Rezension: Acht Sinne

Acht Sinne: Band 2 der Gefühle

 

Autor: Rose Snow
Verlag: CreateSpace
Genre: Fantasy
Erschienen: Aug. 2015
Seitenzahl Print: 346
Ausgabe: Kindle Edition
Reihe: Acht Sinne
Band: 2 von 7

 

Inhalt: Tauche ein in die Welt der 8 Sinne: Wut. Ekel. Trauer. Wachsamkeit. Freude. Erstaunen. Vertrauen. Angst. Welches Gefühl ist Deines? Nach der Wächterprüfung geht für Lee die abenteuerliche Reise mit Ben weiter, die sie nicht nur quer durch das Land der roten Wut führt, sondern auch noch in höchste Gefahr bringt …

Bewertung

Wie verrückt, ich bin süchtig nach dieser Reihe geworden. Unglaublich!!! Wie es nach dem mittelmäßigen Teil 1 dazu kam, steht hier:

Lee kämpft sich erst mal allein weiter durch die Länder und ist eigentlich froh darüber, den ekelhaften Ben losgeworden zu sein. Sie muss dringend ihre Prüfung zur Wächterin abschließen, bevor es zu spät dafür ist. Und was wäre das Land der Sieben Sinne, wenn diese nicht mit starker Magie heraufbeschworen wäre? Lee und die anderen Anwärter müssen sich so einiges über sich ergehen lassen, um ans Ziel zu gelangen. Dort trifft sie überraschend auf Jesper, der sich ihr prompt anschließt. Obwohl sie froh über ihre Begleitung ist, lässt sie ihre Gedanken ständig zu Ben schweifen. Ihn begegnet sie ebenfalls wieder. Auch Ben schließt sich ihr an, aber seine deutliche Abneigung gegenüber Jesper ist unübertroffen unverhohlen. Dennoch ziehen sie zu dritt weiter und erleben unglaubliche Abenteuer, gepaart mit unglaublich viel Sarkasmus, und ob ihr es wahrhaben wollt oder nicht, es liegt unglaublich viel Liebe in der Luft.

Acht Sinne Band 2 habe ich fast direkt fortgesetzt. Ich hatte recht, Lee und Ben haben mir keine Ruhe gelassen, schwebten unablässig in meinem Kopf herum. Und unglaublich schnell versank ich in die Geschichte. Plötzlich war alles anders. Ich konnte nicht schnell genug lesen, wäre vor Aufregung fast umgekommen. Sie riss mich so plötzlich mit, wirbelte mich unablässig hin und her, weil es so viele interessante Abenteuer und Aufgaben zu bestehen gab. Ich bin völlig aus den Socken! Und dieser ewige Schlagabtausch zwischen Lee, Ben und Jesper ist einfach genial. Bens Charakter ist schon sehr ekelhaft, und ich muss gestehen, dass mich sein Land, doch am meisten gebannt hat. Er ist nicht mehr so sehr von sich eingenommen, hin und wieder dachte ich, nun wird er seine wahren Gefühle offenbaren, aber es ist noch nicht so weit. Er spielt seine Rolle perfekt, ich mag ihn sehr. Lee ist… einfach Lee. Ich halte sie für unheimlich klug, selbstbewusst und stark. Auch wenn sie sich noch teilweise gegen gewisse Dinge sträubt, so weiß sie doch, dass es am Ende unausweichlich ist.

Rose und Snow, ihr beide habt mich echt überrascht. Euer Stil hat sich deutlich verbessert und ebenfalls der ruhige Ablauf, nicht mehr so wild durcheinander. Es kommt mir vor, als liege eine komplette Wandlung vor. Ich tauchte fast augenblicklich ab und wollte gar nimmer mehr so schnell wieder daraus hervortauchen. Ich flog nur so über die Seiten hinweg, sie fesselten mich derartig, dass ich mich schon ermahnen musste, langsamer zu lesen, um aber auch gar nichts zu verpassen. Diesmal empfand ich die Geschichte auch viel ausgeglichener, viel ansprechender und vor allem konnte ich nun alles viel besser nachvollziehen, Kopfkino inklusive. So schön alles formuliert, so gut beschrieben, so fabelhaft dargestellt, ich fühlte, als wäre ich im Grunde die 4. Person im Kreise. Die Fantasie von Rose und Snow ist grenzenlos, es gibt unheimlich viel in ihrer Welt zu entdecken. Mit Magie kann man viel bewerkstelligen, es haut mich echt um. Mich beeindrucken immer die verschiedenen Länder der einzelnen Sinne, ich liebe es einfach. Ich bin mega froh, Acht Sinne eine Chance gegeben zu haben. Es ist so ganz anders, als die breite Masse. Ich kann nur sagen, liest es. Und unbedingt bei Band 1 beginnen!

