Rezension: Der schwarze Stern

Alia
Der schwarze Stern

Band 2

 

Autor: C.M. Spoerri
Verlag: AAVAA
Genre: Fantasy
Erschienen: Jul. 2014
Seiten: 391
Ausgabe: Taschenbuch

 

 

Inhalt: Alia und Reyvan fliehen in die Eiswälder. Sie suchen den Schwarzmagier, der Alia vor achtzehn Jahren nach Lormir brachte. Alia hofft, von ihm einen Hinweis über ihre Herkunft zu erhalten. Unterwegs kann sie endlich das geheimnisvolle silberne Kästchen öffnen, das ihr ihre Mutter gegeben hat. Der Inhalt wirft allerdings weitere Fragen auf und lässt sie erahnen, dass ihr Abenteuer gerade erst begonnen hat.

Bewertung 

Vorweg: Ich vermisse Xenos! Seine ruppige Art, seinen weichen Kern, seine magischen beeindruckenden Kräfte … Aber nun gut, widmen wir uns Zaron und Alia. Es sei hier erwähnt, das Alia und Reyvans Flucht erfolgreich endete. Ihr Ziel ist und bleibt der schwarze Magier. Nur, wo finden sie diesen? Sie wissen nur, dass er in den Eiswäldern lebt, so wie es in der Prophezeiung steht. Und tatsächlich, eher als erwartet stehen sie ihm gegenüber. Er birgt nicht nur ein Geheimnis in sich, aber auch nur ein ganz bestimmtes erschüttert Alias Gefühlswelt. Zaron selbst ist, ähnlich wie bei Xenos, sehr rätselhaft. Und auch von ihm fühlt sich Alia irgendwie angezogen. Ein kurzer Einblick in seinem Kopf hätte mir gefallen, um ihn ein wenig besser zu verstehen. Aber auch ohne diesem Einblick gefällt er mir als Charakter sehr sehr gut. Zurecht hat Reyvan Grund zum Argwohn, denn nur Alia kommt in den Genuss seiner liebenswürdigen Art. Um den weiteren Verlauf der Geschichte zu erfahren müsst ihr schon selbst lesen. Es passieren so viele aufregende Dinge, die ich in einer einzeln Rezension nicht mal unter kriegen würde. Aber es lohnt sich definitiv!

Es schließt direkt am Ende von Band 1 an. Schnell findet man wieder mitten hinein und geht wieder Seite an Seite mit unserer mutigen Hauptprotagonistin und dem schönen Elfen. Die beiden geben so ein entzückendes Paar ab, dass einem schwindelig davon wird. C. M. Spoerri trumpft weiterhin mit perfekten Einblick in die Gefühlswelt von Alia. Eine wahre Meisterin auf diesem Gebiet, und deswegen kann einem davon nur schwindelig werden. Mit Zaron hat sie einen neuen tollen Charakter entwickelt. Ich liebe ihn ebenso wie Xenos … Huch, nun hab ich mich doch geoutet. Nun ja, Schade nur, dass er hier ein wenig zu kurz kommt. Ersatzweise gebe ich mich auch mit Zaron zufrieden. Er hat nicht nur mein Herz mit seiner herzlichen und reifen Art verzaubert… Selbst Reyvan muss sich eingestehen, dass er doch ein ganz passabler Typ ist. Nach etlichen Schwierigkeiten freunden sie sich sogar an. Ich habe mich mal wieder äußerst wohl in der Welt von C.M. Spoerri gefühlt und wäre am liebsten noch lange lange dort geblieben. Sie versteht es einfach, den Leser mit den richtigen Worten an sich zu binden und deren Augen immer aufs Neue zum Leuchten zu bringen. Ich liebe ihre Welt, ihre Charaktere, ihren Stil, ihre verblüffenden Wendungen … einfach alles! Es ist ebenso durchweg interessant und liebevoll, wie herzzerreißend und traurig. Es ist einfach wunderbar. Auch dieses Band vereint alles, was sich ein Leser wünscht. Und das Ende raubte mir direkt den Atem! Ich wollte einfach nicht wahr haben, was ich lass. So gemein, so gefühlvoll … Mädels, haltet die Taschentücher bereit! Ich fiebere den nächsten Teil entgegen … und Zaron. ♥

Story 5/5     Schreibstil 5/5

Reihenfolge der Alia Saga:

Alia – Der magische Zirkel (Band 1)
Alia – Der schwarze Stern (Band 2)
Alia – Das Land der Sonne (Band 3)
Alia – Das Auge des Drachen (Band 4)

Rezension: Der magische Zirkel

Alia
Der magische Zirkel

Band 1

 

Autor: C.M. Spoerri
Verlag: AAVAA
Genre: Fantasy
Erschienen: Mrz. 2014
Seiten: 383
Ausgabe: Taschenbuch

 

Inhalt: Sie beherrscht keines der vier Elemente Wasser, Feuer, Luft oder Erde. Jeder in Altra kann es – sie nicht. Da sie demnach zu keiner ansehnlichen Arbeit taugt, wird sie an ihrem sechzehnten Geburtstag als Dienerin in den Magierzirkel von Lormir geschickt. Dort soll sie den Rest ihres Lebens verbringen. Einen Tag vor ihrer Abreise erfährt sie ein Geheimnis. Ein Geheimnis, das ihr Leben für immer verändern wird.

