
Ausgabe: Kindle Edition
Reihe: Acht Sinne
Band: 1 von 7

 

Inhalt: Tauche ein in die Welt der 8 Sinne: Wut. Ekel. Trauer. Wachsamkeit. Freude. Erstaunen. Vertrauen. Angst. Welches Gefühl ist Deines? Als Lee nach ihrem Tod in einer magischen Parallelwelt der Gefühle erwacht, trifft sie nicht nur auf den arroganten, gutaussehenden Ekelträger Ben – sie gerät auch noch ins Visier eines tödlichen Geheimbundes …

Bewertung

»Acht Sinne« wurde aus meiner Sicht echt super geschrieben, da mir der Stil sehr gut gefällt. Leider haderte ich innerlich mit mir, ob ich nun Gefallen an der Geschichte fand oder nicht. Sie enthält leider zu viele »Zeitsprünge«. Ohne weitere Erklärungen befand ich mich plötzlich in einer anderen Situation. Das verkompliziert die Sache. Sprich, mein Lesefluss war gestört und ich konnte einfach nicht vollkommen in die Geschichte eintauchen. Oft war ich nahe dran, wurde aber immer wieder viel zu schnell weggerissen.

Die Idee hinter der Story ist soweit okay. Aber, wie ich finde, wurde das Potenzial hierbei nicht voll ausgeschöpft. Zum einen fand ich es zu holprig und zum anderen wurde an Text gespart. Die Charaktere wirken mir zu unscheinbar, sie wandelten nicht in voller Farbenpracht durchs Buch. Was vermutlich auch daran liegen mag, dass ich mich kaum vertiefen konnte. Dennoch fand ich Lee und Ben ganz interessant. Einige Stellen im Buch scheinen wirr und durcheinander. Es gibt viele neuartige Dinge und Zaubereien, die ich mir nur schwer vorstellen konnte. Zum Ende hin schien es strukturierter und ordentlicher, es wurde angenehmer zu lesen. Ich meine, dieses Heiß- und Kaltspiel zwischen den Protagonisten ist schon putzig und auch an der einen ab und an verrückten Idee habe ich gefallen gefunden. Aber von allem etwas zu viel. Der eine mag es lieben, der andere eben nicht. Bedingt zu empfehlen.

Nachtrag: Noch während ich die Rezension aus den ganzen Stichpunkten, die ich mir immer notiere, fertig schreibe, merke ich, wie gern ich mich an Lees und Bens Abenteuer zurückerinnere … Ich revidiere! Mir brennt es doch unter den Nägeln. Ich muss wissen, wie es weiter geht! Zum Glück gibt es da schon einige Teile davon. Und vielleicht vertrage ich mit ihnen auch besser.

Story 3/5   Schreibstil 4/5

 

Hier gibt es einen fantastischen Blogroman zu Lee und Ben! Ich bin Follower! ♥

Reihenfolge der „8 Sinne“ Fantasy-Saga ist numerisch.

Rezension: Der geheimnisvolle Bannfluch

Die Eichenwaldsaga Buch 1

Der geheimnisvolle Bannfluch

 

 

Autor: Edgar E. Nimrod
Verlag: Der Kleine Buch Verlag
Genre: Fantasy · Erschienen: Mrz. 2016
Seiten: 256 · Ausgabe: Taschenbuch
Reihe: Die Eichenwaldsaga · Buch: 1 von 2

 

 

Inhalt: Arun und Gnork haben sich eine Menge Feinde bei ihrem Völkchen, den gnomenhaften, fliegenpilzgroßen Eichnoks, gemacht. Erst die Kräuterweise des Dorfes, bei der sie für ihre Streiche ihre bislang härteste Strafe absitzen, scheint die Dreizehnjährigen in den Griff zu bekommen. Doch dann führt eine gemeine Intrige zu ihrer Verbannung auf Zeit. Der Kräuterweisen kommt dies gerade recht, denn seit einer Weile wird sie von seltsamen Träumen heimgesucht. Haben diese mit dem mysteriösen Bannfluch zu tun, der die Eichnoks von großen Teilen des Waldes fernhält? Entschlossen, dieses Rätsel zu lösen, zieht sie heimlich mit Arun und Gnork los. Damit beginnt ein Abenteuer, das das beschauliche Leben der Eichnoks für immer verändert.

