Rezension: Better Life

Better Life – Ausgelöscht

 

Autor: Lillith Korn
Verlag: Drachenmond-Verlag
Genre: Dystopie
Erschienen: Dez. 2015
Seitenzahl: 224
Ausgabe: Taschenbuch
Reihe: Teil 1/2

 

 

Inhalt: Zoe entwickelt ein Programm, mit dessen Hilfe Erinnerungen gelöscht und ganze Persönlichkeiten neu programmiert werden können. Es soll dazu dienen, traumatisierten Menschen das Leben zu erleichtern. Doch Better Life nutzt Zoes neues Programm für eigene Zwecke. Erst als sie Paul begegnet, wird ihr das gesamte Ausmaß der Katastrophe klar. Doch da ist es schon zu spät … Gibt es noch eine Möglichkeit diesen Alptraum zu stoppen?

Bewertung

Allein der Klappentext versetzte mich bereits innerlich in Aufruhr. Es ist dieses Gefühl, wo es kaum auszuhalten ist, endlich dieses Buch lesen und ergründen zu können, um herauszufinden, was hinter dem aussagekräftigen Text steckt. Die Freude darauf ist einfach unermesslich und doch schiebt man es eine Weile vor sich her, nur um sich dessen Anziehung sicher zu sein. Und dann kommt der große Moment. Du öffnest das Buch, liest die ersten Seiten, und ziehst die Stirn kraus. Hallo? Eine ewige Vorfreude und dann so was? Die ersten Zeilen drücken die Sucht massiv herab. Ein gewisser Marvin kommt ganz unspektakulär in ein Gebäude, ist unendlich aufgeregt und verfolgt strebsam sein Ziel. Er denkt, er hätte endlich alles hinter sich gebracht, aber dann kommt doch alles ganz anders, als geplant. Dann wird viel um die Protagonistin Zoe herum erzählt, an welchem Projekt sie beteiligt war, wie es dazu kam und ihre momentane Situation. Alles recht blass und sehr unflexibel geschrieben. Es passiert kaum was Dramatisches. Doch dann wendet sich das Buch plötzlich. Es kommt Bewegung rein und die Ereignisse überschlagen sich. Da ist nun Paul, der sich an Zoe ran hängt. Natalie, Zoe’s beste Freundin, Tristan, Amy und eine Aktivistengruppe, die die Machenschaften von der Firma Better Life aufzudecken versuchen. 

Dennoch bin ich von dem Buch nicht ganz überzeugt. Die Idee ist absolut spektakulär, keine Frage, aber an der Umsetzung mangelt es jedoch. Es liest sich leicht und verständlich, zu leicht, wie ich finde. Die Sätze sind teils mangelhaft, teils sehr gut formuliert. Weder hat es mich so richtig mitgerissen, noch fiel es mir leicht, es beiseitezulegen. Es war ein rauf und runter. Am Ende hab ich es doch an einem Stück gelesen, da die Neugier einfach überragte. Aber das lag dann mehr am Inhalt der Geschichte, als am Stil der Autorin. Auch die Charaktere wurden sehr gut geschaffen. Ich mag Paul wirklich sehr. Zoe ist toll, intelligent wie Paul, willensstark, nett und aufrichtig. Die Charakterisierung der Figuren ist wunderbar gelungen. Und auch Dr. Grewe konnte ich mir mit seiner arroganten Art leibhaftig vorstellen. Also daran mangelt es nicht, Ideen und Vorstellungen der Autorin kommen konkret rüber.

Ich kann mir dieses Buch sehr gut als Film vorstellen. So in etwa Richtung Jason Bourne. Es ist ein interessanter Start einer zweiteiligen Dystopie, die mir wirklich richtig gut gefallen hat. Eine bessere Wort-/Satzkombination hätte das Buch in meinen Augen perfekt gemacht. Ich freue mich zumindest auf weitere Bücher aus der Hand der Autorin.

