Rezension: Niamhs Erbe

Niamhs Erbe: Avalon

Band 2

 

Autor: Natalie Salkin · Verlag: CreateSpace
Genre: Fantasy Romance · Erschienen: Apr. 2015
Seiten: … · Ausgabe: eBook

 

 

Inhalt: (Teil 1 und 2 gibt es jetzt als komplettes Buch) Die siebzehnjährige Lucy hat ihr Leben bereits verplant. Sie möchte sich den smarten Ryan angeln und später Kunst studieren. Doch dann taucht der mysteriöse Jaro auf. Er will sie mitnehmen. In ein geheimnisvolles Land, in dem Magie zum Leben gehört, wie die Luft zum Atmen. Denn Lucy ist die verschollene Verlobte des Herrschers von Avalon. Doch Lucy will ihr Leben nicht aufgeben. Jaro ist hin und hergerissen. Zwischen seinen Gefühlen für Lucy und der Pflicht. Schließlich entführt er das junge Mädchen und bringt dadurch unwissentlich ihr Leben in Gefahr. Welch bittersüßer Schmerz verwirrte einst mein Herz. Doch dann brach es entzwei, die Liebe ward aus und vorbei. Denn es war nicht Liebe, die dich in meine Arme trieb. Einzig meine Macht wolltest du stehlen wie ein Dieb. So spüre meinen Hass und meine Wut, verbrenne in der siedend heißen Glut. Das tiefe Wasser, dein Verderben sei, aus dem du niemals mehr wirst kommen frei.

Bewertung

Die Fortsetzung von Niahms Erbe hat mich letzten Endes nun doch vollständig mitgerissen. Teil 1 liegt etwas mehr als 1 Jahr zurück und meine Begeisterung dafür hielt sich in Grenzen. Nun aber kann ich sagen, dass mich »Avalon« völlig überrascht hat und viel viel ansprechender als der erste Teil ist. Die Idee der Geschichte wurde fabelhaft weiter gesponnen, und die Krönung ist ja, dass der Stil der Autorin sich deutlich gesteigert hat! Die Ecken und Kanten, die ich beim ersten Band so störend fand, sind verschwunden. Es passieren einfach mal viel mehr Dinge, es gibt mehr Handlungen, was die Spannung unglaublich nach oben schraubt. „Avalon“ hat mich am Ende einfach mit einer tollen Geschichte beglückt, die immer noch durch meinen Kopf schwebt und einfach mit einem guten Gefühl zurücklässt.

Luce lebt nun auf der geheimnisvollen Insel Avalon in einem Schloss. Sie wird jedoch mehr wie eine Gefangene behandelt, statt wie Prinzessin. Tausend neue Gedanken und Eindrücke stürmen fast täglich auf sie ein, woran sie uns sehr intensiv teilhaben lässt. Sie deckt mehr und mehr Geheimnisse auf, lernt ihren Prinzen Rodo immer mehr kennen und merkt eigentlich schnell, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmen kann. Aber nur was? Luce ist meistens sehr humorvoll. Sie ist witzig, hat irrationale lustige Ideen und ist auch sonst nicht auf den Kopf gefallen. Sie erkennt ebenfalls den ernst der Lage, dennoch schlüpft ihr hin und wieder ein Satz Sarkasmus aus dem Mund, was sie absolut und vollkommen liebenswert macht. Sie stolpert dort durch die riesige Burg, widerspricht jedem und allem, sie ist voller Energie und Tatendrang, und am Ende muss sie sich doch ihrem Schicksal stellen … Stück für Stück wird uns das Ausmaß der prekären Situation offenbart, in fein ordentlichen Häppchen. Auch Jaro hat mittlerweile Quartier auf Avalon bezogen. Sein Freund Rodo kommt ihn Tag für Tag merkwürdiger vor, was ihm im Endeffekt an seinem Auftrag zweifeln lässt. Jaro ist schon ein feiner Junge, ich mag ihn.

Mit diesem Teil hat Natalie Salkin uns bewiesen, dass sie das Zeug zu einer fantastischen Autorin hat. Dieses Buch hat mich von Anfang bis zum Ende in den Bann gezogen und hat mir keine freie Minute mehr gegönnt, ich war in meinem Kopf nur noch mit Avalon beschäftigt! Der Ausgang der Geschichte war echt mega dramatisch, werde euch aber davon nicht berichten, müsst schon selbst lesen ;-) Es macht mich traurig, dass ich nun nichts mehr über Luce und Jaro lesen kann, da diese Reihe beendet ist. Ein Abschied, der schmerzt.