Bewertung

Zum Anfang hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, mir die Eichnoks vorzustellen. Aber irgendwie erinnerten sie mich an die Minimoys, so hat es dann ganz gut geklappt. Die Geschichte ist jetzt nicht so meins, aber es lässt sich total gut lesen, was mir sofort aufgefallen war. Mir gefällt der Stil besonders gut und die gut gestaltete, malerische Welt des Autors. Seine Zeilen sind echt entspannend, man kann ihnen gut folgen und muss nicht so viel darüber nachdenken. Nach einem stressigen Arbeitstag genau das Richtige, um abzuschalten und in einer anderen Welt herum zu schweifen, die mystisch und irgendwie total süß ist.  Besonders süß finde ich Gnork und Arun, zwei Heranwachsende, die ihre ganz speziellen Streiche mit den Bewohnern des Eichewaldes führen. Auf solche Ideen muss man erst mal kommen, wie zum Beispiel das Freilassen einer Blattlausherde. Ich meine, wie klein sind die Eichnoks wirklich und warum ausgerechnet Blattläuse? Also mich hat es plötzlich überall gekribbelt, ich mag Läuse so im Allgemeinen nicht. Die Geschichte ist wirklich schön ausgedacht und fällt mit ihrem Inhalt weit neben dem normalen Fantasy Bereich. Wie die Minimoys schlagen sich auch diese Winzlinge durchs Unterholz, wohnen in Baumstämmen und kämpfen gegen übergroße Waldbewohner. Die Beschreibung des Waldes und dessen Umgebung wurden sehr intensiv besprochen, ich konnte mir jeden einzelnen Grashalm und Baum vorstellen. Nur bei den Eichnoks selbst wollte die Vorstellungskraft nicht so richtig. Zum einem wäre da das bereits erwähnte Aussehen. Zum anderen fand ich ihr Verhalten ein Stück weit zu kindisch, das irgendwie nicht so richtig zu 13-jährige passen mag. Leichte Spannung wurde im Verlauf aufgebaut, denn die beiden Jungs geraten da in irgendetwas hinein, was nicht vorhersehbar war und dessen Ziel es zu erreichen gilt. Die Charaktere haben sich gut entwickelt, der Reifeprozess ist fast greifbar. Es passieren nicht allzu spannende Momente, aber die Geschichte ist ganz in Ordnung. Deshalb würde ich die Reihe auch fortsetzten. Auch um zu sehen, ob sich der Stil hebt. Denn irgendwie hab ich das Gefühl, als ob der Autor uns nicht ganz seine Fähigkeiten aufgezeigt hätte.

Story 3/5    Schreibstil 4/5

 

Reihenfolge Die Eichenwaldsaga“

Buch 1: Der geheimnisvolle Bannfluch
Buch 2: Das Ende des Bannfluchs

 


Rezension: Karpatensaga

Karpatensaga: In der Ferne

 

Autor: Hans-Dieter Kreuzhof · Verlag: tredition · Genre: Fantasy
Erschienen: Sep. 2015 · Seiten: 376 · Ausgabe: Taschenbuch

 

Inhalt: Baro, ein Mann des Zorns, und sein feinsinniger Bruder Kalo verlassen nach einem gewaltigen Familienstreit ihr Romadorf am Rande der Karpaten. Auf ihren Wegen durch die sagenumwobene Bergwelt treffen sie auf liebeshungrige Frauen, blutgierige Wiedergänger, rachsüchtige Totengeister und handfeste Gegner. Sie stellen sich der Angst, dem Tod – und ihren eigenen Dämonen. Werden sie an ihren Prüfungen zerbrechen oder als gefestigte Männer zurückkehren? Ein mystischer Roman über Ohnmacht und Macht, Angst und Vertrauen, Gewalt und Tod, die Kraft der Liebe – und ein geheimnisvolles Volk.

Bewertung

Das Buch überrascht gleich zu Beginn mit einer liebenswerten, romanischen Familie. Wir werden mitten in ihren Sitten und Gebräuchen hinein katapultiert, erzählt mit viel Geduld und Beharrlichkeit. Der kulturelle Hintergrund wird ebenso beharrlich mit aufgegriffen und hinreichend erklärt, wie die mystische Sagenwelt. Alles schön verpackt in einer abenteuerlichen Geschichte, ziehen zwei Brüder durchs Land, um ihr Glück zu finden. Baro, der älteste Sohn, bricht nach einem Streit mit seiner Familie als erster auf in die Ferne. Er ist sehr kräftig, wird leicht zornig, und hält sonst nicht viel von sich selbst. Er begegnet unterwegs den einflussreichen, sowie trickreichen, Gnom Cosmin, der ihn ein Stück seines Weges begleitet. Durch ihn lernt er seine inneren Werte kennen und merkt kaum, dass er sich bereits verändert hat. Kalo macht es seinem großen Bruder nach und möchte sein Glück ebenfalls in der Ferne finden. Er ist anders als Baro, sehr feinfühlig und zurückhaltend. Seine Schönheit ist ihm manchmal unangenehm, Frauen liegen ihn zu Füßen. Eben das wird ihm zum Verhängnis und ein unvergessliches Abenteuer bescheren. Eines, dass er nicht mehr so schnell vergessen wird. So stellen sich Beide unterschiedlichen Gefahren und wachsen somit über sich selbst hinaus. Und ich denke, dass darauf das Hauptaugenmerk liegt, nämlich zu sich selbst finden und sich zu vertrauen.

Zum Anfang habe ich gut in die Geschichte hinein gefunden. Leicht und problemlos konnte ich folgen. Dann kam ich später an den Punkt, der mein Interesse minderte und mich an einem nochmaligen Abtauchen hinderte. Zum einen, da die Dialoge sehr einfach klangen, und zum anderen, fand ich das fehlende Selbstbewusstsein von Baro irritierend. Er hat sich immerzu selbst als zu nichts nützlich degradiert, obwohl er ein sehr großes Herz hat und viel bewegen konnte. Nur leider hat er dies nicht gesehen. Den Handlungsstrang von Kalo fand ich hingegen um einiges interessanter. Selbstbewusst, klug, aufopfernd, hübsch, alles positive Eigenschaften, die gut in Szene gesetzt wurden. Auf ihren Reisen hören wir oft von ihrem Kummer, wie sehr sie ihre Familie vermissen und jetzt gern bei ihnen sein würden. Diese Verbundenheit steht klar im Vordergrund und wird dementsprechend auch wortreich dargestellt. Ab und an winkt auch der Humor durch, der mir ein kleines Lächeln entlockte. Die geschaffene Welt rund um den Karpaten wurde sehr überzeugend gezeichnet. Ich konnte jedes Blatt und jeden Busch mit meinen eigenen Ohren rascheln hören. Der Duft der Blumen und Pflanzen stieg mir in die Nase; das waren Momente, in denen ich hin und wieder für wenige Augenblicke im Text versank. Der Schreibstil des Autors hat etwas Märchenhaftes an sich. Schöne lange Erklärungen, aber nicht zu träumerisch, machten einen ruhigen Eindruck auf mich. Spannend oder fesselnd fand ich es eher weniger, aber es wirkt etwas belehrend, so in etwa, die wirklich schönen Dinge im Leben schätzen zu wissen. Wer etwas Leichtes und Ruhiges sucht, liegt mit der Karpatensaga richtig.

Story 3/5   Schreibstil 4/5

 

Vielen Dank Hans-Dieter Kreuzhof, für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

Rezension: Ich und Jefferson McGee

Ich und Jefferson McGee

 

Autor: Bridget Harker · Verlag: Eigenverlag
Genre: Liebesroman · Erschienen: Sep. 2015
Seiten: 328 · Ausgabe: ebook

 

Inhalt: Gemeinsam mit ihrem Vater betreibt Florence Sullivan einen kleinen Antiquitätenladen in San Francisco. In letzter Zeit gehen die Geschäfte allerdings zunehmend schlecht und die Konkurrenz schläft nicht. Vor allem der redegewandte Jefferson McGee lässt sich nicht abschütteln. Flo arbeitet verbissen daran, den Laden aufrechtzuerhalten. Dabei kommt ihr McGee näher, als ihr lieb ist. Doch Regel Nummer eins bei gewissen Angelegenheiten lautet: Es kommt oft anders als erwartet.       

Bewertung

Bridget Harker legt mit ihrem Liebesroman „Ich und Jefferson McGee“ ihr erstes Buch vor. Augenblicklich fällt dem Leser die Liebe zum Detail auf, sie liegt viel Wert auf gute Verständlichkeit. Das Thema Antiquitäten wurde hinreichend recherchiert und wir erhalten somit Einblick in das Leben eines Antiquitätenhändlers. Ich finde, dass das Buch es sehr realitätsnah geschrieben wurde. Es wird zwar auch genügend begründet und tief in die Materie eingedrungen, aber gerade das macht die „Echtheit“ aus. Durch den leichten, ruhigen Schreibstil wurde ich sanft von einer Begebenheit zur anderen getragen. Leider konnte ich mich nicht darin verlieren, was vielleicht auch an dem Thema (Antiquitäten) lag, welches eine zu große Rolle spielt, mich aber weniger interessiert.

Mit der Figur McGee bin ich so überhaupt nicht warm geworden, finde ihn allerdings durchaus charmant. Er teilt mit der Protagonistin Flo die Liebe zum „Ramsch“ und man könnte meinen, er wäre ein Draufgänger. Umso überraschter ist Florence, als sich der vermeintliche Casanova für sie zu interessieren zu scheint. Witziger Schlagabtausch und herzerwärmende, romantische Momente erwarten den Leser. Besonders Flo ist das sehr einfallsreich und kommentiert sich auf lustige Art oft selbst. Florence ist eine angenehme Person und opfert viel für ihre Familie. Besonders haben mich ihre Schicksalsschläge getroffen. Aber gerade in diesen Situationen reagiert sie völlig unzurechnungsfähig und merkt reichlich spät, was gut für sie ist.

„Ich und Jefferson McGee“ ist kein besonders herausragender Liebesroman, dennoch auf seine Art und Weise schön geschrieben. Stellenweise kam sogar Spannung auf. Irgendwie tu ich mich mit der Bewertung bei diesem Buch etwas schwer. Es ist nicht der Knaller, aber auch irgendwie süß. Bridget Harker`s Debüt ist eher etwas für ruhige Abendstunden bei einer heißen Schokolade auf dem Sofa. Bei dieser Jahreszeit genau richtig. Wer mehr Abenteuer sucht, dem sei dieses Buch nicht empfohlen. Ich mag es!

Story 4/5   Schreibstil 3/5

Vielen Dank Bridget Harker für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

Rezension: Tochter der Lüfte

 

Tochter der Lüfte

Die Zwillingssaga 1

 

Autor: Salomé Joell

Verlag: Books on Demand

Genre: Fantasy 

Erschienen: Sep. 2015

Seiten: 308

Ausgabe: Taschenbuch

 

Inhalt: Tyrannei – Schmerz – Erniedrigung – Verachtung – Hoffnungslosigkeit. Jeden Abend hört Prinzessin Méileen die Schmerzensschreie der Dienerinnen Prinz Kargons neben ihrem Gemach, als eine Aussicht auf ihr Leben. Auf das Leben, welches sie nach ihrer beider Vermählung und unter seiner Herrschaft erwartet. Selbst in ihre nächtlichen Träume verfolgt sie der erbarmungslose Prinz, bis ihr dort von einem geheimnisvollen Unbekannten geholfen wird. Durch ihn kommt sie mit einer Welt voller Magie und Übersinnlichem in Berührung und schöpft neue Hoffnung, die in ihr ,durch eine uralte Legende der Luftzwillinge, erweckt wird. Wer ist dieser rätselhafte Mann in ihren Träumen? Schafft es Méileen ihre bevorstehende Hochzeit zu verhindern? Wem kann sie vertrauen und wohin führt Sie die magische Kraft die -unbemerkt von allen- in Ihr schlummert? 