Story 5/5   Schreibstil 3/5

Reihenfolge »Better Life«

Better Life 1: Ausgelöscht
Better Life 2: Zerstört

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Rezension: WG mit Biss

WG mit Biss: Der etwas andere Vampirroman

Schattenseiten-Trilogie 1

 

 

Autor: Vanessa Carduie · Verlag: Vanessa Carduie
Genre: Fantasy · Erschienen: Jan. 2016
Seiten: 382 · Ausgabe: Taschenbuch
Reihe: Schattenseiten – Trilogie · Band: 1 von 2

 

 

Inhalt: Was würdest du tun, wenn du gezwungen bist, deinem alten Leben den Rücken zu kehren? Wenn eine einzige Nacht plötzlich alles auf den Kopf stellt? Wenn dunkle Geheimnisse ans Licht kommen und deine Feinde in den Schatten lauern? Was, wenn aus Freundschaft plötzlich Liebe wird? Wirst du den nächsten Schritt wagen oder dich in dein altes, ruhiges Leben flüchten? Wirst du für deine Liebe kämpfen – Gegen alle Vernunft und gesellschaftlichen Konventionen? Ist Liebe zwischen einem Vampir und einer Werwölfin möglich? Oder wird sie von der alten Feindschaft zerstört? Bist du bereit, alle Konsequenzen zu tragen?

Fabian ist zweihunderteinundzwanzig Jahre jung und ein Vampir. Sein bisheriger Wohnort, der Hausmannsturm des Dresdner Residenzschlosses, wird langsam unbequem. Die Menschen rücken ihm immer weiter auf die Pelle und stören seinen Frieden. Ein Umzug scheint unumgänglich, denn die Menschheit weiß nichts von Vampiren und das soll schön so bleiben. Eine passende Lösung scheint das Angebot von seiner Freundin Erika zu sein, die einen neuen Mitbewohner sucht. Doch kann eine WG aus Werwölfin und Vampir funktionieren? Bald darauf wird Erika zum Ziel von Werwolfsjägern und Fabian muss sich entscheiden: Für ein chaotisches, aber erfüllendes Leben an Erikas Seite oder für die Rückkehr in seine alte, ruhige Existenz im Schatten der Gesellschaft?

Bewertung

Am Anfang stellt sich Protagonist Fabian, ein Vampir, erst mal ausführlich vor. Das macht er so leicht und locker, dass ich ihn auf Anhieb ziemlich sympathisch fand, was nicht nur an dem netten, lockeren Stil der Autorin lag. Dann lernen wir Erika kennen. Sie ist ebenfalls eine Wandlerin und um es genauer zu sagen, eine Werwölfin. Die beiden verstehen sich sehr gut, sind eng miteinander befreundet, was eigentlich Wesen ihrer Art gar nicht entspricht. Erika hat ein Problem, und ausgerechnet Fabian soll ihr dabei behilflich sein, dieses aus der Welt zu schaffen. Er zieht direkt bei ihr ein und die Dinge nehmen ihren Lauf.

Zu Beginn hat es mir sehr gut gefallen, Fabian fand ich selbstbewusst, stark und witzig. Im Laufe der Geschichte nimmt dies jedoch ab, was vielleicht an Erika liegen mag. Denn mehr und mehr verlor er seinen Charme auf mich, der Zauber verflog. Er wurde irgendwie ernster, verklemmter, wobei mir seine Leichtigkeit zu Beginn sehr imponierte. Irgendwie fand ich die ersten Seiten auch am besten, denn was danach kam, war mit dem nicht mehr zu vergleichen. Mir fehlte einfach der anfängliche Schwung, der meine Erwartungen nach oben trieb. Zuletzt ließ mich die Geschichte doch irgendwie enttäuscht zurück, da es dem einfach nicht mehr gerechnet werden konnte. Dennoch hab ich gefallen an diesem Buch gefunden. Die Wortwahl der Autorin fand ich sehr ansprechend und hat einiges wieder gut gemacht. Der gehobene Schreibstil, der so edel und fein klingt, ist mal etwas anderes in der breiten Bücherszene und kommt sehr gut rüber. Ihre Art der Wiedergabe ist enorm detailliert, wie Charaktere, Umgebung und insbesondere Gefühle. Selbst mir gelang es nicht, dieses Buch ohne trockene Augen abzuschließen. Die Geschichte hat mich zwar nicht so sehr angesprochen, teilweise etwas zu blutrünstig und zu lang gezogene Textstellen, aber einige spannende und aufregende Handlungen gibt es schon. Wie zum Beispiel das Verhältnis unter den verschiedenen Wandler fand ich unheimlich interessant. Dass daraus so ein Ärger entsteht, ist schon eine unheimliche Sache. Aber Held Fabian stürzt sich mitten rein und beschützt, was er liebt. Allein wegen Fabian ist es Wert, dieses Buch zu lesen! 

