Rezension: Der geheimnisvolle Bannfluch

Die Eichenwaldsaga Buch 1

Der geheimnisvolle Bannfluch

 

 

Autor: Edgar E. Nimrod
Verlag: Der Kleine Buch Verlag
Genre: Fantasy · Erschienen: Mrz. 2016
Seiten: 256 · Ausgabe: Taschenbuch
Reihe: Die Eichenwaldsaga · Buch: 1 von 2

 

 

Inhalt: Arun und Gnork haben sich eine Menge Feinde bei ihrem Völkchen, den gnomenhaften, fliegenpilzgroßen Eichnoks, gemacht. Erst die Kräuterweise des Dorfes, bei der sie für ihre Streiche ihre bislang härteste Strafe absitzen, scheint die Dreizehnjährigen in den Griff zu bekommen. Doch dann führt eine gemeine Intrige zu ihrer Verbannung auf Zeit. Der Kräuterweisen kommt dies gerade recht, denn seit einer Weile wird sie von seltsamen Träumen heimgesucht. Haben diese mit dem mysteriösen Bannfluch zu tun, der die Eichnoks von großen Teilen des Waldes fernhält? Entschlossen, dieses Rätsel zu lösen, zieht sie heimlich mit Arun und Gnork los. Damit beginnt ein Abenteuer, das das beschauliche Leben der Eichnoks für immer verändert.

Bewertung

Zum Anfang hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, mir die Eichnoks vorzustellen. Aber irgendwie erinnerten sie mich an die Minimoys, so hat es dann ganz gut geklappt. Die Geschichte ist jetzt nicht so meins, aber es lässt sich total gut lesen, was mir sofort aufgefallen war. Mir gefällt der Stil besonders gut und die gut gestaltete, malerische Welt des Autors. Seine Zeilen sind echt entspannend, man kann ihnen gut folgen und muss nicht so viel darüber nachdenken. Nach einem stressigen Arbeitstag genau das Richtige, um abzuschalten und in einer anderen Welt herum zu schweifen, die mystisch und irgendwie total süß ist.  Besonders süß finde ich Gnork und Arun, zwei Heranwachsende, die ihre ganz speziellen Streiche mit den Bewohnern des Eichewaldes führen. Auf solche Ideen muss man erst mal kommen, wie zum Beispiel das Freilassen einer Blattlausherde. Ich meine, wie klein sind die Eichnoks wirklich und warum ausgerechnet Blattläuse? Also mich hat es plötzlich überall gekribbelt, ich mag Läuse so im Allgemeinen nicht. Die Geschichte ist wirklich schön ausgedacht und fällt mit ihrem Inhalt weit neben dem normalen Fantasy Bereich. Wie die Minimoys schlagen sich auch diese Winzlinge durchs Unterholz, wohnen in Baumstämmen und kämpfen gegen übergroße Waldbewohner. Die Beschreibung des Waldes und dessen Umgebung wurden sehr intensiv besprochen, ich konnte mir jeden einzelnen Grashalm und Baum vorstellen. Nur bei den Eichnoks selbst wollte die Vorstellungskraft nicht so richtig. Zum einem wäre da das bereits erwähnte Aussehen. Zum anderen fand ich ihr Verhalten ein Stück weit zu kindisch, das irgendwie nicht so richtig zu 13-jährige passen mag. Leichte Spannung wurde im Verlauf aufgebaut, denn die beiden Jungs geraten da in irgendetwas hinein, was nicht vorhersehbar war und dessen Ziel es zu erreichen gilt. Die Charaktere haben sich gut entwickelt, der Reifeprozess ist fast greifbar. Es passieren nicht allzu spannende Momente, aber die Geschichte ist ganz in Ordnung. Deshalb würde ich die Reihe auch fortsetzten. Auch um zu sehen, ob sich der Stil hebt. Denn irgendwie hab ich das Gefühl, als ob der Autor uns nicht ganz seine Fähigkeiten aufgezeigt hätte.

Story 3/5    Schreibstil 4/5

 

Reihenfolge Die Eichenwaldsaga“

Buch 1: Der geheimnisvolle Bannfluch
Buch 2: Das Ende des Bannfluchs