Rezension: Der Prinz der Schatten

Der Schattenprinz Band 1

Der Prinz der Schatten

 

Autor: Torsten Fink

Verlag: Blanvalet

Genre: Fantasy

Erschienen: Apr. 2012

Seiten: 544

Ausgabe: Paperback

 

Inhalt: Er hat alles vergessen. Er erinnert sich nicht einmal daran, wie er heißt. Doch eines wird dem Namenlosen rasch klar: Der, der er einst war, will er nicht mehr sein. Denn er verfügt über die Fähigkeiten eines Assassinen, und die Vorstellung, jemanden zu ermorden, ist ihm zuwider. Bei den Nachforschungen über seine Herkunft stößt er immer wieder auf eine Gemeinschaft von Mördern, deren Name nur mit Schaudern geflüstert wird – die Bruderschaft der Schatten.

Bewertung

Was für eine einfallsreiche Geschichte. Auch wenn seit der Schatten Trilogie solche Geschichten wie Pilze aus dem Boden schießen, hat diese jedoch eine wirklich gute Story und einen angenehmen Schreibstil. Noch dazu ein deutscher Autor, ich bin begeistert! Nach Sam Feuerbach rückt Torsten Fink nun direkt an zweiter Stelle meiner (deutschen) Lieblingsautoren.

Bereits am Anfang stand für mich eins fest: Eine Story genau nach meinem Geschmack! Ich inhalierte sprichwörtlich das Geschehen um den Schatten, oder auch Anuq, oder Namenloser genannt. Torsten Fink hat den Dreh raus, den Leser in Spannung und Aufregung zu versetzten. Seine Figuren haben alle etwas Besonderes an sich. Bei allen spürte ich die Erschaffung bis ins Detail. Etwas, was mit Hingabe konzipiert wurde. Das hat mich imponiert. Die verschiedenen Handlungsstränge sind folgerichtig und werden nach und nach perfekt verknüpft. Und das ist aufregend, fesselnd, und mitreißend. Seite für Seite werden die Geschehnisse von allen möglichen Seiten beleuchtet, es gibt einige sehr charmante und unterhaltsame Charaktere. Aber das Wichtigste ist, Torsten Fink verliert niemals den Faden. Ich konnte ihm wunderbar folgen, dass zeugt vom hervorragenden Talent.

Der Namenlose verliert bei seinem Auftrag durch einen Unfall seine Erinnerung. Er kann unglaubliche Dinge, aber versteht nicht das Wie. Er ist ein Schatten, wird ihm nach und nach bewusst. Und für diese unglaublichen Dinge benutz er Magie. Apropos Magie. Diese steht hier im Hintergrund, was der Story aber nicht schadet. Viel Interessanter sind die Intrigen, die am Hof geschmiedet werden. Und auch der Namenlose merkt schnell, dass er nur Mittel zum Zweck war. Es gibt auch neue interessante Wesen, die Mahre, die eine ziemlich eigenwillige Sprache haben, natürlich mahrisch. Welche „Kreaturen“ ich überhaupt nicht mochte, waren die Homunkulus. Widerliche kleine Dinger, sag ich euch. Also die möchte ich ganz sicher auch nicht nachts auf der Straße begegnen.

Es war nicht sein erstes Buch, aber eine gelungene Mischung aus Fantasy und Magie haben mich überzeugt. Ich werde auch seine anderen Werke lesen. Toller gelungener Auftakt der Schattenprinz-Trilogie.

Story 4/5   Schreibstil 5/5

 

Schattenprinz-Trilogie:

Band1: Der Prinz der Schatten
Band 2: Der Prinz der Klingen
Band 3: Der Prinz der Skorpione