Rezension: Der Thron von Melengar

Hörbuch

Der Thron von Melengar (Riyria 1)

In Zusammenarbeit mit audible.

 

Autor: Michael J. Sullivan
Sprecher: David Nathan
Verlag: Der Hörverlag
Spieldauer: 10 Stunden und 59 Minuten
Version: Ungekürzte Ausgabe
Erscheinungsdatum: 3. März 2014
Reihe: Riyria
Band: 1 von 6

 

Inhalt: Royce, ein gewiefter Dieb, und sein Partner Hadrian betreiben ein einträgliches Geschäft mit Aufträgen des korrupten Adels. Bis eines Tages ein Unbekannter die beiden anheuert, ein berühmtes Schwert zu stehlen. Was zunächst nach einem ganz gewöhnlichen Job aussieht, stellt sich jedoch als Falle heraus. Sie werden noch in derselben Nacht als Mörder des Königs verhaftet und in den Kerker geworfen. Als sie mit Hilfe der Prinzessin entkommen können, entdecken Royce und Hadrian eine Verschwörung, bei der es um noch viel mehr als nur um den Thron des relativ kleinen Königreichs Melengar geht.

Bewertung

Story: Es gibt nicht viele Geschichten, die mich von ihrer Tiefe und Komplexität her so sehr fortschwemmen, wie dieses Exemplar! Ich habe bestimmte Buchreihen, denen ich eine spezielle Kategorie zuweise, da sie bei mir ein gewisses Feeling hervorrufen. Darunter fällt zum Beispiel die „Licht Saga“ von Brent Weeks, oder „Der Prinz der Klingen“ von Torsten Fink. Diese musste ich mir regelrecht einteilen, um sie nicht zu schnell zu beenden, da sie so »rar« sind. Ihr kennt das bestimmt … Es ist eine nie endende Sucht, ständig ist man auf der Suche nach dem nächsten Buch, welches einen in den ganz bestimmten Rausch versetzt. Da diese fantastischen Reihen nun leider abgeschlossen waren, suchte und suchte ich nach ebenbürtigen Ersatz. Endlich griff ich nach »Der Thron von Melengar«, welches seit einer gefühlten Ewigkeit auf meiner UNBEDINGT-LESEN-LISTE stand. Und ich sag’s euch, es ist der absolute Hammer! Die beiden Protagonisten hatte ich bereits von der ersten Sekunde an ins Herz geschlossen. Ihre schlaue, witzige, humorvolle Art untereinander und auch anderen gegenüber, ist einfach unheimlich symphytisch. Irgendwie haben sie mich ein etwas an Sherlock (I LOVE SHERLOCK!!!) erinnert, einfach total gut charakterisiert! Das war ein Aspekt, weshalb diese Geschichte in meine spezielle Kategorie fiel, nebst den vielen weiteren Annehmlichkeiten, die sie mitbringt. Als da wären: Unvorstellbare Intrigen, tiefe Verstrickungen, brutale Macht, unfassbare Morde, kluge Diebstähle, Verrat auf höchster Ebene, Liebe, Zusammenhalt – um nur einige zu benennen.

Im Mittelpunkt stehen die zwei Freunde Hadrian und Royce. Zwei Diebe, die ihr Handwerk meisterhaft verstehen. Der eine ist ein überaus durchschnittlicher Schwertkämpfer, man könnte auch sagen, der Beste im gesamten imperialistischen Reich, eine sehr weiche Seite hat und für jede gute Tat zu haben ist. Und der andere, um es kurz zu machen, der Meister der Diebe. Er kennt viele viele Tricks und Kniffe, die zum Mitdenken animieren. In der ersten Sequenz geht es zum Beispiel um einen Raub, der so scheinbar erst mal überhaupt nicht durchzuführen war und aus Sicht des Opfers geschrieben wurde. Ich liebe es, meine Gehirnzellen anzustrengen, um mögliche Szenarien durchzuspielen und dann die erlösende Bestätigung zu erhalten. Der Autor ist beneidenswert, da er sich so geschickt auszudrücken vermag. Auch die überdurchschnittlich vielen Charaktere wurden sehr gut dargestellt und alles folgt einer geraden Linie. Die Geschichte ist durchweg extrem spannend aufgebaut. Besonders nervenaufreibend fand ich, als Hadrian und Royce eines Mordes beschuldigt wurden, den sie nicht begangen haben und gelinkt wurden. Doch dann eilt ihnen jemand zu Hilfe und alles hat irgendwie fatale Folgen für sie. Ab da stecken die so richtig in der Klemme. Aber gut, dass die Zwei nicht nur verdammt schlau sind, sondern auch noch intelligent. So mag ich das, so muss es sein! Ihre Abenteuer, geführt durch die Hand eines Meisters, wurden zu meinen Abenteuern. Der Meister hat eine unfassbar starke Gabe, denn er kann nur durch Wörter fantastische Bilder im Kopf entstehen lassen. Seine Art zu schreiben vermag Adrenalin durch die Venen zu jagen, einfach unglaublich. Er gleicht Brent Weeks so sehr in der Art, jedoch noch inhaltlich, dass ich seine Bücher einfach durchsuchten muss! Ich muss einfach mehr davon haben! Ich muss, ich muss, ich muss einfach! Ich freue mich auf die nächsten 5 Bände! Und das End von der Geschicht: Der »Flash« danach dauert noch ewig an. 

Sprecher: Ihr könnt euch meine Reaktion nicht vorstellen, als ich das erste Mal des Sprechers Stimme lauschte. Ich wollte es einfach nicht wahrhaben, war zudem wie elektrisiert, um Nachforschungen anzustellen. Diese Stimme, zusammen mit dem Beginn der Abenteuer von Hadrian und Royce, ließ mein Herz ein paar Takte schneller schlagen. Ich war von der Begabung des Sprechers einfach vollkommen überwältigt. Gleich fünf Personen musste er imitieren, was so umwerfend war, dass mir schwindelig wurde! David Nathan ist ein grandioser Kenner seines Faches! So gut wurde ich schon lange nicht mehr unterhalten! Nicht nur, dass er die Synchronstimme von Paul Walker war, den ich als junges Mädchen angehimmelt hatte, sondern dazu die Charaktere lebt! Er versetzt sich richtig in ihnen hinein, lacht und seufzt an den richtigen Stellen, betont nahezu perfekt. David ist nicht nur der Erzähler, er ist auch die natürliche Stimme von Hadrian. Sollte es zu einer Verfilmung kommen, was ich mir sehr wünsche, dann kann nur David Hadrian sein!!! Die beiden assoziiere ich nun von jetzt an. David Nathan gleich Hadrian, Hadrian gleich David, so und nicht anders! 

Story 5/5   Schreibstil 5/5   Sprecher 5/5

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Verlag: Klett-Cotta
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 381

Reihenfolge »Riyria«

Riyria 1: Der Thron von Melengar
Riyria 2: Der Turm von Avempartha
Riyria 3: Der Aufstieg Nyphrons
Riyria 4: An Bord der Smaragdsturm
Riyria 5: Das Fest von Aquesta
Riyria 6: Die verborgene Stadt Percepliquis