Rezension: Tochter der Lüfte

 

Tochter der Lüfte

Die Zwillingssaga 1

 

Autor: Salomé Joell

Verlag: Books on Demand

Genre: Fantasy 

Erschienen: Sep. 2015

Seiten: 308

Ausgabe: Taschenbuch

 

Inhalt: Tyrannei – Schmerz – Erniedrigung – Verachtung – Hoffnungslosigkeit. Jeden Abend hört Prinzessin Méileen die Schmerzensschreie der Dienerinnen Prinz Kargons neben ihrem Gemach, als eine Aussicht auf ihr Leben. Auf das Leben, welches sie nach ihrer beider Vermählung und unter seiner Herrschaft erwartet. Selbst in ihre nächtlichen Träume verfolgt sie der erbarmungslose Prinz, bis ihr dort von einem geheimnisvollen Unbekannten geholfen wird. Durch ihn kommt sie mit einer Welt voller Magie und Übersinnlichem in Berührung und schöpft neue Hoffnung, die in ihr ,durch eine uralte Legende der Luftzwillinge, erweckt wird. Wer ist dieser rätselhafte Mann in ihren Träumen? Schafft es Méileen ihre bevorstehende Hochzeit zu verhindern? Wem kann sie vertrauen und wohin führt Sie die magische Kraft die -unbemerkt von allen- in Ihr schlummert? 

Bewertung

Gleich zu Beginn wird der Leser mit Prinzessin Méileen, und den Qualen die sie Abend für Abend ausgesetzt wird, bekannt gemacht. Grund für diese Torturen ist der widerliche Prinz Kargon, ihr zukünftiger Gemahl. Sein Umgang mit Frauen, die er sich regelmäßig in sein Gemach bringen lässt, ist dermaßen abartig, dass mir allein vom Lesen schlecht wurde. Niemand weiß davon, niemand kommt den Frauen zur Hilfe, und niemand glaubt der „verwöhnten“ Prinzessin. Nicht mal der König, ihr Vater, glaubt der Prinzessin. Prinz Kargon‘s wahres Gesicht zeigt er nur ihr allein, und den armen misshandelten Frauen. Alle lieben den Prinzen, ist er doch ein wahrhafter Charmeur, sieht gut aus und hat Anstand, zumindest in der Gegenwart von anderen. Kein Wunder also, das die Prinzessin nach einem Ausweg sucht, um diesen Ungeheuer zu entkommen. Dabei erhält sie Hilfe von unerwarteter Seite, was mich echt überrascht hat. Zudem peinigen sie nachts auch schlimme Alpträume, ausgelöst von dem barbarischen Prinzen. Gäbe es da diesen geheimnisvollen Unbekannten nicht, der ihr jede Nacht zur Rettung eilt, würde sie kaum noch einen Funken Hoffnung in sich tragen. Ohne zu viel zu verraten, sei hier noch erwähnt, dass sie durch eine glückliche Fügung mit Magie in Verbindung kommt. Sehr schnell entdeckt sie ihr Potential und ihr wahre Bestimmung. Das war leider so ziemlich am Ende, und für mich der spannendste Abschnitt. Bis dahin ist es jedoch ein langer, steiniger Weg.

Leider konnte das Buch mich nicht so richtig packen, da ich mich auch erstmal mit den verschiedenen Perspektiven arrangieren musste, die mich leicht verwirrt durchs Buch geleiteten. Im Ansatz gute Idee, aber es irritiert. Noch laufen einige Handlungsstränge nicht zusammen, was sich jedoch in der Fortsetzung ergeben könnte. Die Story wurde teilweise gut gewählt, so dass die Neugier geweckt wurde und auch sonst überraschende Ereignisse dem Leser erwarten. Was mir aber sehr gut gefallen hat, war der detaillierte Schreibstil. Nicht nur die Charaktere wurden gut und ansehnlich erschaffen, auch das Umfeld bekam große Aufmerksamkeit, das hat die Autorin einwandfrei hinbekommen. Außerdem weiß sie mit Worten recht gut umzugehen, da ich mich Stellenweise richtig darin verlieren konnte, obwohl ich es streckenweise auch sehr anstrengend empfand. Manche Gegebenheiten wurden einfach zu lang erklärt, was bei mir den Lesefluss beeinträchtigte. Nur am Ende stimmte alles und hat mich dann noch vom Fleck weg begeistern können. Nun ja, Ende ist Ende, was dann natürlich viel zu schnell kam, wenn man einmal „fort gespült“ wurde. Ich setze da voll und ganz auf Teil 2, welches nun bald erscheinen wird.

Story 3/5   Schreibstil 4/5

 

Reihenfolge „Die Zwillingssaga“ 

1. Band: Tochter der Lüfte
2. Band: Sohn der Erde
3. Band: Kinder des Feuers

 

Salomé Joell, vielen Dank für das Rezensionsexemplar.