Story 5/5   Schreibstil 4/5 

 

Hier gibt es einen fantastischen Blogroman zu Lee und Ben! Ich bin Follower! ♥

Reihenfolge der „8 Sinne“ Fantasy-Saga ist numerisch.

Rezension: Niamhs Erbe

Niamhs Erbe: Avalon

Band 2

 

Autor: Natalie Salkin · Verlag: CreateSpace
Genre: Fantasy Romance · Erschienen: Apr. 2015
Seiten: … · Ausgabe: eBook

 

 

Inhalt: (Teil 1 und 2 gibt es jetzt als komplettes Buch) Die siebzehnjährige Lucy hat ihr Leben bereits verplant. Sie möchte sich den smarten Ryan angeln und später Kunst studieren. Doch dann taucht der mysteriöse Jaro auf. Er will sie mitnehmen. In ein geheimnisvolles Land, in dem Magie zum Leben gehört, wie die Luft zum Atmen. Denn Lucy ist die verschollene Verlobte des Herrschers von Avalon. Doch Lucy will ihr Leben nicht aufgeben. Jaro ist hin und hergerissen. Zwischen seinen Gefühlen für Lucy und der Pflicht. Schließlich entführt er das junge Mädchen und bringt dadurch unwissentlich ihr Leben in Gefahr. Welch bittersüßer Schmerz verwirrte einst mein Herz. Doch dann brach es entzwei, die Liebe ward aus und vorbei. Denn es war nicht Liebe, die dich in meine Arme trieb. Einzig meine Macht wolltest du stehlen wie ein Dieb. So spüre meinen Hass und meine Wut, verbrenne in der siedend heißen Glut. Das tiefe Wasser, dein Verderben sei, aus dem du niemals mehr wirst kommen frei.

Bewertung

Die Fortsetzung von Niahms Erbe hat mich letzten Endes nun doch vollständig mitgerissen. Teil 1 liegt etwas mehr als 1 Jahr zurück und meine Begeisterung dafür hielt sich in Grenzen. Nun aber kann ich sagen, dass mich »Avalon« völlig überrascht hat und viel viel ansprechender als der erste Teil ist. Die Idee der Geschichte wurde fabelhaft weiter gesponnen, und die Krönung ist ja, dass der Stil der Autorin sich deutlich gesteigert hat! Die Ecken und Kanten, die ich beim ersten Band so störend fand, sind verschwunden. Es passieren einfach mal viel mehr Dinge, es gibt mehr Handlungen, was die Spannung unglaublich nach oben schraubt. „Avalon“ hat mich am Ende einfach mit einer tollen Geschichte beglückt, die immer noch durch meinen Kopf schwebt und einfach mit einem guten Gefühl zurücklässt.

Luce lebt nun auf der geheimnisvollen Insel Avalon in einem Schloss. Sie wird jedoch mehr wie eine Gefangene behandelt, statt wie Prinzessin. Tausend neue Gedanken und Eindrücke stürmen fast täglich auf sie ein, woran sie uns sehr intensiv teilhaben lässt. Sie deckt mehr und mehr Geheimnisse auf, lernt ihren Prinzen Rodo immer mehr kennen und merkt eigentlich schnell, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmen kann. Aber nur was? Luce ist meistens sehr humorvoll. Sie ist witzig, hat irrationale lustige Ideen und ist auch sonst nicht auf den Kopf gefallen. Sie erkennt ebenfalls den ernst der Lage, dennoch schlüpft ihr hin und wieder ein Satz Sarkasmus aus dem Mund, was sie absolut und vollkommen liebenswert macht. Sie stolpert dort durch die riesige Burg, widerspricht jedem und allem, sie ist voller Energie und Tatendrang, und am Ende muss sie sich doch ihrem Schicksal stellen … Stück für Stück wird uns das Ausmaß der prekären Situation offenbart, in fein ordentlichen Häppchen. Auch Jaro hat mittlerweile Quartier auf Avalon bezogen. Sein Freund Rodo kommt ihn Tag für Tag merkwürdiger vor, was ihm im Endeffekt an seinem Auftrag zweifeln lässt. Jaro ist schon ein feiner Junge, ich mag ihn.