Story 3/5    Schreibstil 5/5

 

Reihenfolge der „Schattenseiten-Trilogie“

Band 1: WG mit Biss – Der etwas andere Vampirroman
Band 2: Neustadtzauber- Eine Geschichte voller Magie

Rezension: Voll erwischt

Voll erwischt

Ein romantischer Jugendroman mit mystischen Elementen

 

Autor: Ellen Sommer
Verlag: CreateSpace
Genre: Jugendroman
Erschienen: Okt. 2015
Seiten: 256
Ausgabe: Taschenbuch
Reihe: Voll erwischt
Band: 1 von 2 (bisher bekannt)

 

Inhalt: „Glaubst du, dass es tatsächlich jemanden gibt, der unser Schicksal bestimmt?“, fragte ich sie neugierig. „Manche können das – da bin ich mir ganz sicher!“ Die 17-jährige Lille zieht aus Bayern zu ihrer Großmutter nach Wuppertal. In der neuen Schule findet sie schnell Anschluss an eine lebenslustige Handballer-Clique. Bald schon funkt es gewaltig zwischen ihr und dem Mädchenschwarm Chris. Chris hatte in der Vergangenheit einen schweren Motorradunfall, über den er ungern redet. Lille, die Geheimnisse nicht ausstehen kann, fühlt sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Was Lille nicht einmal ahnt: Ihre Oma stammt von den Moiren ab und kann das Schicksal einzelner Familienmitglieder verändern. Ihre Oma, die sein Geheimnis kennt und ihre Enkelin vor einer Tragödie retten will, setzt alle Hebel in Bewegung, dass aus der Lovestory zwischen Chris und Lille nichts wird. Das nimmt Lille natürlich nicht so einfach hin.

Der Auftakt zu einem turbulenten Herbst. „Voll erwischt“ ist ein romantisch- witziger Liebesroman mit mystischen Elementen für Jugendliche ab 14 Jahren und junggebliebene Erwachsene.

Bewertung

Lille ist 17 und die Neue auf der Schule. Sie fühlt sich verschreckt, da sie von allen angestarrt wird, was ihr sehr unangenehm ist. Sie ist ein ganz normales Mädchen, mit normalen Problemen, eben typisch für dieses Alter. Sie lernt Sara und Chris kennen, der ihr sehr gut zu gefallen scheint. Auch er hat mit relativ normalen Alltagsproblemen zu kämpfen und wohnt dazu noch bei seiner alkoholabhängigen Tante, was sein Leben nicht gerade erleichtert. Dennoch schaffen sie es, sich irgendwie näherzukommen, worauf Lille besonders Stolz ist, da Chris ein Mädchenschwarm ist. Alles ist so schön, so rosarot und unbeschwert, wenn Lilles Oma nicht gegen diese Beziehung wäre. Aber was genau steckt dahinter? Und warum plagen Lille fast jede Nacht die gleichen Albträume?

