Rezension: Elesztrah – Feuer und Eis

Elesztrah – Feuer und Eis

 

Autor: Fanny Bechert

Verlag: BoD

Genre: Fantasy

Erschienen: Jun. 2015

Seiten: 388

Ausgabe: Taschenbuch

 

Inhalt: In den Wirren des Krieges, der an den Grenzen des Elfenlandes Elesztrahs herrscht, sucht die Jägerin Lysanna nach ihrem verschwundenen Partner. Als sie erfährt, dass er sich in der Gefangenschaft des Flammenden Lords befindet, beschließt sie, ihn zu befreien. Neben der Hilfe ihrer Freunde erhält sie dabei auch die Unterstützung des Elfenkriegers Aerthas, der sich ihnen anschließt. Bald schon müssen die Beiden feststellen, dass sie mehr verbindet, als ein gemeinsamer Feind und die Zuneigung zueinander – eine Macht, die es ihnen ermöglicht, den Flammenden Lord endgültig zu vernichten. Zumindest, wenn es ihnen gelingt, diese auch zu kontrollieren.

Bewertung:

Wow, was für ein Abenteuer! Überraschend gut, als es der Anfang erahnen ließ. Ich fand es erst mal schwierig, die vielen Namen auseinander zu halten, da auch nicht näher auf die Charaktere eingegangen wird. Das passiert erst im Laufe der Geschichte, ebenso wie nach und nach Spannung aufgebaut wird. Nur gut, das ich derzeit auf einen Elfentrip bin. (Daran ist nur dieser verflixte „Hobbit“ mit seinen Zwergenkriegern schuld! Das beflügelte meine Vorstellungsgabe ungemein.) Und so uninteressant war die Geschichte nun auch nicht. Es dauerte zwar, bis ich mich einigermaßen zurechtfand, aber dann, als mich das Buch endgültig in seine vielfältige Welt gezogen hatte, wollte und konnte ich es nicht mehr beiseitelegen. Und tatsächlich, ich lass es in nur drei Abschnitten. Der letzte Teil betrug dabei etwas mehr als die Hälfte. Also könnt ihr euch denken, dass das der unterhaltsamste Teil war.

Im weiteren Verlauf der Geschichte wird klar, dass das Hauptaugenmerk auf den Flammenden Lord gerichtet ist. Es gilt, ihn zu töten. Dabei spielt die hübsche Elfe Lysanna eine Hauptrolle. Um sie herum wird das Geschehen aufgebaut. Lysanna ist neben ihrer vorzüglichen Schönheit eine tollkühne Kämpferin und lässt sich herzlich wenig von Anderen etwas vorschreiben. Eine weitere wichtige Rolle spielt der Elf Aerthas. Er schleicht sich langsam ins Lysanna’s Herz, die sie sich zwar anfangs gegen die aufkeimende Liebe währt, aber er letztendlich für sich gewinnt. Auch ich finde ihn charmant. Aber irgendetwas scheint mit ihm nicht zu stimmen. Er hütet ein großes Geheimnis, welches nicht nur er zu kennen scheint. Leider wird nicht näher auf einzelne Wesen eingegangen. Die Figuren sind generell nur etwas oberflächlich angekratzt, keine detaillierte Beschreibung der Charaktere. Sie kommen mir kalt und manchmal auch etwas stumpf rüber. Mehr Tiefe hätte das Buch mehr erstrahlen lassen. Vordergründig scheint hierbei die Geschichte selbst zu sein. Sie wirkt sehr ausgetüftelt, mit einer raffinierten Finesse, was diesem Buch einen besonderen Schliff gibt. Und die Geschichte ist beeindruckend! Elfen, Trolle, Orks und weitere Wesen, mit und ohne magische Elemente bewohnen die gelungene erschaffene Welt von Fanny. Von Kämpfen, die recht bildlich dargestellt werden, bis Liebesgeschichten hin zu Freunden und Feinden, alles dabei. Auch der Lesefluss ist sehr angenehm. Nichts lenkte mich ab, verständliche Sätze, ich kam gut voran.

Das Ende war ein Schock. Wer hätte das ahnen können? Dabei war er mir so sympathisch! Umgehend drängte sich mir hier der Gedanke einer Fortsetzung auf. Es wäre wünschenswert und ich die Erste, die HIER HIER schreit! Ein beeindruckendes und mächtiges Erstlingswerk, wenn auch ein wenig „grob“. Aber ich bin zuversichtlich, dass ihr nächstes Band „feiner“ wird, das Talent hat sie jedenfalls dazu. Ich drück ihr dafür ganz fest die Daumen und sehne dem nächsten Band erwartungsvoll entgegen.

Story 4/5   Schreibstil 3/5

 

Vielen Dank Fanny Bechert, dass ich die Ehre erhielt, „Elesztrah“ lesen zu dürfen und für das aufmerksame Rezensionsexemplar.