Rezension: Annabel

 Kurzgeschichte der Amor-Trilogie

Annabel

 

 

 Autor: Lauren Oliver · Verlag: CARLSEN

Genre: Dystopie · Erschienen: Dez. 2013

Seiten: 46 · Ausgabe: PDF

 

 

 

Inhalt: Lenas Mutter Annabel hatte nie ein leichtes Leben. Ihre Flucht von zu Hause als junges Mädchen glückt nicht – sie wird gegen ihren Willen geheilt, um nicht mehr lieben zu müssen. Und doch liebt sie, selbst dann noch, als man sie in die Grüfte wirft und von ihrer Tochter Lena trennt. Doch Annabel war schon immer eine Kämpferin. Und sie wird niemals aufgeben.

Bewertung

Die Short-Story „Annabel“, Lenas Mutter, ist in „jetzt“ und „damals“ aufgeteilt. Jetzt handelt von ihrer Gefangenschaft und beschreibt die Gedanken und Gefühle einer Mutter. Sie plant ihre Flucht, die nach 11 Jahren endlich gelingt und die wir hautnah miterleben. Die Liebe zu ihren Kindern ist ein ständiger Antrieb und gibt ihr Kraft. Im Abschnitt Damals lernt sie die Liebe ihres Lebens kennen, ganz frei ohne dem Eingriff. Sie verliebt sich auf der Stelle und denkt ständig nur noch an ihn, an Conrad. Dann muss auch sie sich behandeln lassen und bekommt ihren Partner zugewiesen. Conrad steht mit auf der Liste und sie wählt ihn aus. Umgehend wird ihr bewusst, dass der Eingriff bei ihr fehlgeschlagen ist.

„Annabel“ ist eine sehr mitfühlende Geschichte, viel Leid, Kummer, Qualen, Schmerzen, Liebe, Sehnsucht und Hoffnung. Sie berührt mich sehr, gerade aus der Sicht einer Mutter. Umso enttäuschter war ich jedoch, als Annabel das erste Mal auf Lena in der Wildnis trifft. Nach so langer Zeit habe ich mir die erste Begegnung anders vorgestellt. Für mich war es jedoch interessant, auch Lenas Mutter näher kennen zu lernen, diese starke, unnahbare Frau.

Die Geschichte ist gefühlvoll und herzzerreißend wie immer geschrieben, flüssig zu lesen und als Leser mittendrin, statt nur dabei. Lauren Oliver ist eine fantastische Autorin, sieh hat einen wunderbar göttlichen Schreibstil und schafft es immer wieder, den Leser mitzureißen – ihre Bücher kann man nur lieben! Ich kann alle ihre Bücher uneingeschränkt empfehlen.

Story ★★★★   Schreibstil ★★★★★

 

Reiheninfo der Amor-Trilogie:
1. Delirium
2. Pandemonium
3. Requiem

Kurzgeschichten der Amor-Trilogie:
1. Hana
2. Raven
3. Annabel

Rezension: Raven

 Kurzgeschichte der Amor-Trilogie

Raven

 

 

 Autor: Lauren Oliver · Verlag: CARLSEN

Genre: Dystopie · Erschienen: Nov. 2013

Seiten: 46 · Ausgabe: PDF

 

 

 

Inhalt: Raven wächst in einer Welt auf, in der Gefühle verboten sind. Doch als sie ein ausgesetztes Baby findet, entscheidet sie sich zu fliehen. Mit der halb verhungerten Blue überquert sie die Grenze zur Wildnis und lernt dort Tack kennen. Er rettet Blue das Leben – und gewinnt so Ravens Vertrauen. Fortan kämpfen sie beide gemeinsam für die Liebe und für die Freiheit. Doch Raven zweifelt, ob sie dem richtigen Pfad folgen. Lies hier mehr über die Geschichte von Raven und Tack! Erfahre, was Raven so kurz vor dem großen Finale denkt, fühlt und erlebt. Eine Erzählung über Liebe, Vertrauen und Stärke.