»Voll erwischt« ist ein niedlicher Jugendroman. Im Vordergrund stehen der schulische Ablauf, Freunde und die ersten Erfahrungen. Lilles Erlebnisse erinnern sehr an die eigene unbeschwerte Jugend, mit all seinen Drehungen und Wendungen. Wie gern erinnert man sich selbst an die eigene Schulzeit zurück und schwebt plötzlich in schönen wie in unangenehmen Erinnerungen, für die man heute nur noch ein müdes Lächeln übrig hat. Aus dieser Sicht gesehen, danke ich Ellen sehr, dass ich es lesen durfte und sie mir »Voll erwischt« als Rezensionsexemplar überlassen hat. Die andere Sache ist, dass es zudem ein ziemlich fesselndes Geheimnis birgt, welches sich wie ein roter Faden durchs Buch zieht. Es scheint hin und wieder Mal durch, wird jedoch nicht aufgelöst. Was ich jedoch stark im Nachfolger erwarte. Der Stil ist dem eines Jugendlichen angeglichen, sowohl sprachlich, als auch inhaltlich. Ich finde Ellens Stil sehr passend, leicht, lustig und unkompliziert, zumindest für mich als Erwachsene. Dabei werden auch die weniger guten Seiten des Lebens beleuchtet, was ich ebenfalls sehr gut finde. Denn das Leben ist nun mal kein Zuckerschlecken, das sollte jeder wissen. Jugendliche werden sicherlich ebenfalls ihren Spaß darin finden und ich kann es ebenso als Einstiegsbuch empfehlen, wenn man seine Kinder zum Lesen animieren möchte. Ich werde es zumindest frühzeitig meinem Sohn in die Hand drücken. Und auf jeden Fall möchte ich wissen, wie es weiter geht! Danke Ellen!

PS: Bitte bedenkt, dass ich hier ein Jugendroman bewerte! Da gehe ich mit einer anderer Sichweise heran.

Story 4/5    Schreibstil 4/5

 

Reihenfolge:
Voll erwischt 1 – Voll erwischt
Voll erwischt 2 – Ich träum von dir …

Rezension: Elea

 

Elea – Die Träne des Drachen

Band 1

 

Autor: Christina Matesic
Verlag: Books on Demand
Genre: Fantasy
Erschienen: Jul. 2015
Seiten: 556
Format: Taschenbuch
Reihe: Elea
Band: 1 von 4

 

Inhalt: Was wäre, wenn der Mann, der dich wie ein wildes Tier gehetzt hat, der dich geschlagen und gedemütigt hat, deine große Liebe werden würde – diese Liebe aber nicht sein darf? Genau das widerfährt der jungen, außergewöhnlichen Elea, als sie von dem brutalen Krieger Maél im Auftrag von König Roghan, dem Herrscher über Moraya, gewaltsam ihrer Familie entrissen wird. Aber nicht nur ihre Entführung bringt ihr Leben völlig aus den Fugen, sondern auch eine Prophezeiung, der zufolge sie eine Drachenreiterin sein und das Menschenvolk vor den dunklen Mächten retten soll. Doch was niemand weiß – sie am allerwenigsten: Ihre Liebe zu Maél erweckt in ihr etwas zum Leben, was noch viel mächtiger ist als eine Drachenreiterin.

Bewertung

Elea, ein achtzehnjähriges Mädchen, wurde wohl behütet und weit außerhalb der Stadt aufgezogen. Sie hat etwas Außergewöhnliches an sich, was sie bei den Menschen zu einer Außenseiterin macht. Ihr Haar leuchtet nachts nämlich feuerrot! Es sind gerade mal drei Strähnen, die dieses Leuchten bewirken. Und doch ist es etwas Einzigartiges. So einzigartig, dass sogar der König selbst nach ihr suchen lässt.