Bewertung 

Selten fesselt mich ein Buch von der ersten Seite an! Im Nachhinein ist mir zwar Schleierhaft, was die Vorgeschichte mit der Hauptgeschichte zu tun hatte, da sich dieser Abschnitt vielversprechend anhörte, aber nicht weiter fortgeführt und auch sonst, bis auf zwei, drei Sätze, nicht mehr erwähnt wurde. Die Protagonistin Alia kommt erst später dazu, nach einigen Seiten. Und dann wurde mir bewusst, dass es in der Vorgeschichte eher um den grausamen Xenos geht, der hier klar als Bösewicht fungiert und wir erste Bekanntschaft mit ihm haben. Und wahrscheinlich später auf gar keinen Fall auf die Idee kommen, dass er vielleicht doch ein liebenswürdiger Magier sein könnte. So in etwa wie bei Sonea und Lorkin ;-)))

Alia ist ein liebes, schüchternes und ängstliches Mädchen, welches aber sehr genau weiß was sie will. Ich habe sie durch ihre wilden Abenteuer begleitet, ihre Gefühlsachterbahnen hautnah miterlebt, Ängste gemeinsam durchlebt. Das allein spricht schon von einem sehr aufregenden Schreibstil. Da Alia im Magierzirkel aufgenommen werden musste, da sie keinerlei Magie wirken kann, zieht sich wie ein schlecht geknüpfter Teppich durchs Buch. Ständig wird sie daran erinnert und fühlt sich schlecht und wertlos. Ihre Gedanken und Gefühle sind sehr ausführlich beschrieben, so konnte ich mich problemlos in sie hineinversetzen. Aber irgendetwas scheint mit ihr nicht zu stimmen, irgendetwas, was weder für uns, noch für sie greifbar ist. Es wird hin und wieder im Buch angesprochen, aber keinesfalls verraten. Spannung pur! Ihr „Freund“ und Helfer ist Reyvan, ein ziemlich schnuckliger Elf. Zum Anfang mochte ich ihn nicht, war mir zu arrogant und eingebildet. Ich verstand seine Beweggründe nicht. Ist er nun gut oder böse, meinte er es ernst oder amüsierte er sich einfach nur auf ihre Kosten? Ein sehr undurchschaubarer Elf … Aber Alia mag ihn, also gab ich ihn eine Chance. Und siehe da, auch ich gewöhnte mich langsam an Reyvan. Scheinbar ist er doch ein ziemlich netter Elf. Und dann das personifizierte Böse, XENOS. Er ist der höchste Magier und Leiter des Zirkels. Alle verehren und kuschen vor ihn. Viele fürchten sich vor ihm. Und aus mir derzeit noch unbekannten Gründen, zeigt er plötzlich hohes Interesse an der Dienerin Alia. Sein Misstrauen ist greifbar und er lässt keine Gelegenheit aus, Alia’s Liebsten das Leben schwer zu machen. Oft glitt mir ein Lächeln übers Gesicht, mit welchen Tricks er arbeitet, sehr einfallsreich. Ich finde den Charakter Xenos sehr geheimnisvoll. Ich möchte alles über ihn erfahren, er hat es mir echt angetan. Hört sich ein bisschen nach Schwärmerei an, oder? Mhm … kein Kommentar. 

Die Autorin hat eine fantastische Art zu schreiben. Ihre lebendigen und greifbaren Charaktere bevölkern ein toll geschaffenes Altra und uns beschert es ein fantastisches Kopfkino. „Alia“ ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, was wunderbar gelungen ist. Ich bin absolut begeistert von diesem Debüt! Nicht zuletzt, da es Soneas Gilde der schwarzen Magier ähnelt. Ich liebe diese Reihe! ♥ Die Suche nach ähnlichem Bestand hatte ich bereits aufgegeben, da niemand an Trudi herankommt. Bis jetzt! C.M. Spoerri ist meine deutsche Trudi Canavan!!! Ich freue mich riesig darüber! Sie macht ihre Sache mehr als gut, sie ist genial. Ein gelungener Auftakt einer vielversprechenden Fantasy-Reihe. Love it!

Story 4/5     Schreibstil 5/5

Reihenfolge der Alia Saga:

Alia – Der magische Zirkel (Band 1)
Alia – Der schwarze Stern (Band 2)
Alia – Das Land der Sonne (Band 3)
Alia – Das Auge des Drachen (Band 4)