Rezension: Lucas Rezepte

Il Gusto di Lauro
Band 1 – Lucas Rezepte

 

 

Autor: Jobst Mahrenholz
Verlag: dead soft
Genre: ???
Erschienen: Mrz. 2014
Seiten: 388
Ausgabe: Broschiert

 

 

Inhalt: Luca Lauro hat einen großen Lebenstraum: ein grandioser Koch zu werden, im elterlichen Restaurant an der Adria. Doch ein mitreißender Halbjapaner, eine Hand voll Geschwister, ungnädige Elternurteile, eine Fernsehshow zur besten Sendezeit, der schmerzhafte Verlust eines Körperteils sowie ein Kloster im Apennin bringen die geradlinigen Ziele des leidenschaftlichen Kochs komplett durcheinander. In „Lucas Rezepte“ geht es um Leidenschaft, um die des Kochens und die des Genießens. Und nicht zuletzt um die Liebe. Eine Liebe, die es nach Ansicht einiger so überhaupt nicht geben dürfte.

Bewertung

Luca Lauro, ein 16-Jähriger Italiener ohne Freunde und Hobbies. „Rumhängen“ findet er sinnlos und sein größter Wunsch ist es, Koch zu werden. Am liebsten im eigenen Familienrestaurant, wo er endlich seine Ausbildung beginnt. Dafür lebt er, dass ist für ihn das Einzige, was zählt. Alles verläuft nach Plan, sein Leben ist klar und strukturiert, wie seine Familie. Sie denken und handeln ziemlich italienisch, was auch ziemlich gut rüber kommt, zumindest so ziemlich am Anfang. Ich muss schon zugeben, dass hat mich gefesselt. Dieser überzeugende, lebensnahe Schreibstil des Autors, detailliert bis tief in die Charaktere hinein, hat mich berührt.

Alles läuft für Luca perfekt. Bis Shiro seinen Weg kreuzt. Er drängt sich in die Küche, in die Familie und nicht zuletzt in seinen Kopf. Und dann gerät sein Leben irgendwie so langsam aus den Fugen. Es kommt soweit, dass er mit Shiro weggeht und gemeinsam ein neues Leben beginnt. Er lernt Freunde kennen, kommt seinen Bruder Lorenzo näher, und macht einen Karrieresprung nach dem anderen. Leider auch, was die Partnerwahl betrifft. Lucas tiefsinnige Gedanken und Gefühle nehmen im Verlauf der Geschichte ab. Ich konnte Geschehnisse nicht mehr richtig nachvollziehen, wirken teilweise überstürzt. Der anfänglich gute Stil leidet arg darunter, das hätte nicht sein müssen.

Es ist eine ganz andere Art von Genre (Gay?), die ich sonst bevorzuge. Ich hab das einfach mal ausprobiert und der Anfang ist auch rührend und vor allem ergreifend, aber für mich doch einige Spuren zu lasch. Keine Magie, keine Engel, keine Feen oder Drachen; ihr wisst schon was ich meine. Dennoch gibt es auch hier eine besondere Art von Spannung. Aber für alle, die eben kein Fantasy mögen, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Einfach wegen dieser unbeschreiblichen „Tiefe“. Auch das Cover ist äußerst interessant und anziehend. Mich hat es angesprochen und wollte wissen, wer dieser Junge mit diesem Messer ist und wie seine Geschichte lautet. Es gibt auch einen weiteren Teil, den ich mir sicherlich mal vornehmen werde. Tja, am Ende siegt eben immer die Neugier. :-)

Story 3/5     Schreibstil 3/5

 

Il Gusto di Lauro – Reihenfolge:
Band 1 – Lucas Rezepte
Band 2 – Herzberührer

 

Herzlichen Dank dem dead soft Verlag für dieses herzergreifende Rezensionsexemplar.