Die Geschichte erinnerte mich an meinem absoluten Lieblingsbuch (und der Grund, weshalb ich blogge) – an „Der Kuss des Kjer“ von Lynn Raven. Die ersten Seiten haben mich verzückt, mein Interesse war geweckt. Zu Beginn erfahren wir von Elea und ihrer Prophezeiung und geraten in die Konfrontation mit Maél. Maél ist böse, gewalttätig und trägt zu Recht die Bezeichnung „Der schwarze Ritter“, denn seine Seele ist schwärzer als die Nacht. Die bildhübsche wie kluge Elea wird eben von diesem bösen, gemeinen Mann entführt, mit der Aufgabe, sie lebend zum König zu bringen. Huuu das jagte mir noch einen Schauer über den Rücken. Sie wehrt sich natürlich, als wäre der Teufel in ihr und Maél, leider ebenso hübsch wie seine schwarze Rüstung Angst und Schrecken verbreitet, bringt sie natürlich notfalls mit Gewalt unter Kontrolle. Was war das aufregend! Nervös verschlang ich Zeile für Zeile. Und dann begann die Reise. Anfangs war alles noch sehr spannend und geheimnisvoll. Die beiden hassen sich bis aufs Blut und doch müssen sie irgendwie miteinander klarkommen. Es sind etliche wahnsinnig tolle Szenen dabei, die sogar mir das Blut in den Adern gefrieren lassen. Und dann zog es sich irgendwie immer mehr in die Länge … Dann gab es noch einige höchst aufregende Momente, die nicht nur mein Herz zum Rasen brachten. Elea ist eine sehr schöne Geschichte, die wirklich an Kuss des Kjer anlehnt und auch tatsächlich Ähnlichkeit aufweist. Die Charaktere sind allesamt gut gezeichnet. Ob es der dunkle, geheimnisumwobene Maél ist oder die fast schon erwachsene Elea. Trotz riesiger Unterschiede, gut und böse, spielen sie ihre Rollen fast perfekt. Denn, wie ich zugeben muss, die Figur Elea kommt mir etwas zu kindlich rüber, zu unreif und naiv. Das brachte mich manchmal aus dem Konzept, da dieses Verhalten nicht gerade zu der Geschichte passte. Von dem „bösen“ Maél hingegen konnte ich nicht genug bekommen! Seine Gefühle und Handlungen wirken wohl überlegt und er ist meist hoch konzentriert, das schätze ich sehr an seinem Charakter. Im ersten Viertel wirkt er noch sehr feindselig, egal zu wem. Seine dunklen Seiten kommen immer wieder durch, weshalb er eben auch so gefürchtet ist. Doch dann taut er langsam in Eleas Nähe auf, und eine Veränderung tritt ein. Das waren eigentliche meine Lieblingsszenen, da ich solche Verwandlungen immer wieder äußerst spannend finde!

Die Autorin hat einen sprachlich guten Umgang, der Text ist gut lesbar und verständlich. Sie hat schon einen gewissen Kniff, um das zu schreiben, was sie uns mitteilen möchte. An manchen Stellen hat es mich überrascht, wie gut sie das formuliert hat. Respekt! Manches hat mir so gut gefallen, dass ich die Stelle mehrmals lesen musste. Das Buch steckt ohnehin voller Überraschungen und himmelhochjauchzenden Momenten. Man fällt hinein, und taucht manchmal wieder zu schnell auf. Christinas Worte tragen uns hinaus in eine unbekannte Welt voller Gefahren, zu einer Liebe, die dein Tod bedeuten kann und zu einem uralten Wesen, welches mit dir auf immer und ewig verbunden sein wird. Du wirst nicht drum kommen, den nächsten Teil auch lesen zu müssen. Denn trotz kleiner Schwächen hat Elea auch seine starken Seiten und zieht dich damit fest in seinen Bann. Es geht gar nicht anders, man muss einfach wissen, wie es weiter geht!

Story 4/5   Schreibstil 4/5

 

Reihenfolge „Elea“

Band 1: Elea – Die Träne des Drachen
Band 2: Elea – Die Weisheit des Drachen
Band 3: Elea – Teneviola
Band 4: ???

Rezension: Gelüste OHNE Grenzen

Gelüste OHNE Grenzen

 

Autor: Götz von Martin · Verlag: GD Publishing · Genre: Erotik 
Erschienen: Sep. 2015 · Seiten: 48 · Ausgabe: eBook

 

Inhalt: Gelüste OHNE Grenzen ist ein Buch voll erregender und kurzweiliger Geschichten aus der Feder des Autors Götz von Martin. Es besticht durch seine Vielfalt und seinen Charme, die natürlichste Sache der Welt in verschiedenen Facetten zu erleben. Götz von Martin beschreibt die Geschichten nicht nur aus der Sicht eines Mannes, sondern versetzt sich auch in die Gefühlswelt einer Frau. Die Geschichten sind mit einer feinen Prise Humor gewürzt und gehen unter die Gürtellinie, ohne den guten Geschmack zu verlieren. Mal ordinär, mal sinnlich romantisch. Sie werden überrascht sein.