Mit diesem Teil hat Natalie Salkin uns bewiesen, dass sie das Zeug zu einer fantastischen Autorin hat. Dieses Buch hat mich von Anfang bis zum Ende in den Bann gezogen und hat mir keine freie Minute mehr gegönnt, ich war in meinem Kopf nur noch mit Avalon beschäftigt! Der Ausgang der Geschichte war echt mega dramatisch, werde euch aber davon nicht berichten, müsst schon selbst lesen ;-) Es macht mich traurig, dass ich nun nichts mehr über Luce und Jaro lesen kann, da diese Reihe beendet ist. Ein Abschied, der schmerzt.

Story 4/5     Schreibstil 5/5

 

Ursprüngliche Reihenfolge:

Niamhs Erbe Teil 1: Schattenkuss
Niamhs Erbe Teil 2: Avalon

Rezension: Sphären der Macht

Die Licht-Saga 3
SPHÄREN DER MACHT

 

 

Autor: Brent Weeks
Verlag: Blanvalet
Genre: Fantasy
Erschienen: Aug. 2015
Seiten: 608
Ausgabe: Paperback

 

 

Inhalt: Als die Götter erwachen und die Satrapien zerfallen, bricht überall das Chaos aus. Die Chromeria versucht, den einzigen Mann aufzuspüren, der die Katastrophe noch aufhalten kann. Doch Gavin Guile hat seine Kräfte als Prisma verloren und kann keine Magie mehr wirken. Z wischen den Adelshäusern, religiösen Fraktionen, Rebellen und einem aufsteigenden Orden von Assassinen namens Das Gebrochene Auge tobt ein geheimer Krieg. Und Gavins Sohn Kip Guile muss sich ohne den Schutz seines Vaters allein auf die Schärfe seines Verstandes und seinen Einfallsreichtum verlassen, wenn er überleben will.

Bewertung

Gavin Guile bleibt weiterhin verschwunden. Während Kip (ein absoluter Wahnsinnscharakter) weiterhin nur nach Hause will, denken alle anderen, er sei mittlerweile ebenfalls verstorben. Grund genug für Andross um die Macht an sich zu reißen, wo ihm ja niemand mehr in die Quere kommen kann. Gavin kämpft weiterhin ums blanke Überleben, was ohne zu wandeln, sich als äußerst schwierig erweist. Und so zieht es sich ohne besondere Vorkommnisse eine Weile durchs Buch. Jeder kämpft für sich, mit unterschiedlichen Zielen.

Gut finde ich, dass nun langsam immer mehr zum Vorschein kommt. Hintergründe werden offenbart und unglaubliche Dinge kommen ans Tageslicht. Band 3 wird nahtlos da weiter geführt, wo Band 2 endete. Das Buch ist wie alle anderen fabelhaft. Die Charaktere machen tolle Veränderungen durch, es gibt sehr interessante Handlungen und man kann sich hin und wieder vorstellen, wo das alles endet. Bedauernswert ist, dass zu viele Passagen zu lang gezogen worden sind. Bei manchen Textstellen hätte ich mir mehr Erzählung gewünscht, weil es einfach unglaublich spannend war und einfach mehr darüber erfahren hätte. Nun ja, dafür wird sehr viel auf einzelne Charaktere eingegangen, was auch seinen Reiz hatte. Das, was Kip widerfahren war, seinen Part, fand ich am allerbesten. Er muss so viel durchmachen, so viel lernen, so viel Verschwörungen aufdecken … er ist eine tolle Figur. Team Kip eben! ;-)