Story 4/5     Schreibstil 5/5

 

Ursprüngliche Reihenfolge:

Niamhs Erbe Teil 1: Schattenkuss
Niamhs Erbe Teil 2: Avalon

Rezension: Niamhs Erbe

Niamhs Erbe Teil 1: Schattenkuss

 

Autor: Natalie Salkin · Verlag: CreateSpace
Genre: Fantasy Romance · Erschienen: Apr. 2015
Seiten: 310 · Ausgabe: eBook

 

 

Inhalt: Eine uralte Prophezeiung, eine geheimnisvolle Insel und eine Liebe, die nicht sein darf. Die siebzehnjährige Lucy ist alles andere als begeistert, als plötzlich ein mysteriöser Junge an ihrer Schule auftaucht. Jaro ist ein Wächter. Ausgesandt von Prinz Rodo dem Herrscher von Avalon. Sein Auftrag: Die seit sechzehn Jahren verschollene Verlobte des Prinzen finden und zurückbringen. Wenn es sein muss auch gegen ihren Willen. Ein Routinejob für Jaro, doch plötzlich kommen Gefühle ins Spiel. Gibt er ihnen nach, bringt er nicht nur sein Leben in Gefahr.

Bewertung

Ich bin überrascht, das Buch ist besser als erwartet; zumindest nach dem ersten Viertel. Bis dahin focht ich erstmal einen innerlichen Kampf aus. Klappentext klang interessant, Protagonisten sprachen mich an – der Zauber fehlte jedoch. Irgendwann mittendrin machte die Geschichte auch noch einen „Sprung“ und ich hatte den Faden verloren. Irritiert las ich weiter. Und dann … ha ha, typisch, dachte ich mir. Anfang schwermütig und dann „peng“! 

Nun möchte ich gleich mehrere Punkte anführen und die Rezension damit ausführlicher schreiben. Zum einen wechselt sich leichte Spannung mit humor-witzigen Szenen ab. Die Autorin wahrt das Geheimnis um „Luce“ (jaaaaa, mal wieder eine Luce) und Jaro. Sie wirft ab und zu kleine Köder rein, so dass ich gar nicht anders konnte, als weiter und weiter zu lesen; schließlich siegt die Neugier. Auch um die Stadt „Avalon“ wird ein riesengroßes Geheimnis gemacht. Wo liegt sie? Welche Bewohner beherbergt sie? Ist sie verzaubert? Alles Fragen die der Spannung dienen und durchweg über das gesamte Buch aufrecht erhalten wird. Und zum anderen ist die Geschichte teilweise leicht zu lesen, teilweise flüssig und interessant. Sie erinnert mich etwas an die MondLichtSaga und eigenartigerweise auch der ähnliche Schreibstil. Mein Leseerlebnis war eine ständige Berg- und Talfahrt, zwischen unbedingt weiter lesen zu müssen, und eine zwingend längere Pause einzulegen. 

Unsere Protagonistin Luce ist ein ganz normales Mädchen, mit ganz normalen Alltagsproblemen, die sie meißt locker und entspannt hinnimmt. Mir gefällt die Figur Luce sehr, da sie sprichwörtlich einfach stinknormal ist. Na gut, sie ist manchmal etwas schwer von Begriff und ein klein wenig naiv und stur. Aber trotzdem schließt man sie schnell ins Herz. Jaro hingegen ist sehr undurchsichtig. Er ist Typ „Edward“, still, geheimnisvoll, hübsch, charmant und zieht, zu Luce’s kompletter Verwirrung, plötzlich bei ihr ein. Das ist vielleicht ein Spaß, dass sag ich euch. 

Zum Cover: Das Cover finde ich wunderbar gestaltet. Nicht zu überladen, nicht zu bunt. Nur die reine Andeutung des Profis durch die schwarze Schattierung lässt jede Fantasy des Aussehens der beiden Protagonisten freien Lauf. In meiner Fantasy ist es Luce und Jaro; sie schaut verliebt und verträumt zu ihm auf, der Mund leicht geöffnet; er distanziert und zurückhaltend. Er schaut durchdringend von oben auf sie herab, mit funkelnden Augen. Er ist sich seiner Anziehung auf Frauen bewusst, wirkt sehr selbstbewusst. Tolles Bild! 

Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte doch sehr gut gefallen, auch wenn der Schreibstil noch ausbaufähig ist. Es waren mir auch zu wenig Handlungen, die Charaktere hielten sich zu lang an einem Ort auf ohne das etwas Nennenswertes passierte. Nichtsdestoweniger ist die Geschichte sehr schön zu lesen und hat mir Freude gemacht. Die Bewertung viel mir nicht leicht, da es seine Ecken und Kanten hat, aber auch seine schöne Stellen und es einfach eine tolle Geschichte bzw. Idee ist. Ich freue mich auf das nächste Band von Niamhs Erbe. 

Story ★★★☆☆     Schreibstil ★★☆☆

Reihenfolge:

Niamhs Erbe Teil 1: Schattenkuss
Niamhs Erbe Teil 2: Avalon