Bewertung

Dies war mein erstes Buch aus dem Genre Erotik. Es handelt sich um einzelne Kurzgeschichten, die unterschiedlich lang sind. Die ersten Erzählungen sind gut zum Aufwärmen geeignet. Plump, obszön und wie gesagt, kurz. Dementsprechend fallen eben auch die Handlungen aus. Mir hat der Humor dabei sehr gefallen, es gibt den Geschichten einen Hauch von Leichtigkeit. „Ein Sommertag im Garten“ klang dann schon mehr nach einer guten Story mit allem Drum und Dran. Auf die Idee mit dem Trampolin muss man erstmal kommen. Hier zeigt der Autor bereits erste Ansätze, dass er das Zeug zum Schreiben hat. Und die Fantasie dazu besitzt er ebenfalls. Spätestens bei der Protagonistin Mona hat er jeden Leser überzeugt. Mona ist mit ihrer Familie im Urlaub. Dort lernen beide eine völlig andere Seite ihres Partners kennen. Sie experimentiert ein bisschen und kommt schnell dahinter, was ihrem Mann Andreas wirklich gefällt. Sie selbst macht nette Bekanntschaften auf dem Basar und bekommt dort das, wonach sie sich eigentlich schon lange gesehnt hatte. Dieses Abenteuer ist trotz der geringen Länge schon recht ausgetüftelt. Zudem beschreibt der Autor außergewöhnlich gut die Gefühle und Empfindungen einer Frau. Er hat sich hervorragend in sie hinein versetzt. Das ist meine persönliche Top Story. Eine letzte Geschichte ist dann noch für die Romantiker unter uns.

Götz von Martin scheint in dem was er schreibt, recht flexibel und entspannt zu sein. Mal eine derbe Ausdrucksweise, mal sinnlich und gefühlvoll. Dadurch schafft er es gut, seine Geschichten spannend zu halten und den Leser zu für sich zu gewinnen. Ich mag seinen Stil wirklich sehr. Vom Lesen her war alles in Ordnung, es blieben im Kopf keine Fragen zurück. Sätze sind verständlich, Worte gut gewählt und durchaus angebracht. Es ist eine interessante Mischung und für mich auf jeden Fall eine neue Erfahrung. Auch als Einstieg in dieses Genre, wie es bei mir der Fall war, ist es geeignet. Vorsicht wird man ans Thema heran geführt und zugleich ins kalte Wasser geschmissen, eine wirklich gute Affinität. Kombiniert mit lustigen und frechen Sprüchen und den wechselnden Perspektiven macht dieses „Büchlein“ zu einem ganz besonderen Lesevergnügen.

Story 4/5   Schreibstil 4/5

Götz von Martin, vielen Dank für das interessante Rezensionsexemplar.

Rezension: Zähmung

Zähmung – Das Vermächtnis der Wölfe

Band 1

 

Autor: Farina de Waard

Verlag: Fanowa

Genre: Fantasy

Erschienen: Dez. 2013

Seiten: 788

Ausgabe: Broschiert

 

Inhalt: Tyarul – Diktatur und grausame Unterdrückung prägen die fremde Dimension, von der wir nichts wissen. Sina wird erst mit ihrem Schicksal und der mittelalterlichen Welt konfrontiert, als die Tyrannin Zayda sie entführen lässt. Sie wird verschleppt, in ein unterirdisches Gefängnis gesteckt und bekommt erst eine neue Chance, als man sie heimlich befreit. Und obwohl sich die Welt im Würgegriff der Unterdrücker befindet, gibt es doch einen winzigen Lichtblick. Sina entdeckt schlummernde Kräfte in ihrem Inneren und bekommt eine Aufgabe, die alle betrifft: Ihre Magie zu bezähmen und die Schreckensherrschaft zu beenden. Wird sie es schaffen, ihr Schicksal anzunehmen und zur Retterin ‚Zenay‘ zu werden?