Es ist nicht so ultimativ aufregend, spannend und dramatisch wie die vorhergehenden Teile, es fehlt irgendwie der Kick, den ich sonst beim Lesen der Bücher verspürte, die es für mich zu etwas Besonderes machten. Vielleicht liegt es daran, dass dieser Teil nur die Hälfte vom ganzen ist, da Teil 3 und 4 im Original ein Buch bilden. Klar, wenn man ein Buch auseinanderreißt, kommen getrennte Meinungen, obwohl sich im gesamten ganz anders verhält. Dennoch hat Brent Weeks weiterhin einen unglaublich fantastischen Erzählstil, der einem trotz »Kürze« trotzdem bannen kann! Ich mag, nein, ich liebe seine Bücher nun mal und werde sie auch weiterhin kaufen und lesen, auch wenn der Verlag uns gegenüber sehr unfair ist. Dafür kann der Autor nun mal nichts. »Prisma« ist einfach eine super Reihe und Brent Weeks ein begnadeter Autor!

Story 4/5     Schreibstil 5/5

 

Reihenfolge der „Licht-Saga“
» Schwarzes Prisma Band 1
» Die blendende Klinge Band 2
» Sphären der Macht Band 3
» Schattenblender Band 4

Rezension: Milten & Percy

Milten & Percy – Der Tod des Florian C. Booktian

 

 

Autor: Florian C. Booktian · Verlag: CreateSpace
Genre: Fantasy · Erschienen: Mai. 2016
Seiten: 382 · Ausgabe: Taschenbuch
Reihe: Milten & Percy · Band: 2 von 3

 

 

Inhalt: Für die Detectives Milten und Percy sollte es ein Routineeinsatz sein: Verhindert den Diebstahl der neuen Booktian-Bücher. Doch es kommt zu einer Schießerei, bei der eine Frau getötet wird. Am nächsten Tag taucht eine grotesk entstellte Leiche auf, die mehr Fragen beantwortet, als sie aufwirft. Als die beiden endlich auf Booktian persönlich treffen, stirbt der berühmte Autor und alle Anzeichen deuten auf die Frau, die Milten kurz zuvor erschossen hat. Aber wie ist so etwas überhaupt möglich? Wer steckt hinter dem Tod des berühmten Autors und warum musste er sterben?

Bewertung

Was für ein Buch! Hier heißt es nicht, sie schüttelte den Kopf, um ihre Gedanken zu ordnen, nein, bei Florian C. Booktian heißt es: „Sie schüttelte den Kopf, um ihre Gedanken durcheinanderzubringen.“ Und davon gibt es so einige Lacher in dieser Geschichte, worauf ich total stehe. Denn eine Geschichte kann nur besonders sein, wenn sie etwas Besonderes ist. Ich meine, wie doof muss man eigentlich denken, um auf solche Dinge zu kommen??? Ich beneide Menschen mit solchen Eigenschaften, die alles so toll durcheinander bringen und verstricken können. Ich gehöre selbst zu der Sorte Mensch, die zu so etwas nicht in der Lage sind. Natürlich hau auch ich hin und und wieder mal einen verrückten Lacher raus, bin allgemein lustig und humorvoll, doch diese Art zu denken ist schon speziell. Und dazu muss man es auch können, sonst geht der Witz nach hinten los. Florian ist ein Profi darin!

Er hat auch diesmal wieder neben einer total verrückten Story, in der total verrückte Leute eben total verrückte Dinge tun, einen echt total verrückten Krimi gezaubert. Der Typ ist einfach spitze! Er schreibt einfach eine Story über sich, zieht sich selbst so monströs durch den Kakao, dass einem die Ohren dabei schlackern und bringt es auch noch so genial rüber, dass man einfach nicht mehr mit dem Lesen aufhören kann. Ich mag ihn einfach sehr, den Herrn Florian C. Booktian. Die mystischen Elemente unter dem schwarzen Humor machen dieses Buch zu einem aufregendem Erlebnis. Er hat die Figuren noch besser herausgearbeitet, er geht sehr in Tiefe bei Milten und Percy. Ihre Freundschaft wird von allen Seiten beleuchtet. Denn wissen mag man schon, was dieses ungleiche Trio so zusammenschweißt. Echte Männerfreundschaft eben. Sie sind für sich da, wenns mal brennt. So herzallerliebst geschrieben, so niedlich die Zwei. Wer es noch nicht weiß, Percy ist ein Erdmännchen und hat so seine ganz eigenen Marotten. Ein neuer wichtiger Charakter wäre noch Sonia. Ich mag sie, wirklich. Sie ist tief im Herzen ein guter Mensch. Aber Emilia, ihr Bäuchling, kann sehr böse sein und verdirbt sie. Okay, sie hat ihr auch das Leben gerettet, aber war es den Preis wert? Emilia finde ich irgendwie gruselig.

Ja und der Autor Florian C. Booktian, um den es ja in diesem Werk geht, hat ein sehr großes und gütiges Herz. Ich finde es einfach Klasse, das keine Fragen zurück bleiben. Alles findet ein Ende. Manchmal ging es etwas eklig zu, dass mir schlecht wurde. Ich finde, diesmal ist es generell düsterer geschrieben als der erste Band. Etwas gefehlt hat mir eine kleine Einleitung zum Planeten, der ja aus zwei verschiedenen Teilen besteht. Wer den ersten Teil nicht kennt, ist da ein wenig benachteiligt, ich fände das schon wichtig. Ich würde erste Teil 1 empfehlen zu lesen, aber auch der direkte Einstieg mit diesem Band hier funktioniert. Spannend ist es, gruselig ebenfalls. Die Wörter sitzen an der richtigen Stelle und er hat einen angenehmen Stil, so dass man gut durchkommt und sich nebenbei vor Aufregung auf die Lippe beißen kann. Ich mag seine Art wie er schreibt!

Eine Frage zum Abschluss hätte ich dann doch noch. Herr Booktian, können hier parallelen zu dem echten Autor gezogen werden?

Story 4/5   Schreibstil 5/5

 

Reihenfolge:

Milten & Percy - Das Schloss der Skelette (Band 1)
Milten & Percy - Der Tod des Florian C. Booktian (Band 2)
Milten & Percy - Loovus: Aufbruch zu neuen Welten (Band 3)

 

Mein Dank gilt Florian C. Booktian für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

Rezension: Unverhofft Ländlich

Unverhofft Ländlich

 

Autor: Brid Heusig-Christoffers · Verlag: Eigener Vertrieb

Genre: Liebesroman · Erschienen: Mrz. 2016

Seiten: 366 · Ausgabe: Taschenbuch

 

Inhalt: Isabella McClur ist schön, klug und gehört zur High Society von Houston. Ihr Leben könnte nicht besser sein, aber dann stirbt ihre geliebte Tante Anna. Diese vererbt Ihr ein Haus in „Glory Falls“, einem kleinen Ort irgendwo im Nirgendwo von Kansas. Sie trifft auf viele, neue Menschen und muss schon bald feststellen, das auf dem Land die Uhren anders ticken. Als Isabella dann noch erfährt, dass sie die Bibliothek ihrer Tante weiterführen soll, will sie nur noch ihr altes Leben zurück. Doch dank hilfsbereiter Nachbarn bleibt Isabella und schon bald gehört sie dazu und erlebt viele lustige, peinliche und spannende Abenteuer, die sie und ihr Leben komplett verändern. Alles ist perfekt bis ihre Familie mal wieder dazwischen kommt und Isabella sich entscheiden muss. Wo gehört sie wirklich hin nach Glory Falls oder Houston?

Bewertung

In “Unverhofft Ländlich“ steckt so viel Dynamik, Humor und Liebe, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Der knackige Schreibstil der Autorin hat es mir dabei besonders angetan. Kaum das Buch zur Hand genommen und mit den ersten Zeilen vertraut gemacht, hatte ich auch schon gefallen daran gefunden. Auf den ersten Blick mag sich der Titel nicht so interessant anhören, aber erst mal angefangen gewinnt man sogleich einen anderen Eindruck. Der Inhalt ist tatsächlich brisanter als der Klappentext!