Bewertung

Gleich zu Beginn wird der Leser mit Prinzessin Méileen, und den Qualen die sie Abend für Abend ausgesetzt wird, bekannt gemacht. Grund für diese Torturen ist der widerliche Prinz Kargon, ihr zukünftiger Gemahl. Sein Umgang mit Frauen, die er sich regelmäßig in sein Gemach bringen lässt, ist dermaßen abartig, dass mir allein vom Lesen schlecht wurde. Niemand weiß davon, niemand kommt den Frauen zur Hilfe, und niemand glaubt der „verwöhnten“ Prinzessin. Nicht mal der König, ihr Vater, glaubt der Prinzessin. Prinz Kargon‘s wahres Gesicht zeigt er nur ihr allein, und den armen misshandelten Frauen. Alle lieben den Prinzen, ist er doch ein wahrhafter Charmeur, sieht gut aus und hat Anstand, zumindest in der Gegenwart von anderen. Kein Wunder also, das die Prinzessin nach einem Ausweg sucht, um diesen Ungeheuer zu entkommen. Dabei erhält sie Hilfe von unerwarteter Seite, was mich echt überrascht hat. Zudem peinigen sie nachts auch schlimme Alpträume, ausgelöst von dem barbarischen Prinzen. Gäbe es da diesen geheimnisvollen Unbekannten nicht, der ihr jede Nacht zur Rettung eilt, würde sie kaum noch einen Funken Hoffnung in sich tragen. Ohne zu viel zu verraten, sei hier noch erwähnt, dass sie durch eine glückliche Fügung mit Magie in Verbindung kommt. Sehr schnell entdeckt sie ihr Potential und ihr wahre Bestimmung. Das war leider so ziemlich am Ende, und für mich der spannendste Abschnitt. Bis dahin ist es jedoch ein langer, steiniger Weg.

Leider konnte das Buch mich nicht so richtig packen, da ich mich auch erstmal mit den verschiedenen Perspektiven arrangieren musste, die mich leicht verwirrt durchs Buch geleiteten. Im Ansatz gute Idee, aber es irritiert. Noch laufen einige Handlungsstränge nicht zusammen, was sich jedoch in der Fortsetzung ergeben könnte. Die Story wurde teilweise gut gewählt, so dass die Neugier geweckt wurde und auch sonst überraschende Ereignisse dem Leser erwarten. Was mir aber sehr gut gefallen hat, war der detaillierte Schreibstil. Nicht nur die Charaktere wurden gut und ansehnlich erschaffen, auch das Umfeld bekam große Aufmerksamkeit, das hat die Autorin einwandfrei hinbekommen. Außerdem weiß sie mit Worten recht gut umzugehen, da ich mich Stellenweise richtig darin verlieren konnte, obwohl ich es streckenweise auch sehr anstrengend empfand. Manche Gegebenheiten wurden einfach zu lang erklärt, was bei mir den Lesefluss beeinträchtigte. Nur am Ende stimmte alles und hat mich dann noch vom Fleck weg begeistern können. Nun ja, Ende ist Ende, was dann natürlich viel zu schnell kam, wenn man einmal „fort gespült“ wurde. Ich setze da voll und ganz auf Teil 2, welches nun bald erscheinen wird.

Story 3/5   Schreibstil 4/5

 

Reihenfolge „Die Zwillingssaga“ 

1. Band: Tochter der Lüfte
2. Band: Sohn der Erde
3. Band: Kinder des Feuers

 

Salomé Joell, vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

Rezension: Elesztrah – Feuer und Eis

Elesztrah – Feuer und Eis

 

Autor: Fanny Bechert

Verlag: BoD

Genre: Fantasy

Erschienen: Jun. 2015

Seiten: 388

Ausgabe: Taschenbuch

 

Inhalt: In den Wirren des Krieges, der an den Grenzen des Elfenlandes Elesztrahs herrscht, sucht die Jägerin Lysanna nach ihrem verschwundenen Partner. Als sie erfährt, dass er sich in der Gefangenschaft des Flammenden Lords befindet, beschließt sie, ihn zu befreien. Neben der Hilfe ihrer Freunde erhält sie dabei auch die Unterstützung des Elfenkriegers Aerthas, der sich ihnen anschließt. Bald schon müssen die Beiden feststellen, dass sie mehr verbindet, als ein gemeinsamer Feind und die Zuneigung zueinander – eine Macht, die es ihnen ermöglicht, den Flammenden Lord endgültig zu vernichten. Zumindest, wenn es ihnen gelingt, diese auch zu kontrollieren.