Bewertung

Eine Geschichte mit unterschiedlichen Dimensionen, den Guten und Bösen und viel Magie fand ich seh ansprechend. Verschiedene Absätze zogen mich in den Bann, aber bedauerlicher Weise auch einige, die das Gegenteil erzeugten. Gleich zu Beginn wird uns der Bösewicht Mazuk in all seiner Grausamkeit präsentiert. Das war spannend, dramatisch, aber auch verwirrend. Trotz Bösewicht hat er etwas an sich. Er entführte Sina und brachte sie zum Bösewicht Nummer 2. Eigentlich viel mehr Bösewichtin, denn sie war die grausame Königin, die grausamer nicht sein könnte. Dabei kann Sina noch gar nicht richtig fassen, was ihr denn eigentlich widerfahren war. Das übrigens zieht sich fast bis zum Ende hin. Sie zweifelt ständig und immer, kann sich nur schwer an ihr neues Leben gewöhnen. Ich fand es ein wenig zu viel, wobei es mir auch gefallen hat, dass sie nicht alles einfach so hinnimmt und gut ist. Aber zurück zur angsteinflößenden Königin. Sie quält, misshandelt und demütig Sina fast bis zum Tod, und am Ende wird sie noch weggesperrt. Ab in den Kerker mit ihr! Da kommt dann auch endlich Licht in die Sache. Die Antworten auf so viele Fragen, die sich seit Beginn gebildet haben. Sina erhält heimlich Unterstützung von Rebellen, mit deren Hilfe sie entfliehen kann. Zuflucht findet sie in einem Dorf, bei dem Magier Shetan und des Enkel Tarek. Eigentlich handelt dann das Meiste um die Erlernung von Magie, dessen Umgang und Einsatz. Sie erfährt, dass sie die Auserwählte ist, um die böse Königin zu stürzen. Zwischendurch noch eine kleine Liebesgeschichte und das war es eigentlich schon. Tatsächlich sind in Anbetracht der Seitenanzahl nur wenige Passagen vom wichtigen Inhalt. Zum Beispiel zieht sich die Kampfausbildung mit dem Schwert unglaublich in die Länge, über viele Seiten. Das ist auch der Grund, weshalb keine kontinuierliche Spannung erzeugt werden konnte. Tief beeindruckend fand ich die Beschreibung des Dorfes. Die Bewohner und die Umgebung, wie alles lebt und atmet; das hat regelrecht Bilder in mir hervorgerufen.

Farina de Waard hat mit „Zähmung“ ein schweres Debüt vorgelegt. Entweder man mag es, oder man mag es eben nicht. Es ist vielschichtig, sehr umfangreich, mit anregenden Inhalt. Es ist angenehm zu lesen, einfach und leicht. Sprachlich gibt es keine Hürden oder sonstige Herausforderungen, alles schön verständlich, wenn auch nicht (gleich) immer alles nachvollziehbar. Ich mag es. Denn trotz kleinen Schwächen ist es ein starkes Fantasy-Abenteuer. Die Idee, wie Magie gewirkt wird, ist mir völlig neu und um das so hinzubekommen ist schon erstaunlich. Auch die zarte, zurückhaltende Liebe bringt Frische und Sinnlichkeit hinein. Die Charaktere wurden so detailtreu dargestellt, dass man annehmen konnte, sie stehen direkt neben einem und schaut ihnen zu. Ich liebe es, wenn ich einfach das Gefühl habe, sie wären ebenso meine Freunde, das geht sehr unter die Haut. Auch wenn ich selbst nicht richtig in die Geschichte hinein fand, so ist es dennoch ein ziemlicher Wälzer, der sich lohnt. Bin auf den nächsten Teil „Zorn“ gespannt. Wie wird sich Zenay weiter entwickeln und wird sie die innerliche, sowie äußerliche Kraft besitzen, sich der bösen Königin entgegenzustellen? Schafft sie es, eine große Magierin zu werden?

Story 4/5   Schreibstil 4/5

Reihenfolge

Zähmung: Das Vermächtnis der Wölfe – Teil 1

Zorn: Das Vermächtnis der Wölfe – Teil 2

 

Herzlichen Dank Farina de Waard, dass ich „Zähmung“ in Form eines Rezensionsexemplares lesen durfte. 