Isabella McClur scheint eine verzogene, verwöhnte Tochter reicher Eltern zu sein. Mit der Überheblichkeit und Naivität einer jungen Dame macht sie sich auf den Weg nach Glory Falls, um dort das Erbe ihrer Tante in Besichtigung zu nehmen. Aber schnell wird einem klar, dass man von Isabella einen völlig falschen (ersten) Eindruck erhalten hat. Schon nach kurzer Zeit hat Isabella mit ihrer Art mein Herz gewonnen. Sie ist einfach zuckersüß dabei, wie sie die Dinge sieht und angeht. Ihre aufgeweckte und fröhliche Art vermittelt so viel Spaß beim Lesen, dass ich ständig lächeln musste. Die Anteilnahme, die manche Einwohner an ihrem Leben zeigen, treiben der etwas kühlen Isabella anfangs einen Schrecken ein, um es grob zusammen zufassen. Sie kennt das nicht und muss erst noch lernen, damit umzugehen. Nach und nach integriert sich der Großstadtmensch und findet sogar richtige Freunde. Isabella verändert sich, indem sie ihre Arroganz ablegt und einfach nach ihrem Herzen handelt. Ihre Entwicklung ist sehr schön mit anzusehen und hin und wieder wurde mir richtig warm ums Herz. Isabella ist mir mehr und mehr sympathischer geworden. Ihre Figur ist absolut toll und passend dargestellt, sehr detailliert.

Die Geschichte bietet verschiedene Etappen, es handelt sich nicht nur um ein Thema. Und das fand ich auch mal so richtig toll. Hier wird eben nicht auf 366 Seiten beschrieben, wie sie der Liebe ihres Lebens näherkommt. Es bietet noch so viel mehr, von aufregend bis zutiefst traurig. Der angenehm gut verständliche Schreibstil ließ mich nur so über die Seiten fliegen. Es ist sehr authentisch, wie die meisten Bücher von Selfpublisher-Autoren, was ich ebenfalls sehr schätze. Sprachlich ist der Text ganz normal, leicht zu lesen. Aber auch nicht zu leicht, es sind witzige Wortkombinationen drin. Ich fand die verschiedenen Charaktere etwas viel, da bin ich leicht durcheinander gekommen. Ist auch nicht weiter wild, denn dafür wurde dieses Buch mit sehr viel Humor und Liebe geschrieben! Was mir viel wichtiger ist.

Story 5/5     Schreibstil 4/5

 

Vielen Dank Brid und Carsten, dass ihr mir euer Buch auf der Buchmesse
in Leipzig 2016 als Rezensionsexemplar überlassen habt.

Rezension: Martyr Art

Martyr Art

Elfen-Trilogie 1

 

Autor: Judith Laverna · Verlag: CreateSpace · Genre: Fantasy
Erschienen: Dez. 2015 · Seiten: 678 · Format: Taschenbuch
Reihe: Elfen-Trilogie

 

Inhalt: Eine Elfe. Ihr Vater. Ein König. Eine Welt alter Geheimnisse. Wärst du bereit, den Preis für deine Überzeugungen zu zahlen? Wenn der gefährlichste Mann der Welt, deine Liebe, dein größter Feind wird? Die junge Elfenkriegerin Ayleen wächst in den Wäldern hoch im Norden auf. Zwar gehört sie einer alten Adelsfamilie an, doch die Welt des Regierens zieht sie nicht im Geringsten an – sondern die Rettung ihres Volkes und seiner Kultur ist alles, wonach sie strebt. Sie verfügt über ungewöhnliche Fähigkeiten, doch niemand gibt ihr etwas über ihre wahre Herkunft und Bestimmung preis. Sie muss bald nicht nur gegen ihren eigenen Vater, sondern auch gegen zahlreiche innere Feinde, die das Reich der Elfen zu zerstören trachten, kämpfen. Als Einzelgängerin geboren, findet sie plötzlich etwas, das sie nie gekannt hat – Liebe. Obwohl sie glaubte, vom Schicksal für den Kampf um ihre Welt erwählt worden zu sein, versinkt sie auf der verzweifelten Suche nach Sinn immer weiter in verborgene Welten. Nur ihr Vater scheint den Grund für alles, was geschieht, wirklich zu kennen, und Ayleen weiß nie, welche Rolle sie in seinem Plan spielt. Aber bald dämmert eine Gefahr am Horizont, die weitaus größer ist, als alles, was sie kennt: Immer näher rückt eine alte Macht, eine totgeglaubte Gefahr… ein vor langer Zeit verbannter Verräter und König, dem sie irgendwann begegnen muss.