Bewertung

Raven … von ihr hatte ich gänzlich ein ganz anderes Bild. Für einen winzigen Moment, wie mir scheint, hatten wir Einblick in ihre Gefühlswelt und sehen die Welt aus ihrer Perspektive. Hinter der harten, kühlen und sonst sehr verschlossenen Raven steckt eigentlich eine sehr sensible Frau, die durch das jahrelange Leben in der Wildnis stumpf geworden ist. Der Charakter Raven hat mir nie besonders gut gefallen, aber dieser Teil der »Amor-Trilogie« hat meine Meinung geändert. Ich wünschte, von Raven würde es ein komplettes Band geben, so begeistert wie ich bin. Es hat mir auch besser als »Requiem« gefallen, war mit vielmehr Gefühl; die Seiten flossen nur so dahin. Auch wenn diese Geschichte kurz war, hatte sie dennoch Spannung. Und ich fühlte wieder jene Begeisterung für diese Reihe, wie ich sie von den anderen Bänden her kannte. Diese Geschichte ist Stellenweise echt hart und ging mir emotional unter die Haut. Sie macht irgendwie traurig und nachdenklich … Die Autorin hat so wahnsinnig viel Gefühl und Liebe darin verpackt, dass es einem wirklich schwer fällt, sich von Raven zu trennen. Diese kurze Geschichte ist ein ganz großes Band!

Story ★★★★★   Schreibstil ★★★★★

 

Reiheninfo der Amor-Trilogie:
1. Delirium
2. Pandemonium
3. Requiem

Kurzgeschichten der Amor-Trilogie:
1. Hana
2. Raven
3. Annabel

Rezension: Requiem

Amor-Trilogie Band 3

Requiem

 

 

Autor: Lauren Oliver · Verlag: CARLSEN

Genre: Dystopie · Erschienen: Jan. 2014

Seiten: 400 · Ausgabe: Hardcover

 

 

Inhalt: Lena und Julian sind endlich zurück in der Wildnis. Hier sind sie vorerst in Sicherheit und alles könnte gut sein. Doch etwas zwischen den beiden hat sich verändert, und Lena spürt, dass sie eigentlich zu Alex gehört. Aber auch Alex ist nicht mehr der, den sie immer geliebt hat, und wirkt seltsam abweisend. Hana dagegen, Lenas Freundin von früher, führt ein ruhiges und geordnetes Leben ohne Liebe mit dem für sie ausgewählten Partner. Und während die Rebellen alles für den entscheidenden Angriff auf Portland vorbereiten, muss sich Lena ihrer Vergangenheit stellen.

Bewertung

Huch. Nicht ganz das, was ich erwarte hatte. Während des Lesens gingen mir ständig ein und dieselben Fragen durch den Kopf. Wo ist die liebevolle, herzliche und starke Persönlichkeit Lena hin? Wo der süße Alex wie wir ihn kennen? Wo der smarte Julian? Die Antworten sind ganz simpel, sie liegen genau auf der Hand, auch wenn uns die Geschichte so nicht gefällt. Das Herzschmerz-Liebespaar Lena und Alex sind seit ihrer Trennung nicht mehr die gewesen, die sie waren. Lena ist stärker, härter und selbstsicherer geworden. Alex hingegen wurde gefangen genommen und musste höchstwahrscheinlich sehr furchtbare Dinge über sich ergehen lassen, die er sein Leben lang nie wieder vergessen wird. Das einzige, an das er denken kann und dessen er gewillt ist weiter zu leben, ist: Lena. Dann gelingt ihm die Flucht und kann es kaum erwarten sie wiederzusehen. Seiner großen Liebe so nah, in den Armen eines Anderen; eine Welt zerbricht in ihm. Jedoch, was unsere naive und blinde Lena nicht weiß, stellt er sein Glück hinter ihrem. So jedenfalls interpretiere ich die Geschichte. Und natürlich gibt es ein Happyend. Alex und Lena finden wieder zueinander, auch wenn es am Ende des Buches nur angedeutet wird. Insgesamt gab es zwar wenig Spannung, aber dennoch interessante Aspekte. Manchmal auch furchtbar eklige Stellen, aber manchmal auch sehr herzzerreißende Momente.
Hanas Geschichte fand ich teilweise ansprechender. Trotz ihrer „Heilung“ spürt sie, dass sie nicht vollständig geheilt wurde. Hanas Zwiespalt ist greifbar, breitet sich wie Gift in ihr aus. Sie hinterfragt Dinge und geht ihnen auf den Grund, auch wenn sie dabei hölzern und abgedroschen rüber kommt. Fast könnte man meinen, sie wäre eine Gefangene in ihrem eigenen Körper. Aber ihr Mut und ihre Kühnheit hat mich eben doch fasziniert. Ich mag ihre Geschichte.
„Requiem“ ist flüssig geschrieben, aber leider nicht mehr so aufregend und munter, wie die anderen Teile; was ich sehr vermisst habe. Leider bin ich auch nicht so richtig warm geworden mit der Story, sie schien mir zu oberflächlich und leer, stumpf und abgehackt. Ich liebe »Delirium« und »Pandemonium«, beide Teile sehr nervenaufreibend; Requiem fällt da leider deutlich aus der Reihe. Fans der Amor-Reihe erhalten eine klare Leseempfehlung. Wem diese Reihe bisher nicht gefallen hat … na ja, man weiß nie, oder?

