Über das Schreiben

Meine 5 persönlichen Tipps als Autorin:

1. Ins Thema abtauchen!
Schreibe so, als ob du genau in diesem Moment einen Film schaust.

2. Mit allen Sinnen schreiben!
Was siehst du? Was hörst du? Was schmeckst du? Was fühlst du? Was riechst du?

3. Zeigen, nicht erzählen!
Die Kunst, es dem Leser bildlich zu zeigen.

4. Eine Illusion erzeugen!
Wenn du einen Thriller schreibst, musst du in deinem Leser die Illusion erzeugen, dass er sich selbst in tödlicher Gefahr befindet.
Wenn du Fantasy schreibst, musst du in deinem Leser die Illusion erzeugen, dass er sich wirklich in einer anderen Welt befindet, wo alles anders ist und magisch ist.
Wenn du eine Romanze schreibst, musst du in deinem Leser die Illusion erzeugen, dass er sich selber verliebt.

5. Überraschungen verwenden!
Eine überraschende Wendung dessen, was wir erwarten, macht unweigerlich neugierig. Und das am besten gleich im ersten Satz!


Zitate über das Schreiben:

Bei einem Schriftsteller muss man, wie bei einem Chirurgen, das Gefühl haben, in guten Händen zu sein, damit man sich im Vertrauen betäuben lassen kann. Saul Bellow

Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den Zweiten lesen will.
William Faulkner

Buch = Ein Garten, den man in der Tasche trägt. arabisches Sprichwort


Erzählweisen:

1. Der auktoriale Erzähler – die allwissende Perspektive

+ er blickt von oben auf die Geschichte herab
+ er kennt von allen Personen die Gefühle und Gedanken
+ kann in die Vergangenheit, die Gegenwart oder in die Zukunft springen, wie es ihm gerade passt
– eine Geschichte kann schnell zu einer Erklärung oder zu einem Bericht mutieren

2. Der personale Erzähler – Autor steht im Hintergrund

+ schreibt aus der Perspektive einer oder mehreren Figuren
+ kann über verschiedene Protagonisten die Handlung erzählen
+ erzählt wird in der dritten Person
– besitzt nicht die Allmacht des auktorialen Erzählers
– ist nicht den Einschränkungen des Ich-Erzählers unterworfen

3. Der Ich-Erzähler – Protagonist spricht direkt den Leser an

+ erzählt ausschließlich aus der Sicht der Hauptfigur
+ gibt wieder, was sie fühlt, denkt, sieht, hört, riecht, empfindet, wahrnimmt
+ kann nur aus ihren Handlungen, Verhalten und Sagen Rückschlüsse ziehen
– weiß nicht, was andere denken oder fühlen
– Figur kann nicht sehen, was sie selbst betrifft

Die Perspektiven:

Außenperspektive (auktorial)
Innenperspektive (Ich)
oder eine Mischung aus beidem (personal)

Mehr dazu hier: Der Erzähler und seine Perspektiven


Hier eine kleine Sammlung jener Bücher, die mir beim Schreiben helfen und mir als Schriftstellerin eine gute Hilfe sind.

Albert Zuckerman – Bestseller

Alexander Steele – Romane und Kurzgeschichten schreiben

Fritz Gesing – Kreativ Schreiben

Jack Nasher – Durchschaut

James N. Frey – Wie man einen verdammt guten Roman schreibt B1

James N. Frey – Wie man einen verdammt guten Roman schreibt B2

Paul Ekman – Gefühle lesen

Renate Krier – Das Abenteuer des Schreibens

Sol Stein – Über das Schreiben