Bewertung

Bücher über Elfen und Alben gibt es einfach noch zu wenige auf dem Markt, finde ich. Mit „Martyr Art“ konnte ich mal wieder nach langer Zeit ein gutes Elfen-Buch lesen. Protagonistin ist die junge, naive Elfe Ayleen, die eine hervorragende Kämpferin ist und eine sehr innige Liebe zu ihrem Vater hegt. Leider wird auch schnell klar, dass diese nicht wie gewünscht erwidert wird. Das beschäftigt sie ins unermessliche, und mich ebenfalls. Warum nur ist ihr Vater so erbarmungslos ihr gegenüber? Ayleen sagt immer was sie denkt und bietet der Königin und dessen Gefolge mit dieser Eigenschaft oft die Stirn. Daher ist sie nicht gerade beliebt bei ihrem Volk und wird zudem auch noch oft verspottet. Sie erhält auch nicht immer die Informationen die sie braucht, um zum Beispiel ihre Herkunft zu klären. Gerade von  Veloron, der seiner Tochter gegenüber meist sehr kalt und gefühllos ist, bekommt sie keine Antwort heraus. Sie beschließt, eine Uralte Stadt der Alben, ihrer Abstammung, zu bereisen. Gemeinsam mit Viktor, der ihr ein wahrer Freund ist, gräbt sie auf ihrer Reise tiefe Geheimnisse aus. Ihr gesamtes Weltbild gerät aus den Fugen. Und wer ist sie wirklich?

Das ist das Spannendste an diesem Buch. Wer ist Ayleen wirklich!?! Fast das komplette Buch ist so aufgebaut, dass es nur auf diese eine Frage hinaus läuft. Und die ist auch wirklich nicht so einfach zu beantworten. Bereits vom Kleinkindalter an zeichnen sich bei Ayleen besondere Eigenschaften ab, die aus ihr das schwarze Schaf der Herde machen. Ohne Freunde und ohne Mutter (vom Verbleib der Mutter erfahren wir nur sehr wenig) lebt sie etwas abseits der Stadt mit ihrem widerwilligen Vater. Die Konflikte, die sich deshalb immer wieder ergeben, wurden klar, ausführlich und verständlich dargestellt. Für mich waren diese Zwistigkeiten das Aufregendste an diesem Buch. Die beiden Figuren, Veloron und Tochter, haben stark, voneinander unterschiedliche, Charaktere. Das hat die Autorin Judith Laverna wirklich klasse skizziert. Ich finde nämlich, dass dies eine außerordentliche Geschicklichkeit bedarf, um es so zu gestalten. Also ein verdienter dicker Pluspunkt! Judith Laverna hat zudem für ihren Roman eine eigene Welt konstruiert, die atmet und lebt. Ich konnte die Blumen auf der Wiese, und ebenso den Schweiß der Kämpfer riechen. Der lebhafte Erzählstil, in vielen bunten Facetten beschrieben, jagt einem des Öfteren Gänsehaut über den Körper. Manchmal war ich so vertieft, das ich vor Aufregung die Luft anhielt und praktisch mit Aylin mit fieberte. Wirklich bemerkenswert ist auch die von der Autorin selbst erfundene Elfensprache! Das muss man erstmal wirken lassen… Das ist einzigartig in meiner gesamten Zeit als Bloggerin! Und am Ende vom Buch befindet sich sogar eine Übersetzung. Einfach Wahnsinn! Das ist echt ´ne Leistung … Hut ab! Was mich jedoch schon sehr abgelenkt hat beim Lesen, war, dass einzelne Geschehnisse einfach zu ausführlich und langatmig erzählt wurden. Auf der einen Seite schön und gut, weil man eben wirklich alles versteht und nachvollziehen kann. Aber auf der anderen Seite hat es mir zu lange gedauert, bis endlich wieder ein neuer Abschnitt begann.

„Martyr Art“ ist ein wunderbarer Anfang einer Trilogie, in der Elfen im Mittelpunkt stehen. Hauptmerkmale wie Politik, Macht, Intrigen, Mord, Geheimnisse und eine extrem willensstarke Elfe begleiten uns auf einer Reise durch eine unglaubliche Geschichte. Der Lesefluss ist angenehmen, weder zu leicht, noch zu anspruchsvoll. Mir hat Band 1 der Elfen-Trilogie sehr gut gefallen. Ich bin sehr auf die Folgebände gespannt, die ich mir auf jeden Fall zulegen werde. Ich muss unbedingt wissen, wer nun Ayleen wirklich ist und was weiter passiert!