Story ★★★☆☆   Schreibstil ★★★☆☆

Reiheninfo der Amor-Trilogie:
1. Delirium
2. Pandemonium
3. Requiem

Kurzgeschichten der Amor-Trilogie:
1. Hana
2. Raven
3. Annabel

Rezension: Hana

 Kurzgeschichte der Amor-Trilogie

Hana

 

 

Autor: Lauren Oliver · Verlag: CARLSEN

Genre: Dystopie · Erschienen: Mai 2012

Seiten: 88 · Ausgabe: PDF

 

 

 

Inhalt: Wilde Partys, laute Musik, Treffen mit Jungs – all das ist verboten. Doch Hana ist das egal. Im letzten Sommer vor der OP, die sie endgültig gegen die Liebe immun machen wird, will Hana nur eins: leben. Lena dagegen, ihre beste Freundin, war schon immer die Angepasste. Aber dann entdeckt Hana, dass auch Lena ihre gut gehüteten Geheimnisse hat – und sie verspürt einen Stich der Eifersucht.

Bewertung

So sieht es also in Hana aus. Diese Kurzgeschichte ist nicht wirklich spannend, denn alles ist eigentlich bekannt, eben nur aus einer anderen Sicht, der von Hana, geschrieben. Es handelt sich um einen kurzen Zeitraum von Delirium und spiegelt die Empfindungen und Eindrücke von Lenas bester Freundin wieder. Das Einzige was mir dazu einfällt: jung, naiv, und egozentrisch. Hana empfand ich als sehr starkes, lebensfrohes Mädchen. Hier jedoch lernen wir eine andere Hana kennen; die sehr eifersüchtig auf ihre beste Freundin wirkt. Es ist schön geschrieben, aber nicht dass, was man von der Autorin gewohnt ist.

★★★✰✰

Reiheninfo der Amor-Trilogie:
1. Delirium
2. Pandemonium
3. Requiem

Kurzgeschichten der Amor-Trilogie:
1. Hana
2. Raven
3. Annabel

Rezension: Pandemonium

 Amor-Trilogie Band 2

Pandemonium

 

 

Autor: Lauren Oliver · Verlag: CARLSEN

Genre: Dystopie · Erschienen: Nov. 2012

Seiten: 352 · Ausgabe: Hardcover

 

 

Inhalt: Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Das Mädchen, das glaubte, was man ihm sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.