Rezension: Im Zeichen von Licht und Schatten

Im Zeichen von Licht und Schatten

 

Autor: Heike Rissel
Verlag: Buchverlag scholz
Genre: Fantasy
Erschienen: Jun. 2012
Seiten: 700
Format: Taschenbuch

 

Inhalt: Raffael McConnor ist der Anführer der Lichtkrieger, einem sonnenresistenten Zweig von Vampiren. Auf der Suche nach der für ihn vorbestimmten Auserwählten, die seine Vormachtstellung festigen soll, lernt er die Verlegerin Kate Neyron kennen. In ihr glaubt Raffael, seine Seelengefährtin gefunden zu haben. Aufgrund eines unglücklichen Zufalls trifft Kate auf den eiskalten Dexter, der ein Anführer der Schattenkrieger und ärgster Widersacher Raffaels ist. Der Schattenfürst hofft durch eine Verbindung zwischen sich und der jungen Auserwählten, Raffael zu stürzen und sich selbst an die Spitze einer vereinten Vampirnation zu setzen.

Bewertung

Endlich mal wieder ein vernünftiger Vampirroman! Es ist definitiv nicht einfach, nach Twilight noch die große Fangemeinde zu beeindrucken. Aber mit dem Roman „Im Zeichen von Licht und Schatten“ hat die Autorin Heike Rissel eine gelungene, eigenständige Geschichte geschaffen. Kate (Pendant zu Bella), trifft im Urlaub auf den rätselhaften wie charmanten Raffael (liebestrunkener Vampir). Zwei Dinge haben mich zu Beginn etwas verwirrt. Erstens kommt Kate wie eine Heranwachsende rüber, obwohl sie Anfang dreißig ist. Und zweitens, fand ich es ein Tick zu überhaspelt, wie die Beiden sich näher kommen und auch bereits sehr vertraut miteinander umgingen. Überaus positiv war mir jedoch die elegante und gepflegte Wortwahl, das hat mir gut gefallen. Kate weiß natürlich nichts von Raffaels Unsterblichkeit. Für ihn hingegen ist Kate die bestimmte Eine. Er versucht alles, um sie für sich zu gewinnen und natürlich auch ihr sein wahres Wesen zu offenbaren. Erst hat Kate selbstverständlich Schwierigkeiten damit, hinterfragt viel und lässt sich nicht gern Dinge vorschreiben, sie wehrt sich gegen vieles. Das zeigt ihre Charakterstärke. Aber mit der Zeit gewöhnt sie sich dran und akzeptiert auch irgendwann zum Ende hin ihr Schicksal. In den immerwährenden Krieg zwischen Licht- und Schattenkriegern wird auch Kate hineingezogen. Sie weiß noch nicht so recht, wo sie steht und was eigentlich ihre Aufgabe ist. Niemand erklärt es ihr wirklich. Daher auch nicht verwunderlich, dass sie sich oft in Schwierigkeiten bringt. Obwohl es eine spannende und attraktive Story ist, wurden manche Dinge jedoch weitschweifend und hinreichend lang erläutert. Das unterbrach oft den Lesefluss. Aber wirklich beeindruckend und was immer wieder auffällt, ist tatsächlich der gehobene Schreibstil mit einfallsreich kombinierten Satzbau.

Ohne jegliche Frage zaubert die Autorin durch ihren lebendigen und greifbaren Stil bewegende Bilder in den Kopf. Schmecken, riechen, fühlen, alle Sinnesempfindungen dabei. Dadurch bekamen ihre Charaktere einen tiefgehenden Schliff und es war, als ob ich sie persönlich kennen würde. Sie hat einfach allen ihren Figuren so ein perfektes Leben eingehaucht, so wundschön die Landschaft und Umgebung wiedergegeben, dass man sich pudelwohl in ihrer Welt fühlt und völlig abtauchen und abschalten kann. Auch wenn einige Dialoge oder Überlegungen sich wiederholen, so ist es doch ein durchaus gutes Buch geworden. Für Fans von Vampiren unbedingt empfehlenswert. Auch für Nichtfans eine abwechslungsreicher, intensiver Fantasieroman.

Story 4/5   Schreibstil 4/5

 

Reihenfolge:
Band 1: Zeichen von Licht und Schatten
Band 2: Im Zeichen von Licht und Schatten II – Schattenzeichen

Ein riesen Dankeschön an die Autorin Heike Rissel, dass sie so freundlich war, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen.