Rezension: Sieben Schlüssel

Sieben Schlüssel – Das Erbe der Rebellen

 

 

 

Inhalt: Die Götter haben ihnen das Licht geschenkt – doch sie gaben ihnen auch die Schatten. Der machthungrige Lord Salazar hat seine Kreaturen ausgeschickt, um das Reich des Lichts zu zerstören, doch die Rebellen des Erior, die einst die Dunkelheit besiegten, sind längst in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Der ehemalige Kopfgeldjäger Ivar vereint die wenigen verbliebenen Rebellen, um sich Salazars dunklen Mächten zu stellen und seine Heimat vor einem grausamen Schicksal zu bewahren. Ein klassisches Fantasyabenteuer, das vor Spannung sprüht und mit abwechslungsreichen Charakteren aufwartet – blutig, bildgewaltig und unvorhersehbar!

Bewertung

Mit »Sieben Schlüssel« konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Zum einen lag es an der Geschichte selbst. Es gab zu viel Krieg, zu viele Morde, zu viel Grausamkeiten, die mir allesamt zu sehr auf mein Gemüt schlugen. Ich würde das Buch im groben als düster bezeichnen, obwohl es natürlich auch einige erfreuliche Szenen beinhaltet. Zum anderen lag es an den vielen Charakteren, die mal wichtige Rollen, mal unwichtigere Rollen besetzten, da kommt man leicht durcheinander. Zudem fand ich es hin und wieder etwas wirr, mir fehlte an manchen Stellen einfach der Zusammenhang. Obwohl die Story eigentlich interessant auf mich wirkte, schaffte sie es dennoch nicht, mich zu bannen. Die Figuren wurden sehr detailliert besprochen, sowie auch die Kriege und die fremden Wesensarten. Also das muss ich der Autorin lassen, da hat sie wirklich Geschick gezeigt. Sie sind vielseitig, imposant und natürlich, soweit wie es in einem Fantasybuch möglich ist. Ich will damit sagen, dass ihre Charaktere nicht überirdisch sind, wie in vielen anderen Romanen. Sie sind einfach ganz normal, nichts Großartiges. Und das wiederum verdient meine Anerkennung. Generell sticht es sehr aus der breiten Masse hervor. Wir begegnen keine bekannten Wesen, haben mehrere Protagonisten und einen spannenden Hintergrund. Hauptsächlich geht es um Ivar, der die Erben der Rebellen vereint, nachdem das Kind Henry entführt wird, was er beschützen wollte. Anschließend machen sie sich gemeinsam auf eine beschwerliche Reise, die unendliche Gefahren birgt und sie ständig in blutigen Schlachten verwickelt. Dazu noch ein bisschen Magie, Intrigen und Verwirrungen, und die Geschichte ist komplett. Für mich ein wenig zu nüchtern und zu blutig. Was ihr Stil jedoch wieder etwas wettmacht, ist, dass sie schöne Formulierungen benutzt, bleibt sachlich und realistisch. Sätze wurden gut aufgebaut, sprachlich gesehen ist es Top. Sie hat durchaus Spannung aufgebaut und auch eine Weile gehalten, nur bin ich leider hin und wieder rausgeflogen. Also mich konnte »Sieben Schlüssel« nicht wirklich mitreißen. Und doch hat sie es irgendwie geschafft, mich mit ihrem Debüt zu überzeugen. Potenzial ist genug vorhanden, sollte noch ausbaufähig sein. Es ist der Auftakt einer vielversprechenden Reihe, und meistens werden die Nachfolger besser. ;-)

Story 3/5   Schreibstil 4/5

Vielen Dank Rayon Lasair für das Rezensionsexemplar.