Story 4/5   Schreibstil 4/5

 

Reihenfolge:
Elfen-Trilogie 1 – Martyr Art
Elfen-Trilogie 2 – ???

Rezension: Der Janson-Befehl

Der Janson-Befehl

 

 

Autor: Robert Ludlum
Verlag: Heyne
Genre: Thriller
Erschienen: Jun. 2005
Seiten: 768
Ausgabe: Taschenbuch

 

Inhalt: Ein Milliardär und internationaler Friedensaktivist wird von Topterroristen entführt. Paul Janson, ein geläuterter Auftragskiller, soll ihn befreien und eine Verschwörung aufdecken, die den Weltfrieden gefährden könnte. Robert Ludlum erscheint in zweiunddreißig Sprachen in über fünfzig Ländern. Auch sein neuester Thriller bietet atemberaubende Spannung.

Bewertung

Verrat auf höchster Ebene! Die Geschichte um den Cons-Op Agenten Paul Janson, eigentlich einer der Besten privaten Sicherheitsberater, ist äußerst brisant und waghalsig. Er soll im Auftrag der Liberty Foundation, die ihn eigens dafür angeheuert hat, den entführten Gründer dieser Organisation Peter Novak aus den Klauen der Topterroristen befreien. Eine Unmögliche Aufgabe, nur eine Person, die das Unmögliche schafft, Paul Janson. Dafür stellt er sein eigenes Team zusammen, überwinden gemeinsam tatsächlich eine Art Festung, die wie Fort Knox gesichert und bewacht wird. Sie dringen bis zu dem Entführten vor, der Paul erst mal nicht zu erkennen scheint. Peter Novak ist eine hoch angesehene Persönlichkeit, viele schauen zu ihm auf. Für Paul war er so eine Art Ziehvater, er glaubt an ihn. Es trifft ihn hart, aber noch härter ist die brutale Wahrheit die hinter alldem steckt. Denn plötzlich wendet sich das Blatt. Paul bleibt ungeplant bei der Rettungsaktion zurück und wird selbst zur Zielscheibe. Er kommt einer unheimlichen und unglaublich gigantischen Verschwörung auf die Spur, alle seine Instinkte sind auf Rot, er kann niemanden mehr trauen. Es gibt nur einen Weg, um die Welt nicht ins komplette Chaos stürzen zu lassen, und der heißt Paul Janson.

Paul hat sehr spezielle, meist militärische, Fähigkeiten. Er registriert jedes noch so unscheinbare Detail und deduziert wie Sherlock Holmes in Perfektion, nur eben auf Geheimagent-Ebene. Das kann nur Ludlum, oder eben auch Sir Arthur Conan Doyle. Jedes Mal aufs Neue bin ich davon völlig fasziniert und tauche vollständig in die Geschichte ein. Es gibt zwar viele Schießereien, Kämpfe und unendliche Überlegungen, was uns auch wohlgesonnen ist, dennoch an manchen Stellen etwas zu viel. Aber ich nutze die „ruhigeren“ Minuten einfach um wieder runter zukommen. Ständig in Action und Aufregung, es ist immer etwas los. Wie schafft er es nur, ständig die Spannung aufrechtzuerhalten? Warum wirken seine Themen nie wie ausgelutscht? Der Mann ist eine Koryphäe. Paul Janson steht dazu auch noch im direkten Vergleich zu Covert One Experten Jon Smith. Man tausche einfach die Namen aus, frisiert den Werdegang etwas und tadaaaa… Der Mann ist einfach unglaublich! Ich liebe das, was er tut, wie er es tut, und das er es tut. Die Janson Serien ist eine Trilogie, klar dass ich nun auch die anderen Bände haben MUSS! ?

Story 4/5     Schreibstil 5/5

 

Reihenfolge JANSON-Serie:

Band 1: Der Janson-Befehl
Band 2: Das Janson-Kommando
Band 3: Die Janson-Option