Bewertung

»Pandemonium« ist der zweite Band der Amor-Trilogie von Lauren Oliver und es kommt ganz anders daher, als ich erwartet hatte. Lena flieht mit Alex aus Portland und Alex wird geschnappt. Sie ist sich ganz sicher, dass er nur tot sein kann und sie muss ohne ihre große Liebe zurechtkommen. Lena wird von den Invaliden gefunden und gesundgepflegt. Sie lernt, mit ihnen zu leben und sich anzupassen. Ihre andauernde Sehnsucht nach Alex bringt sie fast um, bis sie auf Julian trifft, den sie als Vorsitzende der Jugendorganisation des VDFA (Verband für ein deliriafreies Amerika) beschatten soll. Doch dann kommt alles ganz anders, als man denkt. Der Teil, wo die beiden gemeinsam in der Zelle sitzen, fand ich am besten. Es war so gefühlvoll geschrieben, dass ich das Gefühl hatte, live dabei zu sein, als ob ich es mit meinen eigenen Augen sehen, mit meinen eigenen Ohren hören und mit meiner eigenen Nase riechen konnte. Den beiden gelingt eine abenteuerliche Flucht, kommen sich näher und näher. Doch am Ende werden sie doch noch gestellt und Julian muss den Eingriff über sich ergehen lassen, auch wenn es sein tot bedeuten würde. Lena plant eine Rettung und erhält von unerwartete Seite Hilfe. Außerdem erfährt der Leser Unerwartetes über Lena`s Mutter. Das Ende, nun ja, hatte ich fast so erwartet. Aufmerksame Leser werden wissen warum. Lena und Julian versprechen sich ewige Liebe, aber dieses Glück wird jäh zerstört. Lauren Oliver hat hier ein bemerkenswertes Tempo vorgelegt, was ich schon bei »Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie« kennenlernen durfte. Der Schreibstil ist perfekt, was soll ich dazu noch sagen? So gut, dass ich sie zu »Meine Top 3 der Autoren« hinzufügen werde. Ich bin vollkommen von ihren Künsten überzeugt! Ich liebe ihre Bücher!

★★★★★

Reiheninfo der Amor-Trilogie:
1. Delirium
2. Pandemonium
3. Requiem

Kurzgeschichten der Amor-Trilogie:
1. Hana
2. Raven
3. Annabel

Rezension: Delirium

Amor-Trilogie Band 1

Delirium

 

Autor: Lauren Oliver · Verlag: CARLSEN

Genre: Dystopie · Erschienen: Nov. 2011

Seiten: 416 · Ausgabe: Hardcover

 

Ein Buch über die Krankheit »Liebe« – ein spannender Auftakt zu einer neuen Trilogie!

 

Inhalt: Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

Bewertung

Sie kann so wunderbar fesselnd schreiben. Das war schon seit dem ersten Buch an was ich von ihr gelesen habe der Fall. Auch wenn die Amor-Trilogie auf den ersten Blick stark an die Cassia & Ky Reihe erinnert, mit ihrer Ordnung, der perfekten Strukturierung und der Gefühllosigkeit der Menschen, so verfolgt dieses Buch jedoch einen gänzlichen anderen Faden. Wobei mir die Geschichte der Beiden immer noch im Kopf rumspukt und ich noch nicht ganz psychisch damit abgeschlossen hatte. Doch diese Geschichte spielt in einer Zeit, wo die Liebe als Krankheit eingestuft wurde und ähnlich wie bei Cassia, alles sehr monoton und nach Regeln abläuft. Der Anfang, ja auch hier hatte ich so meine Anfangsprobleme, bis ich mich endlich »warm« gelesen habe. Die Protagonistin Lena steht kurz vor ihrem Eingriff und es kommt, wie es kommen muss, sie verliebt sich natürlich, was eine absolute Schande in dieser Welt ist! Lena und Alex sind ein wunderschönes Paar, er ist unheimlich lieb zu ihr und packt sie in Watte, so dass Lena überhaupt nicht anders kann, als Alex aus Liebe zu ihm zu folgen, auch wenn es heißt, die Grenzen zu überschreiten. Der wirklich aufregendste Teil war zum Ende hin, als Lena ihren über alles geliebten Alex zurücklassen muss und mich wirklich mitgenommen hat. Und da war das Buch auch schon zu Ende. Es ist flüssig geschrieben, sehr verständlich und vor allem überraschend. Hier punktet die Autorin wirklich, denn viele Dinge passieren nicht so, wie man es vielleicht erwartet hätte. Die Idee, dass Liebe eine Krankheit sein soll, ist faszinierend. Wie kommt man nur darauf??? Ein sehr gelungenes Buch mit kleinen Schwächen. Ich bin jedenfalls überzeugt und völlig begeistert!

★★★★✰

Reiheninfo der Amor-Trilogie:
1. Delirium
2. Pandemonium
3. Requiem

Kurzgeschichten der Amor-Trilogie:
1. Hana
2. Raven
3. Annabel