Bewertung:

Wow, was für ein Abenteuer! Überraschend gut, als es der Anfang erahnen ließ. Ich fand es erst mal schwierig, die vielen Namen auseinander zu halten, da auch nicht näher auf die Charaktere eingegangen wird. Das passiert erst im Laufe der Geschichte, ebenso wie nach und nach Spannung aufgebaut wird. Nur gut, das ich derzeit auf einen Elfentrip bin. (Daran ist nur dieser verflixte „Hobbit“ mit seinen Zwergenkriegern schuld! Das beflügelte meine Vorstellungsgabe ungemein.) Und so uninteressant war die Geschichte nun auch nicht. Es dauerte zwar, bis ich mich einigermaßen zurechtfand, aber dann, als mich das Buch endgültig in seine vielfältige Welt gezogen hatte, wollte und konnte ich es nicht mehr beiseitelegen. Und tatsächlich, ich lass es in nur drei Abschnitten. Der letzte Teil betrug dabei etwas mehr als die Hälfte. Also könnt ihr euch denken, dass das der unterhaltsamste Teil war.

Im weiteren Verlauf der Geschichte wird klar, dass das Hauptaugenmerk auf den Flammenden Lord gerichtet ist. Es gilt, ihn zu töten. Dabei spielt die hübsche Elfe Lysanna eine Hauptrolle. Um sie herum wird das Geschehen aufgebaut. Lysanna ist neben ihrer vorzüglichen Schönheit eine tollkühne Kämpferin und lässt sich herzlich wenig von Anderen etwas vorschreiben. Eine weitere wichtige Rolle spielt der Elf Aerthas. Er schleicht sich langsam ins Lysanna’s Herz, die sie sich zwar anfangs gegen die aufkeimende Liebe währt, aber er letztendlich für sich gewinnt. Auch ich finde ihn charmant. Aber irgendetwas scheint mit ihm nicht zu stimmen. Er hütet ein großes Geheimnis, welches nicht nur er zu kennen scheint. Leider wird nicht näher auf einzelne Wesen eingegangen. Die Figuren sind generell nur etwas oberflächlich angekratzt, keine detaillierte Beschreibung der Charaktere. Sie kommen mir kalt und manchmal auch etwas stumpf rüber. Mehr Tiefe hätte das Buch mehr erstrahlen lassen. Vordergründig scheint hierbei die Geschichte selbst zu sein. Sie wirkt sehr ausgetüftelt, mit einer raffinierten Finesse, was diesem Buch einen besonderen Schliff gibt. Und die Geschichte ist beeindruckend! Elfen, Trolle, Orks und weitere Wesen, mit und ohne magische Elemente bewohnen die gelungene erschaffene Welt von Fanny. Von Kämpfen, die recht bildlich dargestellt werden, bis Liebesgeschichten hin zu Freunden und Feinden, alles dabei. Auch der Lesefluss ist sehr angenehm. Nichts lenkte mich ab, verständliche Sätze, ich kam gut voran.

Das Ende war ein Schock. Wer hätte das ahnen können? Dabei war er mir so sympathisch! Umgehend drängte sich mir hier der Gedanke einer Fortsetzung auf. Es wäre wünschenswert und ich die Erste, die HIER HIER schreit! Ein beeindruckendes und mächtiges Erstlingswerk, wenn auch ein wenig „grob“. Aber ich bin zuversichtlich, dass ihr nächstes Band „feiner“ wird, das Talent hat sie jedenfalls dazu. Ich drück ihr dafür ganz fest die Daumen und sehne dem nächsten Band erwartungsvoll entgegen.

Story 4/5   Schreibstil 3/5

 

Vielen Dank Fanny Bechert, dass ich die Ehre erhielt, „Elesztrah“ lesen zu dürfen und für das aufmerksame Rezensionsexemplar.