Rezension: Elea

 

Elea – Die Träne des Drachen

Band 1

 

Autor: Christina Matesic
Verlag: Books on Demand
Genre: Fantasy
Erschienen: Jul. 2015
Seiten: 556
Format: Taschenbuch
Reihe: Elea
Band: 1 von 4

 

Inhalt: Was wäre, wenn der Mann, der dich wie ein wildes Tier gehetzt hat, der dich geschlagen und gedemütigt hat, deine große Liebe werden würde – diese Liebe aber nicht sein darf? Genau das widerfährt der jungen, außergewöhnlichen Elea, als sie von dem brutalen Krieger Maél im Auftrag von König Roghan, dem Herrscher über Moraya, gewaltsam ihrer Familie entrissen wird. Aber nicht nur ihre Entführung bringt ihr Leben völlig aus den Fugen, sondern auch eine Prophezeiung, der zufolge sie eine Drachenreiterin sein und das Menschenvolk vor den dunklen Mächten retten soll. Doch was niemand weiß – sie am allerwenigsten: Ihre Liebe zu Maél erweckt in ihr etwas zum Leben, was noch viel mächtiger ist als eine Drachenreiterin.

Bewertung

Elea, ein achtzehnjähriges Mädchen, wurde wohl behütet und weit außerhalb der Stadt aufgezogen. Sie hat etwas Außergewöhnliches an sich, was sie bei den Menschen zu einer Außenseiterin macht. Ihr Haar leuchtet nachts nämlich feuerrot! Es sind gerade mal drei Strähnen, die dieses Leuchten bewirken. Und doch ist es etwas Einzigartiges. So einzigartig, dass sogar der König selbst nach ihr suchen lässt.

Die Geschichte erinnerte mich an meinem absoluten Lieblingsbuch (und der Grund, weshalb ich blogge) – an „Der Kuss des Kjer“ von Lynn Raven. Die ersten Seiten haben mich verzückt, mein Interesse war geweckt. Zu Beginn erfahren wir von Elea und ihrer Prophezeiung und geraten in die Konfrontation mit Maél. Maél ist böse, gewalttätig und trägt zu Recht die Bezeichnung „Der schwarze Ritter“, denn seine Seele ist schwärzer als die Nacht. Die bildhübsche wie kluge Elea wird eben von diesem bösen, gemeinen Mann entführt, mit der Aufgabe, sie lebend zum König zu bringen. Huuu das jagte mir noch einen Schauer über den Rücken. Sie wehrt sich natürlich, als wäre der Teufel in ihr und Maél, leider ebenso hübsch wie seine schwarze Rüstung Angst und Schrecken verbreitet, bringt sie natürlich notfalls mit Gewalt unter Kontrolle. Was war das aufregend! Nervös verschlang ich Zeile für Zeile. Und dann begann die Reise. Anfangs war alles noch sehr spannend und geheimnisvoll. Die beiden hassen sich bis aufs Blut und doch müssen sie irgendwie miteinander klarkommen. Es sind etliche wahnsinnig tolle Szenen dabei, die sogar mir das Blut in den Adern gefrieren lassen. Und dann zog es sich irgendwie immer mehr in die Länge … Dann gab es noch einige höchst aufregende Momente, die nicht nur mein Herz zum Rasen brachten. Elea ist eine sehr schöne Geschichte, die wirklich an Kuss des Kjer anlehnt und auch tatsächlich Ähnlichkeit aufweist. Die Charaktere sind allesamt gut gezeichnet. Ob es der dunkle, geheimnisumwobene Maél ist oder die fast schon erwachsene Elea. Trotz riesiger Unterschiede, gut und böse, spielen sie ihre Rollen fast perfekt. Denn, wie ich zugeben muss, die Figur Elea kommt mir etwas zu kindlich rüber, zu unreif und naiv. Das brachte mich manchmal aus dem Konzept, da dieses Verhalten nicht gerade zu der Geschichte passte. Von dem „bösen“ Maél hingegen konnte ich nicht genug bekommen! Seine Gefühle und Handlungen wirken wohl überlegt und er ist meist hoch konzentriert, das schätze ich sehr an seinem Charakter. Im ersten Viertel wirkt er noch sehr feindselig, egal zu wem. Seine dunklen Seiten kommen immer wieder durch, weshalb er eben auch so gefürchtet ist. Doch dann taut er langsam in Eleas Nähe auf, und eine Veränderung tritt ein. Das waren eigentliche meine Lieblingsszenen, da ich solche Verwandlungen immer wieder äußerst spannend finde!

Die Autorin hat einen sprachlich guten Umgang, der Text ist gut lesbar und verständlich. Sie hat schon einen gewissen Kniff, um das zu schreiben, was sie uns mitteilen möchte. An manchen Stellen hat es mich überrascht, wie gut sie das formuliert hat. Respekt! Manches hat mir so gut gefallen, dass ich die Stelle mehrmals lesen musste. Das Buch steckt ohnehin voller Überraschungen und himmelhochjauchzenden Momenten. Man fällt hinein, und taucht manchmal wieder zu schnell auf. Christinas Worte tragen uns hinaus in eine unbekannte Welt voller Gefahren, zu einer Liebe, die dein Tod bedeuten kann und zu einem uralten Wesen, welches mit dir auf immer und ewig verbunden sein wird. Du wirst nicht drum kommen, den nächsten Teil auch lesen zu müssen. Denn trotz kleiner Schwächen hat Elea auch seine starken Seiten und zieht dich damit fest in seinen Bann. Es geht gar nicht anders, man muss einfach wissen, wie es weiter geht!

Story 4/5   Schreibstil 4/5

 

Reihenfolge „Elea“

Band 1: Elea – Die Träne des Drachen
Band 2: Elea – Die Weisheit des Drachen
Band 3: Elea – Teneviola
Band 4: ???